VDL_RAPPORT_ANALYTIQUE_08_2021_13_12

657 DE SITZUNG VOM MONTAG, DEM 13. DEZEMBER 2021 gemacht, dass lediglich eine einzige Person sich für einen Einsatz von privaten Sicherheitsfirmen ausgesprochen habe. Ich für meinen Teil habe festgestellt, dass eine große Majorität der anwesenden Personen die Frage „Sind Sie der Meinung, dass weiterhin private Sicherheitsfirmen im Bahnhofsviertel eingesetzt werden sollen?“ durch Handheben bejaht haben. Rat Foetz ist kein unsympathischer Zeitgenosse und kann auf eine lange politische Vergangenheit zurückblicken. Er war Mitglied der kommunistischen Partei, um dann der Partei déi Lénk beizutreten. Als Rat Foetz die Politik des Schöffenrates mit einem Bummelzug verglichen hat, hat das mich fast vom Stuhl gehauen, denn in jenen Ländern, für welche die politische Bewegung von Rat Foetz große Sympathien hegt - Länder wie Kuba und Venezuela -, gibt es noch nicht einmal einen Bummelzug. Rat Foetz wirft dem Schöffenrat vor, die Ausgaben im Budget zu überschätzen, und sagt gleichzeitig, dass der Schöffenrat nicht genügend investiere. Der Schöffenrat hat den politischen Willen, maximal zu investieren. Wenn es damit nicht immer wie gewünscht klappt, ist dies nicht die Schuld des Schöffenrates. Warum dem so ist, dass wir am Ende eines Jahres manchmal hingehen und im berichtigten Budget eingeschriebene Beträge nach unten revidieren müssen, darauf bin ich bereits eingegangen. Am politischen Willen, zu investieren, mangelt es auf keinen Fall. Rat Radoux hat sich nach den noch offenstehenden Posten erkundigt. Derzeit sind 212 Posten nicht besetzt, davon 68, die im Laufe des ersten Trimesters 2022 besetzt werden können. Es wurde bereits darauf hingewiesen, dass es nicht immer so einfach ist, für jeden Posten die geeignete qualifizierte Person zu finden. Schöffin Colette MART: Vorab möchte auch ich Budgetberichterstatterin Elisabeth Margue für ihren interessanten Bericht, unserem Finanzdienst und auch allen Mitgliedern der Finanzkommission für ihr Engagement danken. Die verschiedenen Fragen und Bemerkungen habe ich nach Themen zusammengefasst: Infrastrukturen, Konkurrenz zwischen der öffentlichen Schule und privaten und internationalen Schulen, Wartelisten der Schulfoyers, Zusammenarbeit zwischen Schule und Schulfoyer, inklusive Schule und Pedibus. Infrastrukturen. Es wurde bereits viel über die Schule Gare diskutiert und manche Ratsmitglieder haben kritisiert, dass ein neuer Schulcampus wohl erst in zehn Jahren bereitstehe. Fakt ist, dass im Bahnhofsviertel keine Dringlichkeit besteht, um schnell zusätzliche Räumlichkeiten für die Schule, den Sport und die Schulfoyers zu schaffen. Das Gebäude in der Rue du Commerce hätte alle Kinder, die zurzeit eingeschult sind, aufnehmen können. Im Bahnhofsviertel haben wir ein Schulschwimmband, eine Sporthalle sowie ein Schulfoyer, die 2007 eingeweiht wurden. Außerdem haben wir die Schule in der Michel Welter, die derzeit von relativ wenigen Kindern besucht wird. Bis zur kompletten Umsetzung des Projektes „Porte de Hollerich“ werden noch viele Jahre vergehen, sodass uns genügend Zeit für Planungen bleibt. Eine Gemeinde soll prinzipiell entsprechend ihren Bedürfnissen bauen und vernünftig mit den Steuergeldern umgehen. Es sei hier unterstrichen, dass nirgends auf dem Gebiet der Stadt Luxemburg ein Mangel an Schulraum besteht, mit Ausnahme des Viertels Kiem, wo wir auf Foyer-Räume ausgewichen sind. Als Folge davon werden die Kinder, die ein Schulfoyer besuchen, in die Foyers nach Eich und Neudorf gefahren. Es handelt sich um eine Notlösung, die jedoch viele Eltern beruhigt hat. In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass bereits seit langen Jahren Kinder mit dem Bus in Schulfoyers gefahren werden. Die Kinder aus der Schule Rue Gaston Diderich wurden lange Zeit ins Schulfoyer Merl gefahren. Heute werden sie mit dem Bus in das Foyer Rue Charles IV gefahren. Die Kinder der Schule Kiem werden ins Schulfoyer Eich gefahren. In den vergangenen fünf Jahren konnten wir eine Reihe von neuen modernen Schulbauten einweihen. Unsere alten Schulgebäude sind Teil unseres architektonischen Patrimoniums und haben den großen Vorteil, dass sie mit ihren dicken Mauern Hitze und Kälte abhalten. Ein altes Schulgebäude bedeutet nicht, dass eine Stadtteilschule nicht attraktiv ist. Selbstverständlich gibt es heute neue Generationen von Schulhöfen, doch muss deren Bau auch bautechnisch möglich sein. So war eine andere Gestaltung beispielsweise im Schulhof in Rollingergrund nicht möglich, da sich der Schulhof über einem großen Festsaal befindet und statisch nicht zu stark belastet werden konnte. Die Schule Gare und auch die Schule Rue Demy Schlechter würden in der Tat durch grünere Schulhöfe an Attraktivität gewinnen. Wir arbeiten daran. Was den Bereich „inklusive Schule“ angeht, sind wir gut aufgestellt, auch wenn dies nicht unbedingt der Verdienst der Gemeinde, sondern vielmehr der Regionaldirektion ist. Für Kinder mit spezifischen Bedürfnissen wird sehr viel getan und die öffentliche Schule ist in diesem Bereich viel besser aufgestellt als die Privatschulen. Die Heterogenität der Schulbevölkerung, die „primo-arrivants“, die das ganze Jahr über zu den Klassen stoßen, Kinder mit spezifischem Förderbedarf: Dies alles sind Herausforderungen, denen sich das Schulpersonal stellen muss, und ich kann Ihnen versichern, dass es sich große Mühe gibt. Die Regionaldirektion beweist ebenfalls großes Engagement und ich weiß nicht, was wir da noch mehr machen könnten. Ich spüre ein großes Engagement im Interesse aller Kinder, dies sowohl beim Lehrpersonal, bei der Regionaldirektion als auch bei den Dienststellen und dem Schöffen- und Gemeinderat. Unsere Technolink-Dienststelle stellt sämtliche technischen Mittel zur Verfügung, die beim Unterrichten von Kindern mit spezifischem Förderbedarf helfen können. Es wurde kritisiert, dass die Schulkinder oft mit Bussen zum Schulsport oder zum Schwimmunterricht gefahren werden müssen. Wir können nicht für jede Schule mit 100 bis 300 Kindern ein Schwimmbad bauen. Wir bauen im Verhältnis zu unseren Bedürfnissen. Im Stadtteil Cents wird demnächst ein neues Schwimmbad in Betrieb genommen. Es ist geplant, in Dommeldingen ein Schwimmbad und in Cessingen eine Sporthalle zu bauen. Für Gasperich gibt es noch keine konkreten Pläne, doch bestehen dort in puncto die Schulräumlichkeiten auch keine wirklichen Engpässe. Ich habe eine Tabelle auf die Plattform des Gemeinderates setzen lassen, aus der hervorgeht, zu wie viel Prozent die Schulfoyers ausgelastet sind. Mit Ausnahme des Stadtteils Kiem fehlt es nirgends an Platz. In verschiedenen Foyers liegt die Auslastung bei 90%, so z.B. in Eich, wo bekanntlich auch die Kinder der Schule Kiem aufgenommen wurden. Es ist demnach nicht so, dass wir zu klein planen würden, allerdings steht nicht genügend Personal zur Verfügung. Derzeit sind 50 „éducateur“-Posten nicht besetzt. Wegen Schwangerschaften und der Pandemie haben wir einen hohen Personalausfall. Dies führt dazu, dass wir Wartelisten nicht abbauen können. Mit der Einführung des Gratis-Angebotes dürften die Wartlisten noch länger werden, da unsere Gesellschaft die Anstrengung, Kinder zunehmend außerhalb der Familie zu betreuen, bis dato nicht schafft. Hier handelt es sich um das Problem einer ganzen Gesellschaft, auch von Privatkrippen und anderen Gemeinden. Meinen Informationen zufolge stehen 1.500 Kinder auf der Warteliste der Gemeinde Esch/Alzette. Es ist sehr schwierig, Personal zu finden, und es

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