VDL_RAPPORT_ANALYTIQUE_07_2021_10_12

626 SITZUNG VOM FREITAG, DEM 10. DEZEMBER 2021 von Privat- und Berufsleben) wird diese Arbeitsweise vom Personal geschätzt, sodass davon auszugehen ist, dass auch nach der Pandemie vermehrt Anträge auf Telearbeit gestellt werden. Auf technischer und organisatorischer Ebene gibt es in Bezug auf einige Aspekte noch Verbesserungsbedarf (Leistung, Zugänglichkeit, Kommunikation mit dem Team und Teamarbeit, Regeln für die Anwesenheit im Büro usw.). Nicht zu vernachlässigen sind jedoch die Auswirkungen der Telearbeit auf den Zusammenhalt des Teams, die Teamführung und kreative Prozesse – Aspekte, bei denen die Telearbeit die Beschäftigten vor beträchtliche Herausforderungen stellt. Die Umfrage hat jedoch auch gezeigt, dass den Befragten diese Einschränkungen bewusst sind, und zwar sowohl den Verantwortlichen der Dienststellen als auch Beschäftigten, die nicht in leitender Position tätig sind. Zu den Empfehlungen der Arbeitsgruppe, die für die Auswertung der Umfrageergebnisse zuständig war, zählten eine eventuelle Festsetzung der Höchstdauer der Telearbeit auf zwei Tage pro Woche, eine Festlegung der Modalitäten, der Überwachung und der Regeln entsprechend den übertragenen Aufgaben vor Beginn der Telearbeit, eine technische Schulung im Umgang mit der für die Telearbeit benötigten Ausstattung und den Arbeitswerkzeugen (Software für Videokonferenzen, Softphone, Sharepoint, VPN-Verbindungen usw.) zusätzlich zur bestehenden Schulung sowie Anpassungen des Zeiterfassungssystems. Nicht zuletzt leistete die Telearbeit einen wesentlichen Beitrag zur Aufrechterhaltung der Dienste der Gemeindeverwaltung während der Gesundheitskrise, ohne die Beschäftigten den pandemiebedingten Gesundheitsrisiken auszusetzen. 7. Telearbeit nach der Gesundheitskrise Die Ergebnisse der 2020 durchgeführten Umfrage gaben Anstoß zur Ausarbeitung einer neuen Dienstordnung für die Zeit nach der Gesundheitskrise und werden sicher in diese Regelungen einfließen. Es sind aber auch die künftige Entwicklung der nationalen Vorschriften zur Telearbeit, die Erwartungen und Einschränkungen der städtischen Dienststellen sowie die langfristige Vision des Schöffenrats zu diesem Thema zu berücksichtigen. Um zusätzliche Informationen einzuholen und die künftigen Modalitäten der Telearbeit zu optimieren, wurde in der Zwischenzeit eine weitere Umfrage unter den Leitern der Dienststellen sowie den Mitgliedern des Schöffenrats durchgeführt. Bevor eine Neufassung der Dienstordnung bezüglich Telearbeit erfolgen kann, müssen die Ergebnisse dieser Umfrage dem Schöffenrat noch zur Diskussion und Beschlussfassung vorgelegt werden. Da die Gesundheitskrise aktuell noch immer nicht ausgestanden ist und die neue Dienstordnung erst für die Zeit nach der Pandemie gelten soll, wurde ab dem 15. Juli 2021 eine Übergangsregelung eingeführt, die in Kraft bleibt, bis die Umstellung von den speziellen, seit dem 15. März 2020 aufgrund der Coronavirus-Pandemie geltenden Telearbeitsmaßnahmen auf die neue Regelung erfolgen kann. Diese Stellungnahme beruht auf Artikel 25 des Gemeindegesetzes sowie auf Artikel 9 § 6 der Geschäftsordnung des Gemeinderats der Stadt Luxemburg und gilt von nun an als schriftliche Antwort auf die gestellte Frage. Sie wird im analytischen Bericht und auf der Website der Stadt Luxemburg veröffentlicht.“ DE

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