VDL_RAPPORT_ANALYTIQUE_08_2021_13_12

674 SITZUNG VOM MONTAG, DEM 13. DEZEMBER 2021 3) Stiftung Jean-Pierre Pescatore - rektifiziertes Budget 2021 und Budgetvorlage 2022 Rektifiziertes Budget 2021 Budgetvorlage 2022 Ordentliche Einnahmen 29.164.000,00 28.197.000,00 Ordentliche Ausgaben 28.562.000,00 27.884.000,00 Ordentliches Resultat 602.000,00 313.000,00 Außerordentliche Einnahmen 3.105.000,00 3.619.000,00 Außerordentliche Ausgaben 5.365.000,00 11.376.000,00 Außerordentliches Resultat –2.260.000,00 –7.757.000,00 Resultat des Rechnungsjahres –1.658.000,00 –7.444.000,00 Das berichtigte Budget 2021 und die Budgetvorlage 2022 der Stiftung J.-P. Pescatore werden bei Enthaltung der Vertreter von déi gréng und déi Lénk gutgeheißen. V. KOSTENVORANSCHLAG Definitives Projekt betr. den Bau einer Fußgänger- und Radfahrerbrücke Cents-Neudorf-Weimershof Der Gemeinderat ist aufgerufen einem Kostenvoranschlag in Höhe von 24.100.000 € (sämtliche Kosten inbegriffen) für den Bau einer Fußgänger- und Radfahrerbrücke Cents/Neudorf/ Weimershof zuzustimmen. Die neue Brücke, die das Plateau von Cents mit dem Kirchberg-Plateau verbinden soll, wird in der Breite eine Nutzfläche von 4,5 m aufweisen. Länge der Brücke: 200 m. Die Brücke ist ausschließlich für sanfte Mobilität vorgesehen, wobei sich Fußgänger und Radfahrer die verfügbare Fläche teilen werden. Im Stadtteil Cents schließt die Überführung an die Rue Tawioun an, in Weimershof erfolgt der Zugang über die Rue des Bleuets. Der Aufzugschacht bildet nicht nur in gestalterischer Hinsicht eine separate Einheit, sondern ist auch baulich von der Überführung getrennt. Die beiden Baukörper stehen vier Meter voneinander entfernt und jeder hat sein eigenes Erscheinungsbild. Trotzdem stehen sie in einem Dialog miteinander. Der schlanke, helle Pfeiler der Überführung entfaltet einen klaren Kontrast zum dunkleren, rechteckigen Aufzugsschacht mit seinem monolithischen Erscheinungsbild, das an einen Glockenturm erinnert. Mit ihrer jeweils eigenen Identität verstärken die beiden Baukörper im Kontrast zueinander ihre Wirkung und bilden so ein kohärentes Ganzes. Die Form des Aufzugsschachtes ist auf funktionelle Aspekte und die technischen Vorrichtungen zurückzuführen, die für den Betrieb des 50 m hohen Aufzugs nötig sind. Die Aufzugskabine weist zwei gegenüberliegende Türen auf, sodass Radfahrer den Aufzug in eine Richtung betreten und in Vorwärtsrichtung auch wieder verlassen können. Im Stadtteil Neudorf befindet sich die Tür zur Aufzugskabine gut sichtbar gegenüber der Rue de Neudorf, etwas hinten den Mittelpfeiler versetzt. Auf Ebene der Überführung betreten die Fahrgäste beim Verlassen des Aufzugs einen rechtwinklig angeordneten Verbindungsweg zwischen Aufzugsschacht und Überführung. Diese Anordnung bietet den Vorteil, dass die Fußgänger und Radfahrer nach dem Ausstieg freie Sicht auf die Überführung und den dort herrschenden Verkehr haben, bevor sie selbst ihren Weg fortsetzen. Der Verbindungsweg dient auch als Wartebereich für die Fahrgäste, die den Aufzug nach unten nehmen wollen. Er ist als Auskragung mit Glasboden ausgeführt und bietet einen herrlichen Ausblick über die Oberstadt und die charakteristische Silhouette der Kathedrale mit ihren Türmen. Damit die Fahrgäste die wunderschöne Aussicht auch vom Aufzug aus genießen können, verfügt die Kabine auf der Westseite über eine vollständig verglaste Wand, die den Blick auf die Stadt entlang der Achse der Rue de Neudorf freigibt. Der Vorplatz des Aufzugs im Tal, der an die Rue de Neudorf anschließt, fungiert als Verbindungsstelle für sehr unterschiedliche Teile des Stadtviertels, das sich an die bewaldeten Hänge des Tals schmiegt. Mit dem Mittelpfeiler und dem von der Straße etwas zurückversetzten Aufzugsschacht bildet der Vorplatz eine Öffnung hin zum Nordhang des Tals. Entlang des Vorplatzes wird eine Bushaltestelle eingerichtet. Im Bereich des Vorplatzes wird eine Vel’OH-Station eingerichtet. Der Platz wird den Charakter eines Ortskernplatzes haben, mit Bänken, Bäumen, einem Kinderspielplatz. An den Zugängen zur Überführung werden neue öffentliche Plätze angelegt. Zur Seite des Stadtteiles Weimershof wird entlang des Zufahrtsweges ein Ruhe- und Wartebereich geschaffen, von wo aus man die schöne Aussicht genießen kann. Zur Seite des Stadtteiles Cents wird ein öffentlicher Platz geschaffen. Von dort aus sind Spaziergänge zu den Landschaftsgärten, den bestehenden Spazierwegen oder zum Obstgarten möglich. Im berichtigten Budget 2012 werden 1.000.000 Euro (sämtliche Kosten inbegriffen) im Artikel 4/621.00.12/221313. 43.19030 (Dienststelle „Ouvrages d’Art“) eingeschrieben. Im außerordentlichen Budget 2022 werden im gleichen Artikel 1.000.000 Euro (sämtliche Kosten inbegriffen) eingeschrieben. Die Restsumme in Höhe von 22.100.000 Euro (sämtliche Kosten inbegriffen) wird im außerordentlichen Budget des Rechnungsjahres 2023 und nachfolgenden im entsprechenden Artikel der Dienststelle „Ouvrages d’Art“ verbucht. Rätin Elisabeth MARGUE (CSV): Der Gemeinderat ist aufgerufen, dem definitiven Projekt zum Bau einer Radfahrer- und Fußgängerbrücke Cents-Neudorf-Weimershof zuzustimmen. Heute war viel von Wohlbefinden auch im Zusammenhang mit Mobilität die Rede. Die Brücke wird diesem Ziel gerecht. Die 4,5 m breite Brücke (Nutzfläche) garantiert ein Miteinander von Fußgängern und Radfahrern. Die Brücke wird drei Stadtteile miteinander verbinden, Stadtteile, die über den direkten Luftweg nicht weit voneinander entfernt liegen, die derzeit jedoch nicht gut zu Fuß und mit dem Fahrrad zu erreichen sind. Mit dem Bau der Brücke werden die Stadtteile Cents, Neudorf und Weimershof über eine 200 m lange Strecke miteinander verbunden. Im Bereich des geplanten Aufzuges im Stadtteil Neudorf befindet sich eine Bushaltestelle und bis zur nächsten Tramhaltestelle auf Kirchberg ist es nicht weit. Die Struktur der Brücke ist so schlank und elegant wie möglich, um das Landschaftsbild so wenig wie möglich zu beeinträchtigen. In der technischen Kommission wurde die Frage nach dem Impakt der Brücke auf die Umwelt aufgeworfen. Vom Büro „natur&ëmwelt“ und einem anderen privaten Fachbüro wurden Studien durchgeführt. Diese Studien sind zu dem Ergebnis gelangt, dass die Brücke für die Tierwelt nicht problematisch sei. DE

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