VDL_RAPPORT_ANALYTIQUE_08_2021_13_12

661 DE SITZUNG VOM MONTAG, DEM 13. DEZEMBER 2021 weniger Busse den Place Wallis bedienen und über die Rocade de Bonnevoie geführt werden sollten. Dem Place Wallis kommt als zentraler Umsteigeort eine wichtige Bedeutung zu. Hier verläuft auch eine Busspur in Richtung Hauptbahnhof. Busse ohne Busspur über die Rocade de Bonnevoie zu führen, wo niemand wohnt und es häufig staut, wäre nicht im Sinne der Qualität des öffentlichen Transports, zumal die Stadt Luxemburg das Tram-Projekt unterstützt und die Trambahn auch von vielen Menschen, die nicht in der Stadt wohnen, benutzt wird. Wir können den Einwohnern in den Stadtteilen nicht zumuten, dass sie 15 oder 20 Minuten auf den Bus warten und Umwege machen müssen, während die Trambahn im Drei-Minuten-Takt fährt. Die Auslastung der städtischen Busse liegt im Vergleich zu 2019 bei 85 bis 90 Prozent. Wir können keine städtischen Buslinien streichen, weil dies zu Problemen im öffentlichen Transport führen würde. Das Pilotprojekt „Pedibus“ in den Stadtteilen Cents und Belair läuft. Unsere Dienststelle arbeitet bereits an einer Ausdehnung des Projektes. In den kommenden Monaten werden wir den Gemeinderat damit befassen können. Der Schöffenrat setzt sich für die Schaffung einer Radweginfrastruktur in der Avenue Pasteur ein, ein Projekt, das in drei Etappen umgesetzt wird. In einer zweiten Etappe soll der Radweg bis zur Rue Ermesinde führen, womit auch die Wohnungen des Projektes „Autofreies Wohnen“ bedient wären. In einer dritten Etappe soll der obere Teil des Stadtteils Limpertsberg folgen - eine Etappe, die erst umgesetzt werden kann, wenn dort weniger Schulen angesiedelt sein werden. Bis es soweit sein wird, werden wir uns noch 6 bis 8 Jahre gedulden müssen. In meinen Aussagen zu den Fußgängerüberwegen habe ich mich stets auf die Standards aus dem Jahr 2008 bezogen, um zu erklären, warum Verschiedenes heute so ist wie es ist. Selbstverständlich arbeiten wir nach den Standards von heute, Standards, die vom Ministerium vorgegeben werden. Es ist uns jedoch nicht möglich, die Arbeiten zur Anpassung der Fußgängerüberwege an die neuesten Standards an allen Kreuzungen gleichzeitig in Angriff zu nehmen. Dass wir den „Access City Award 2022“ gewonnen haben, zeigt doch, dass wir den Ansatz der Zugänglichkeit für alle verfolgen. Die Perfektion ist nicht von dieser Welt, doch geben wir Tag für Tag unser Bestes, um weitere Verbesserungen zu erreichen, dies auch bezüglich der Sicherheit der Kreuzungen. Unserer Analyse zufolge trifft es nicht zu, dass mehr als 500 Kreuzungen nicht konform wären. Im kommenden Jahr werden wir uns in einer weiteren Sitzung der Mobilitätskommission mit der Sicherheit der Kreuzungen befassen. déi gréng kritisieren erneut die im städtischen Park für Radfahrer und Fußgänger eingeführten Regelungen. Muss ich daran erinnern, dass déi gréng, als sie im Schöffenrat saßen, nichts unternommen haben, um im Park für mehr Sicherheit sowohl für die Fußgänger als auch für die Radfahrer zu sorgen? Anfang kommenden Jahres werden wir ein Projekt über einen Radweg in beide Richtungen auf dem Bd. Prince Henri vorstellen. Unser Wunsch ist es, dass das Ministerium endlich den Bau des Boulevard de Merl in Angriff nimmt. Wäre der Boulevard de Merl fertiggestellt, könnten wir auch in der Rue des Aubépines Maßnahmen im Sinne einer zusätzlichen Sicherheit für die Radfahrer ergreifen. Die Stadt Luxemburg unternimmt viel im Interesse der Fußgänger, Radfahrer und des öffentlichen Transports (Bus, Tram). Dies ist uns wichtig. Fakt ist jedoch, dass viele Menschen weiterhin auf ein Auto angewiesen sind. Die Technologie macht Fortschritte, die Autos werden immer sauberer. Dies verhindert jedoch nicht, dass wir weitere Straßen brauchen und daher ist es wichtig, dass wir auch in diesem Bereich investieren. Die Bilanz über die Fahrradstraßen wurde erstellt und der Schöffenrat wollte sich im November mit den Schlussfolgerungen befassen. Wer uns vorwirft, wir würden nicht genug tun und nicht schnell genug arbeiten, hat keine Ahnung, wie viele Stunden der Schöffenrat arbeitet und zusammensitzt. Wir hoffen, uns im Januar 2022 mit der Bilanz bezüglich der Fahrradstraßen sowie der Rechtsabbieger-Maßnahmen für Radfahrer befassen zu können. Der 22. September ist der internationale autofreie Tag. Die Organisation eines autofreien Tages ist einfacher, wenn dieser Tag auf einen Samstag oder einen Sonntag fällt. Im kommenden Jahr wird der 22. September ein Donnerstag sein. Ich sehe schlecht, wie sich verkehrstechnisch mitten in der Woche ein autofreier Tag organisieren ließe. Die Bemerkung, dass Umsteigepols zu nahe am Stadtzentrum liegen, ist nicht neu. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass wenn die Trambahn weiter rausfährt, vielleicht ein Umsteigepol im Bereich des CHL geschaffen wird. Das Busnetz im urbanen Raum optimal zu organisieren, ist kein leichtes Unterfangen, ist aber zu schaffen. Das Gemeinwohl in der Stadt Luxemburg ist auch abhängig von den vielen Menschen, die täglich in die Stadt kommen, um hier zu arbeiten, wobei nicht alle eine gute Alternative haben, um auf den öffentlichen Transport umzusteigen, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren oder zu Fuß dorthin zu gelangen. Es wäre egoistisch, die Autos aus der Stadt verbannen zu wollen, denn über die Steuereinnahmen, welche durch die zahlreichen Arbeitsplätze auf dem Stadtgebiet generiert werden, freuen wir uns alle. Ich bin daher der Ansicht, dass wir dabei behilflich sein müssen, um für diese Menschen gute nationale und internationale Lösungen zu schaffen, die sie motivieren, auf den öffentlichen Transport umzusteigen. Anstatt der Stadt Luxemburg und unseren Dienststellen dauernd vorzuschreiben, was sie dürfen und nicht dürfen, sollte das Mobilitätsministerium die Herausforderung angehen, nach nationalen und internationalen Lösungen zu suchen. Rätin Bock wünscht sich den Einsatz kleinerer Busse außerhalb der Hauptverkehrszeiten. Dies hieße, dass die Fahrer von großen Bussen, die zu den Hauptverkehrszeiten eingesetzt werden, nach zwei Stunden wieder in die Busgarage fahren müssten, um dann mit einem kleineren Bus dieselbe Linie zu bedienen und später erneut zurückfahren müssten, um für den Abendstoßverkehr wieder mit einem größeren Bus unterwegs zu sein. Organisatorisch ist dies schwer umzusetzen. Wir werden prüfen, inwiefern vielleicht mittelgroße Busse eingesetzt werden können, ob die Kapazitäten während der Hauptverkehrszeiten ausreichend wären bzw. ob sich die Taktung erhöhen ließe. Der Kinderverkehrsplan ist vor einigen Jahren erstellt worden. Die Verkehrsdienstelle hat mir mitgeteilt, dass der Plan im kommenden Jahr angepasst werden soll. Schöffin Simone BEISSEL: Die in der Diskussion aufgeworfenen Fragen zeugen vom Interesse an einer guten Lebensqualität der Bürger. Rätin Margue möchte ich für den interessanten und breitgefächerten Budgetbericht danken. Mein Dank geht selbstverständlich auch an unsere Finanzdirektion, die wie immer gute Arbeit geleistet hat. Im Zusammenhang mit den Baustellen wurden die Themen Organisation, Koordination und Kommunikation angesprochen. Wie können Baustellen optimiert werden? Können Organisation und Koordination von Baustellen weiter digitalisiert werden? Wäre es möglich, Baustellen durch das Anbringen von künstlerisch gestalteten Umzäunungen zu verschönern? Wer sind die verschiedenen Akteure, die an den verschiedenen Baustellen anzutreffen sind? Es sind dies die Stadt Luxemburg, Creos, die staatliche Straßen- und Brückenbauverwaltung, das Postunternehmen, die verschiedenen TV-Betreiber, die privaten Bauunternehmen. Wenn mehrere dieser Akteure

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