VDL_RAPPORT_ANALYTIQUE_08_2021_13_12

667 DE SITZUNG VOM MONTAG, DEM 13. DEZEMBER 2021 nicht so schnell umsetzen, wie wir es uns wünschen. Schöffe Wilmes hat in diesem Zusammenhang das Projekt „Centre de Merl“ erwähnt und auf die prozeduralen Probleme hingewiesen, die dazu führen, dass Projekte ausgebremst werden. Beim Projekt „Schule Kiem“ haben wir ganze neun Monate auf eine Antwort des Ministeriums gewartet, um überhaupt die Baustelle einrichten zu können. Wenn wir dann Kritiken hören, die einfach nicht gerechtfertigt sind, kann dies sehr wohl den Blutdruck steigen lassen. Ich versuche, die Faktenlage ruhig darzulegen. Die Zahlen sprechen für sich und zeigen, dass die Prozeduren überarbeitet werden müssen. Diese Notwendigkeit zusammen festzustellen, ist der beste Weg, um Verbesserungen herbeizuführen. Die Stadt Luxemburg zählt auf den heutigen Tag 128.480 Einwohner. 2021 waren 166.449 Arbeitsplätze auf dem Territorium der Stadt Luxemburg angesiedelt. Diese Arbeitsplätze werden lediglich zu einem Drittel von Personen besetzt, die in der Stadt leben. Hunderttausende pendeln Tag für Tag in die Stadt. Dass uns dies vor große Herausforderungen in der Mobilität stellt, brauche ich Ihnen nicht mehr zu sagen. Wohlbefinden mag jeder für sich selbst anders definieren, doch sind wir uns einig zu sagen, dass sich Wohlbefinden in einer Stadt zuerst auf den Stadtteil dekliniert, in dem man lebt. Gibt es dort Schulen, Sportinfrastrukturen, kulturelle Aktivitäten, Grünflächen? Es zählt zu den Prioritäten dieses Schöffenrates, dafür zu sorgen, dass diese Angebote bestehen. Der Aussage, dass wir die Kultur noch näher an die Menschen bringen müssen, stimme ich zu. Unsere Theater, unsere Museen und unser Konservatorium leisten eine hervorragende Arbeit. In der Pandemie waren sie ständig bemüht, sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen („theatre goes digitial“, „museums go digital“...). Doch wir alle wissen, dass digitale Besuche nie die Freude ersetzen können, Kunst und Theater vor Ort zu erleben. Das Gleiche gilt für die Künstler, die ihre Werke ausstellen, für die Künstler auf der Bühne. Die Initiative einer engen Zusammenarbeit mit dem „Kinneksbond“ hat kleinen Theatern Auftritte ermöglicht, eine Joint Venture im Sinne der Solidarität. Dieser Initiative wurde der „Prix de l’innovation artistique Covid 2020“ verliehen. Es wurden zudem 8 Aufträge an Künstler erteilt. Die Produktion von Theaterstücken, Tanz-Performances, Konzerten braucht Zeit. Den Künstlern hat der Kontakt zum Publikum gefehlt. Unsere Kulturinstitutionen tun ihr Möglichstes, um langsam aber sicher wieder zu einer Art Normalität zurückkehren zu können. Anlässlich der Einweihung des neuen Stadions waren junge Sportler eingeladen. Dem Aufruf des Konservatoriums, dass sich junge Sängerinnen und Sänger der Chöre des Konservatoriums melden können, um den musikalischen Rahmen der Einweihung zu gestalten, waren innerhalb eines Tages 200 Jugendliche gefolgt. Es war das erste Mal seit langem, dass wieder so viele Sängerinnen und Sänger zusammen auftreten konnten. Die Freude war groß. Wir wollen unsere Bemühungen in diesem Sinne fortsetzen. Das „Comité d’art urbain“ lanciert 8 bis 9 Projekte pro Jahr. Die Weihnachtskarten, welche die Stadt Luxemburg in diesem Jahr verschickt, sind das Ergebnis eines solchen Projektes. Die junge Künstlerin Lisa Junius hat drei Türen des CercleGebäudes bemalt. Diese Kunstmotive wurden auf den Weihnachtskarten der Stadt Luxemburg abgebildet. Es wurde nach neuen Standorten für Fotoausstelllungen im öffentlichen Raum Ausschau gehalten (Park Merl, Place de Strasbourg, Place Laurent...). Auf diese Art und Weise kann Kunst zu den Menschen gebracht werden. Am Place de Hollerich kann man Malereien von jungen Menschen entdecken. Junge Menschen aus verschiedenen Altersgruppen sollten malerisch darstellen, wie sie sich unsere Stadt mit einer Trambahn vorstellen. Die Bilder sind sehr schön geworden und ich kann nur jedem ans Herz legen, sich die Bilder anzusehen. Ein Projekt mit dem „Lycée des Arts et Métiers“ sieht das Aufstellen von zwölf Briefkästen vor, die von den Schülern hergestellt wurden. In diese Briefkästen können die Bürger Zettel mit Ideen und Vorschlägen einwerfen, wie das Leben in der Stadt noch angenehmer und erlebnisreicher werden könnte. Im Jahr 1995, als Luxemburg Kulturhauptstadt war, hatten wir die große Chance, 15 Skulpturen von Nikki de St. Phalle ausstellen zu können. Diese Skulpturen sind nicht alle gleichzeitig, sondern zeitversetzt montiert worden. Weil wir alle Skulpturen zusammen einweihen wollten, wurden sie bis zum Tag der Vernissage verhüllt. Eine dieser Skulpturen stand im Innenhof des Centre Alima. Nicht die Schlussprozession der Oktave, die u.a. durch die Rue de la Porte-Neuve führte, war der Grund, warum die Skulptur verhüllt war, sondern weil alle bereits aufgestellten Skulpturen von Nikki de St. Phalle bis zur Vernissage verhüllt blieben. Die Stadt Luxemburg hat damals die Initiative ergriffen, eine der Skulpturen zu erwerben. Die Skulptur, die auf dem Place Hamilius montiert worden war, konnte zum stolzen Preis von 15 Millionen Luxemburger Franken erworben werden. Als Bürgermeisterin der Stadt Luxemburg hatte ich Kontakt zum Post-Direktor und zum BGL-Direktor aufgenommen und vorgeschlagen, die Skulptur gemeinsam zu erwerben. Beide Direktoren waren einverstanden. Mit allen Rednern, die uns eine verantwortungsvolle und vernünftige Politik bescheinigen, kann ich mich nur einverstanden erklären. Der Schöffenrat will eine vernünftige und eine realistische Politik betreiben, eine realistische Politik für alle Menschen dieser Stadt. Die Entwicklung der Kosten behalten wir im Auge, mit dem Ziel, das finanzielle Wohlbefinden dieser Stadt zu erhalten. Wir freuen uns über jede Unterstützung und es freut mich, dass viele Projekte, mit denen wir uns im Gemeinderat befassen, einstimmig gutgeheißen werden, sind doch die Projekte im Interesse und im Sinne des Wohlbefindens der Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt. Änderungsanträge Die von déi Lénk eingereichten Änderungsanträge zum Budget 2022 werden einzeln zur Abstimmung gestellt. 1. Änderungsantrag: « Budget des dépenses ordinaires 612 Logement 3 /611110/ /00000 Loyers et charges locatives de terrain 500.000 Description: Location de terrains privés pour y construire des logements modulaires. A cet effet, un service communal d’information et de conseil est à mettre en place avec les objectifs suivants: –– contact avec les propriétaires de terrains pour la location à long terme (10-15 ans) –– installation de logements modulaires sur ces terrains –– location de ces logements à des tiers. Des logements modulaires pourront aussi être installés sur les terrains appartenant à la Ville. Budget des dépenses extraordinaires 612. Logement /221312/ /99006 Transformations et grosses réparations des bâtiments à usage de tiers 10.000.000

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