VDL_RAPPORT_ANALYTIQUE_07_2021_10_12

625 DE SITZUNG VOM FREITAG, DEM 10. DEZEMBER 2021 Auf der Grundlage der Ergebnisse dieser im Juli 2020 durchgeführten Umfrage, bei der 343 Personen befragt wurden, können die meisten Ihrer Fragen beantwortet werden. 1. Dienststellen und Aktivitäten, in bzw. bei denen 2020 Telearbeit in Anspruch genommen wurde Die Umfrage hat gezeigt, dass im Jahr 2020 in 49 von 54 Dienststellen oder Direktionen zumindest eine Person im Homeoffice tätig war. Der Service Technologies de l’information et de la communication (TIC) hat jedoch für jede städtische Dienststelle zumindest einen VPN-Zugang eingerichtet. In Anspruch genommen wurde die Telearbeit zwischen dem 16. März und dem 24. Juni 2020 von Bediensteten aus verschiedenen Bereichen, darunter unter anderem: Verwaltungsangestellte aller Art, sozialmedizinisches Assistenzpersonal, Erziehungs- und Betreuungskräfte, Dienststellenleiter, Verantwortliche, Beschäftigte der Telefonzentrale, des IT-Supports und des Sekretariats, Analysten, Front- und Backoffice- Mitarbeiter, Buchhaltungskräfte, Übersetzungspersonal, Netzwerkleiter, Koordinatoren und IT-Entwickler. 2. Zur Verfügung gestellte Ausstattung und Software 77,6% der Befragten gaben an, dass ihnen während des Lockdowns ein VPN-Zugang zur Verfügung stand; etwa die Hälfte der Befragten verfügte über einen Computer der Stadt Luxemburg, die restlichen Beschäftigten verwendeten ihren eigenen Computer. 38% der Teilnehmenden stand laut eigenen Angaben ein Diensthandy zur Verfügung und 9% ein Softphone. Die meisten Beschäftigten (etwa 54% der Befragten) mussten jedoch im Rahmen der Telearbeit ihr privates Handy oder Festnetztelefon nutzen. Es ist anzumerken, dass die Stadt Luxemburg ihren Bestand an Laptops seit der Durchführung der Umfrage erheblich aufgestockt hat, sodass nun einem Großteil der Nutzer ein Dienstlaptop zur Verfügung gestellt werden kann. Im Laufe des Jahres 2020 wurden wegen der CoronavirusPandemie an die 260 Laptops für die Telearbeit bereitgestellt. Vor der Pandemie bestanden 330 VPN-Zugänge, darunter Zugänge für Beschäftigte im Homeoffice, aber auch für den Fernzugriff durch Administratoren und Betreiber von IT-Systemen, insbesondere für die Zwecke des Bereitschaftsdiensts. In den ersten beiden Wochen des Lockdowns richtete die Abteilung Informationssicherheit des Service TIC zusätzlich zu den bestehenden VPN-Zugängen 400 weitere Zugänge ein. Ende Juni 2020 waren es bereits 820 zusätzliche Zugänge. Vor der Pandemie griffen pro Tag etwa 25 Personen gleichzeitig über einen VPN-Zugang auf die Infrastruktur der Stadt Luxemburg zu. Dabei handelte es sich um Bedienstete, die bereits vor der Pandemie im Homeoffice tätig waren. Während des wochenlangen Lockdowns wurde der VPNZugang von durchschnittlich 450 Personen pro Tag genutzt, wobei höchstens 400 Beschäftigte gleichzeitig über unsere VPN-Infrastruktur verbunden waren (gegenüber 25 Personen vor der Pandemie). Dies zeigt, dass sich die Anzahl der Nutzer und der Zugriffe in dieser Zeit beträchtlich erhöht hat. In der zweiten Hälfte des Jahres 2020, also nach dem Lockdown, griffen täglich etwa 80 Personen über VPN auf die städtischen Server zu. 3. Anteil des im Homeoffice tätigen Personals Während des Lockdowns erhöhte sich die Anzahl der Nutzer durchschnittlich auf 280 Personen pro Tag, wobei während der Kernarbeitszeiten gelegentlich bis zu 450 Nutzer gleichzeitig verbunden waren. Ab Mai 2020 verringerte sich diese Anzahl kontinuierlich und erreichte schließlich im August und September 2020 ihren Tiefststand. Ende Oktober/ Anfang November wurde erneut ein beträchtlicher Anstieg auf etwa 200 Nutzer pro Tag festgestellt. 4. Reaktionen der Bediensteten der Stadt auf die Telearbeit Der Umfrage zufolge fühlten sich rund 78% der Befragten wohl oder eher wohl im Homeoffice. Zu den am häufigsten angeführten Vorteilen zählten die positiven Auswirkungen aufgrund des entfallenden Arbeitswegs (Zeitersparnis, weniger Stress), eine verbesserte Konzentration zu Hause aufgrund weniger Arbeitsunterbrechungen sowie eine bessere Arbeitsorganisation und bessere Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben durch erhöhte Flexibilität. Der Mangel an direktem sozialen Kontakt und sozialem Austausch mit Arbeitskollegen sowie eine erschwerte Kommunikation im Team wurden als Hauptnachteile angeführt. Das Feedback der Leiter der verschiedenen Dienststellen und Teams zur Leistung der Beschäftigten im Homeoffice lässt sich wie folgt zusammenfassen: – Am zufriedensten waren die Dienststellen- und Teamleiter mit der Reaktionsschnelligkeit und Verfügbarkeit der Beschäftigten im Homeoffice. Die geringste Zufriedenheit bestand hinsichtlich der Kreativität, gefolgt von der Produktivität der Beschäftigten. – Besonders wichtig erschien den Leitern die Festlegung klarer Richtlinien betreffend Zugänglichkeit, Arbeitszeiten, Vertretung abwesender Kollegen usw. – Die Bereitstellung von Verfahren und Werkzeugen zur Leistungsüberwachung wurde ebenfalls für wichtig erachtet. – Genauso wie die Bereitstellung geeigneter EDV- Ausstattung und Schulungen. Die Beschäftigten erachteten folgende Elemente für die Steigerung ihrer Leistung im Homeoffice als wesentlich: –– geeignete EDV-Ausstattung –– abgetrennter und ruhiger Arbeitsort (wo sie sich ungestört konzentrieren können) –– Internetverbindung und VPN-Zugang –– für die Telearbeit geeignete Arbeitsmentalität und Arbeitsorganisation (Disziplin, klar festgelegte Arbeitszeiten, Engagement und Übernahme von Verantwortung für die eigene Arbeit) –– gute Kommunikation mit Arbeitskollegen, anderen Dienststellen sowie der Dienststellenleitung und gute Zugänglichkeit –– klare Festlegung der Aufgaben, Ziele und Arbeitsverfahren 5. Anteil der Frauen bzw. Männer, die Telearbeit in Anspruch genommen haben An der Umfrage nahmen rund 40% weibliche und 60% männliche Nutzer teil. Unter Berücksichtigung des Anteils der Männer (61,5%) und Frauen (38,5%) an der Gesamtzahl der Beschäftigten können keine großen geschlechtsspezifischen Unterschiede festgestellt werden. 6. Erste Lehren aus der Telearbeit während der Pandemie Nach Auswertung der Umfrageergebnisse durch eine Arbeitsgruppe wurde der Schluss gezogen, dass das Experiment im Allgemeinen positiv verlaufen sei. Aufgrund der erwähnten Vorteile (Verkürzung des Arbeitswegs, bessere Vereinbarkeit

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