VDL_RAPPORT_ANALYTIQUE_08_2021_13_12

659 DE SITZUNG VOM MONTAG, DEM 13. DEZEMBER 2021 Auch der Service Forêts wurde nicht speziell erwähnt. Dort arbeiten über 20 Personen, die ebenfalls eine wertvolle und gute Arbeit leisten. Im kommenden Jahr wird ein Sicherheitsmanagement für die Straßenbäume eingeführt. In Zusammenarbeit mit der staatlichen Forstverwaltung und der Universität Freiburg werden wir ein Projekt im Bereich „Urban Forestry“ durchführen. Ein weiteres großes Projekt, das wir 2022 in Angriff nehmen werden, ist die Neugestaltung des Spielplatzes „Bambësch“. Eine zweite Ausschreibung wird lanciert. Wir hoffen, im Herbst 2022 mit den Arbeiten beginnen zu können. Ich komme nicht umhin, Stellung zu nehmen zu einem von Rat Benoy geäußerten Seitenhieb, der mir gegolten hat. Ich mache keine Partiepolitik, wenn ich ein Video hochlade, nachdem déi gréng Parteipolitik betrieben und dazu beigetragen haben, dass der Stadt Luxemburg während eines Jahres fast keine Genehmigungen erteilt wurden, um ein Projekt umsetzen zu können, nachdem déi gréng Zettel an alle Haushalte im Stadtteil Limpertsberg haben verteilen lassen - eine unnötige Papierverschwendung - und unser Hygienedienst die herumliegenden Flyer wieder einsammeln musste, und nachdem déi gréng versucht haben, die Bürger gegen eine Entscheidung, die im Gemeinderat getroffen wurde, aufzubringen. Den Vorwurf, ich hätte parteipolitisch gehandelt, muss ich entschieden zurückweisen. Ich wende mich weder an die Parteipräsidentin noch an den Premierminister, um zu erfahren, was ich in der Stadt Luxemburg tun darf. Ich kann mich des Eindrucks jedoch nicht erwehren, dass wenn déi gréng etwas unternehmen, dies jedes Mal brav mit der Partei abgesprochen ist. Die Stadt Luxemburg hat ein Grundstück in der Rue François-Sébastien Tinant erworben. Unser Service Forêts würde sich freuen, wenn er die kleine Hütte, die auf diesem Grundstück steht und die in einem schlechten Zustand ist, renovieren könnte, damit sie für die Bedürfnisse der „Bëschspillschoul“ genutzen werden kann. Die Antwort, die wir bisher vom Umweltministerium erhalten haben, lautet „kein öffentlicher Nutzen“. Daher meine Bitte an Rat Benoy, beim Umweltministerium zu intervenieren, damit wir die nötigen Renovierungen vornehmen können - immerhin haben déi gréng es fertiggebracht, donnerstags eine Frage in der Abgeordnetenkammer zu stellen und bereits freitags eine Antwort zu erhalten. Wenn Sie von Parteipolitik reden, möchte ich auch daran erinnern, dass der Vertrag, den die Gemeinde Differdingen mit einer Sicherheitsfirma abgeschlossen hatte, aufgekündigt werden musste. Und als der Staat gestern am Bahnhof Bettemburg eine neue Infrastruktur einweihte, war es nicht ein Vertreter der Regierung, der eine Rede hielt, sondern die grüne Mobilitätsschöffin Josée Lorsché. Ich kann demnach nicht hinnehmen, wenn Rat Benoy mir Parteipolitik vorwirft. Ich möchte déi gréng bitten, zuerst vor ihrer eigenen Tür zu kehren. Umwelt. Rat Galles hat einen Umstieg auf wasserstoffgetriebene Busse angesprochen. Einen solchen Umstieg haben wir auf dem Radar. Der Einsatz von Wasserstoffbussen erfolgt derzeit im Rahmen von Pilotprojekten, um die Machbarkeit eines Umstiegs auf Wasserstoffbusse zu prüfen. Die Stadt Luxemburg hat sich auf internationalen Kongressen diesbezüglich informiert. In ein Forschungsprojekt einzusteigen, macht derzeit keinen Sinn, weil wir nicht über die nötigen Ressourcen verfügen. Die Auflagen, die bei der Installation einer Wasserstofftankstelle zu respektieren sind, sind sehr hoch gesteckt, weshalb eine solche Tankstelle wohl eher nicht auf dem Territorium der Stadt Luxemburg entstehen wird. Dies verhindert nicht, dass wir den Staat in seinem Willen, eine Wasserstofftankstelle zu errichten, unterstützen. Wir werden die Entwicklung von Fahrzeugen mit Wasserstoffantrieb weiterhin verfolgen. Rat Benoy hat viele Fragen den Umweltbereich betreffend aufgeworfen. Ich werde versuchen alle Fragen zu beantworten, ohne jedoch, wie Rat Benoy, 50 Minuten Redezeit in Anspruch zu nehmen. Die Strategie in Sachen Biodiversität liegt in der Kontinuität der seit 2009 verfolgten Politik. Hinzugekommen ist im Jahr 2021 eine Auswertung des ökologischen Wertes bestehender Biodiversität-Flächen. Im kommenden Jahr werden uns die Schlussfolgerungen darüber vorliegen, wie Biodiversität-Flächen ausgedehnt werden können, sowie Einzelheiten über die Kriterien und die anzuwendenden Bewirtschaftungsmethoden. In der Entwicklung eines jeden Urbanismusprojektes wird dem Thema Biodiversität eine große Bedeutung beigemessen. Im Rahmen der Projekte „Parkanlage Gasperich“, „Renaturierung Petrussbach“, „Porte de Hollerich“, „Langfuur“ und Wohnungsbauprojekt „Route d’Arlon“, um nur diese zu nennen, wird dem Aspekt „Biodiversität“ Rechnung getragen. Das Thema „Steingärten“ wurde angesprochen. Fakt ist, dass das Anlegen von Steingärten aufgrund einer Formulierung im geltenden Bautenreglement bereits heute verboten ist. Die Vorstellung des Umweltaktionsplanes im Gemeinderat sowie die Behandlung anderer Umweltthemen war für Dezember 2021 vorgesehen. Angesichts der Fülle an Themen und weil es mir wichtig war, diese ausführlich im Gemeinderat diskutieren zu können, habe ich die Kollegen im Schöffenrat gebeten, diesen Punkt erst im Januar 2022 im Gemeinderat zu behandeln. Der Umweltaktionsplan konnte erst im November 2021 definitiv fertiggestellt werden, da verschiedene Daten gefehlt hatten. Am Klimakonzept wurde viel gearbeitet. Drei bis vier Personen arbeiten an diesem Konzept. Ich hätte mir gewünscht, dass man bereits vor zwölf Jahren den Personalbestand der Dienststelle des Umweltbeauftragten aufgestockt hätte. Das Arbeitspensum ist groß und ich muss auch darauf achten, dass die Mitarbeiter kein Burnout erleiden, weil sie an 20 verschiedenen Themen gleichzeitig arbeiten müssen. Die Arbeiten zur Entwicklung eines Klimakonzeptes gehen gut voran. Die CO2-Emissionen der Gemeindeverwaltung sowie die CO2-Emissionen auf dem Territorium der Stadt Luxemburg insgesamt wurden ermittelt. Einsparpotenziale pro Sektor wurden berechnet. Auch diese Ergebnisse werden vorgestellt. Ein Wärmekataster 2021 wurde erstellt. Die Einrichtung einer zentralen Datenbank wurde in die Wege geleitet. Sektorale Ziele und Ansätze zu deren Erreichung wurden ermittelt. Die Fortschritte im Bereich „Klimateam“ werden 2022 vorgestellt, zusammen mit den Vorschlägen in Bezug auf Subventionen, die als erste Stufe im Rahmen des Klimakonzeptes lanciert werden sollen. Das Solarkataster wird überarbeitet. Sensibilisierungskampagnen werden durchgeführt. Im Rahmen des Mobilitätsplanes sollen weitere Einsparungspotenziale ermittelt werden. Begrünung, um Hitzeinseln zu vermeiden, sowie Anpassung der Bepflanzungen an Hitze und zunehmende Trockenheit sehen wir ebenfalls als prioritär an. Wir versuchen diesen Aspekten in allen Projekten Rechnung zu tragen. Im Jahr 2022 soll ebenfalls ein Überschwemmungskonzept vorliegen. Die Stadt Luxemburg hat den Klimapakt 2.0 unterzeichnet. Im Jahr 2021 hat es Ungewissheiten gegeben, weil das Gesetz mit großer Verspätung in Kraft getreten ist. Der Hinzuziehung eines externen Klimaberaters wurde seitens der Regierung stattgegeben, sodass wir mit Beginn des Jahres 2022 sofort damit beginnen können, die vorgeschriebenen Ziele anzugehen. Die Stadt Luxemburg hat 2021 den Beitritt zum Naturpakt unterzeichnet. Unser interner Naturparkberater ist auch „gestionnaire des espaces naturels“. Die ersten Fortbildungskurse haben vergangenen Donnerstag in Zusammenarbeit mit dem

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