VDL_RAPPORT_ANALYTIQUE_08_2021_17_12

713 DE SITZUNG VOM FREITAG, DEM 17. DEZEMBER 2021 Die im Dachverband „Solidarität mit Hörgeschädigten“ zusammengefassten Vereinigungen, die auf dem Gebiet der Stadt Luxemburg aktiv sind, begleiten Hörgeschädigte und bieten auch Fortbildung an. Deshalb ist es durchaus verständlich, dass sich der Verband bei der Stadt um ein Lokal bemüht, das es erlaubt, auch Beratungen durchführen zu können. déi gréng unterstützen das Anliegen. In der Kommission wurde der grundlegende Wunsch nach Erstellung einer Liste aller von der Stadt Luxemburg an lokale Vereinigungen zur Verfügung gestellten Gebäude geäußert. Welche Kriterien müssen die Vereinigungen erfüllen, um Räumlichkeiten von der Stadt Luxemburg zur Verfügung gestellt zu bekommen? Zu berücksichtigen wäre auch, wie stark ein Verein die Räumlichkeiten tatsächlich belegt. Der Stadt Luxemburg wurde kürzlich der „Access City Award“ verliehen. Auch hörgeschädigten Personen sollen wir als Stadt Luxemburg Teilhabe an unserer Gesellschaft ermöglichen. Schöffe Patrick GOLDSCHMIDT: Dass der Stadt Luxemburg der „Access City Award“ verliehen wurde, zeigt, dass unsere Dienststellen gute Arbeit leisten. Den Anfragen von Vereinigungen muss ein Dossier beiliegen. Es ist auch wünschenswert, dass die Vereinigungen bei Frau Madeleine Kayser (Service Intégration et Besoins spécifiques) vorstellig werden, um ihr Dossier vorzustellen und zu erklären, warum sie auf Räumlichkeiten der Stadt zurückgreifen wollen. Außerdem soll die Anfrage in das Nutzungskonzept des Gebäudes passen. Dem Schöffenrat werden die Vorschläge der Dienststellen unterbreitet. Sofern Räumlichkeiten zur Verfügung stehen, helfen wir den Vereinigungen gerne. Oft verhält es sich jedoch so, dass es hohe Belegungsraten gibt und es demnach kaum noch Spielraum gibt. Bürgermeisterin Lydie POLFER: Das Gebäude gelegen 166, Rue de Beggen lässt sich sehen. Der multifunktionale Raum ließe sich auch für andere Aktivitäten nutzen. Sollte es sich zeitlich und räumlich als machbar erweisen, könnte dieser Raum durchaus auch von anderen Vereinigungen genutzt werden. Die Dienststelle unter der Leitung von Madeleine Kayser wird sicherlich dafür Sorge tragen, dass es nicht zu Streitigkeiten zwischen den Vereinen kommt. Die Konvention wird einstimmig gutgeheißen. 9. Die Stadt Luxemburg vermietet an die Gesellschaft „Carsharing Luxembourg S.A.“ zwei Büroräume im ehemaligen Creos-Gebäude gelegen 61, Rue de Bouillon in Hollerich sowie drei Parkplätze vor diesem Gebäude. Der Vertrag kann stillschweigend um jeweils drei Jahre verlängert werden. Miete: 1.500€ (indexgebunden). Zweck: kommerzieller Betrieb der Carsharing-Zentrale auf dem Gebiet der Stadt Luxemburg. Rat François BENOY (déi gréng): Das Carsharing-Angebot der Gesellschaft Carsharing Luxembourg stellt im Rahmen der Multimodalität ein wichtiges Angebot in der Stadt Luxemburg dar. Das Angebot erlaubt es den Bürgern, auf ein eigenes Auto bzw. auf einen Zweitwagen zu verzichten. Studien belegen, dass ein Carsharing-Auto 10 bis 20 Autos ersetzen kann. Das ist nicht nur gut fürs Klima und die Luftqualität, sondern macht auch Platz frei im öffentlichen Raum für mehr Begrünung, Fußgänger, Fahrradfahrer, Terrassen, usw. Eine Umfrage hat ergeben, dass die Nutzer von Carloh sehr zufrieden sind. Damals, als eine Kapitalerhöhung vorgenommen wurde, hatten déi gréng darum gebeten, dass nach einer gewissen Zeit eine Zwischenbilanz gezogen werde. Könnten wir uns in einer nächsten Mobilitätskommission erneut mit dem Projekt Carloh befassen, um zu erfahren, wie sich die Dienstleistung nach der Kapitalerhöhung weiterentwickelt hat? déi gréng sind der Ansicht, dass noch viel Potenzial vorhanden ist und wir dieses ausschöpfen sollten, indem wir verschiedene Zielgruppen spezifischer ansprechen und die Carloh-Flotte noch besser an die Bedürfnisse der aktuellen und potentiellen Nutzer anpassen. Sowohl in Sachen Kommunikation als auch in Bezug auf die Carsharing-Flotte wären Verbesserungen wünschenswert. Das neue Lokal, in das die Gesellschaft Carsharing Luxembourg einziehen wird, ist größer als das bisherige, doch ist die Sichtbarkeit weniger gut. Wie will die Stadt gewährleisten, dass das Angebot weiterhin für die derzeitigen und die potenziellen Nutzer sichtbar bleibt? Dem Kommissionsbericht ist zu entnehmen, dass die Idee einer Fusion zwischen der Gesellschaft Carsharing Luxembourg und dem nationalen Anbieter Flex aufgeworfen wurde. Gibt es Überlegungen in diese Richtung? Welcher Nutzung soll das Lokal am Standort „Charly’s Gare“ zugeführt werden? Rätin Cathy FAYOT (LSAP): Vor etwa zwei Jahren hat der Gemeinderat einer Kapitalerhöhung zugestimmt. Unsere Fraktion ist nach wir vor von Sinn und Zweck des CarsharingAngebotes überzeugt, kann das Angebot doch zu einer Reduzierung der in der Stadt verkehrenden Autos beitragen. Seit der Kapitalerhöhung haben wir nichts mehr über die Entwicklung des Projektes gehört. Wäre es möglich, in einer Kommissionssitzung Näheres über eine seitdem gezogene Bilanz zu erfahren? Die Idee einer Fusion zwischen den Anbietern Carsharing Luxembourg und Flex ist durchaus nicht abwegig. Dem Kommissionsbericht ist zu entnehmen, dass es sich bei dem neuen Lokal für die Gesellschaft Carsharing Luxembourg S.A. lediglich um eine provisorische Unterkunft handelt, da der Standort umgestaltet werden soll. Rätin Ana CORREIA DA VEIGA (déi Lénk): Ich kann mich den Worten meiner Vorredner nur anschließen. Carsharing ist ein wichtiges Angebot. Carsharing trägt dazu bei, dass weniger Autos den öffentlichen Raum besetzen. Die Idee einer Fusion zwischen der Gesellschaft Carsharing Luxembourg und dem nationalen Anbieter Flex wurde bereits von déi Lénk vorgebracht. Es macht in der Tat wenig Sinn, dass zwei Anbieter auf dem Gebiet der Stadt Luxemburg dieselben Dienste anbieten. Hinzu kommt, dass Flex-Nutzer gegen Aufpreis nicht an feste Abhol- oder Rückgabestationen gebunden sind. déi Lénk wünschen sich eine „sharingeconomy“ im großen Stil, dies nicht nur auf Autos bezogen, sondern auch auf Cargo-bikes. In Luxemburg-Stadt gibt es viele Einwohner, die nicht über eine Garage verfügen, weshalb ein solches Angebot einen Mehrwert darstellen kann. Mir ist aufgefallen, dass es im Bereich von vielen CarlohStationen keine Fahrradständer gibt. Im Sinne der Förderung der Multimodalität wäre es sinnvoll, dies zu ändern. Schöffe Patrick GOLDSCHMIDT: Schöffe Serge Wilmes wird auf die Frage über die künftige Nutzung der „Charly’s Gare“ eingehen. Die Idee von Rätin Correia Da Veiga, in unmittelbarer Nähe zu den Carloh-Stationen Fahrradständer zu installieren, greife ich gerne auf. Ich werde den Vorschlag an die zuständige Dienststelle weiterleiten. Nicht die Stadt Luxemburg, sondern die Gesellschaft Carsharing Luxembourg S.A. ist Anbieter der Dienstleistung Carloh. Die eigens für dieses Projekt gegründete Gesellschaft wird zu 99 Prozent von der Stadt Luxemburg finanziert. 1 Prozent wird vom Software-Anbieter finanziert. Dabei handelt es sich

RkJQdWJsaXNoZXIy NTkwNjU=