VDL_RAPPORT_ANALYTIQUE_07_2021_10_12

624 DE SITZUNG VOM FREITAG, DEM 10. DEZEMBER 2021 SCHRIFTLICH BEANTWORTETE FRAGEN DER GEMEINDERATSMITGLIEDER (JANUAR 2022) 1) Frage von Rat Tom Krieps (LSAP) über das Projekt „Tonicités“ „Bei dem Projekt „Tonicités“, dessen luxemburgische Vertretung im Gebäude „Saint-Jean“ in Belair untergebracht ist, handelt es sich um einen Zusammenschluss der folgenden sechs Städte: Metz, Thionville, Longwy, Arlon, Luxemburg und Esch/Alzette. Während das Städtenetz QuattroPole mit seinem jedes Jahr wechselnden Vorsitz recht dynamisch erscheint, ist das Projekt „Tonicités“ der breiten Öffentlichkeit wenig bekannt. Könnten Sie den Gemeinderat über die vergangenen und künftigen Aktivitäten dieses Projekts unterrichten? Wer fungiert bei diesem europäischen Projekt, das französischsprachige Städte verbindet, als Ideengeber?“ Antwort von Bürgermeisterin Lydie Polfer „Sehr geehrter Gemeinderat, ich antworte gerne auf Ihr Schreiben vom 18. März 2021, in dem Sie eine Frage zum Projekt „Tonicités“ gestellt haben. Bei einer Sitzung im September 2021 hat der Vorstand von „Tonicités“ beschlossen, dass im Rahmen der Zusammenarbeit der Mitgliedsstädte jeweils zwei Städte gemeinsam den Vorsitz übernehmen sollen. Die Städte wechseln sich dabei in einem zweijährigen Rhythmus ab: –– 2022/2023: Luxemburg und Esch-sur-Alzette –– 2024/2025: Metz und Thionville –– 2026/2027: Arlon und Longwy Diese Stellungnahme beruht auf Artikel 25 des Gemeindegesetzes sowie auf Artikel 9 § 6 der Geschäftsordnung des Gemeinderats der Stadt Luxemburg und gilt von nun an als schriftliche Antwort auf die gestellte Frage. Sie wird im analytischen Bericht und auf der Website der Stadt Luxemburg veröffentlicht.“ 2) Frage von Rat Guy Foetz (déi Lénk) über Telearbeit „Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin, aufgrund der Gesundheitskrise wurde in den vergangenen Jahren vermehrt auf Telearbeit gesetzt. So hat die 8. Umfrage des Quality of work Index, die in Luxemburg zwischen Juni und September 2020 von der Arbeitnehmerkammer in Zusammenarbeit mit der Universität Luxemburg und dem Institut für angewandte Sozialwissenschaft infas unter 2364 Beschäftigten durchgeführt wurde, Folgendes ergeben: –– 52% der Teilnehmenden verrichteten ihre Tätigkeit zumindest teilweise in Telearbeit und 57% davon hatten noch nie zuvor von zu Hause aus gearbeitet; –– 33% der Teilnehmenden arbeiteten regelmäßig im Homeoffice; –– im Jahr 2020 nutzten 36% der Verwaltungsangestellten die Möglichkeit der Telearbeit, 2017 waren es im Vergleich dazu nur 10%; –– Acht von zehn Befragten, die 2020 zumindest teilweise von zu Hause aus gearbeitet hatten, würden es begrüßen, ihre Tätigkeit auch nach der Gesundheitskrise zumindest gelegentlich in Telearbeit zu verrichten; In dem Wissen, dass sich nicht jede Tätigkeit für Telearbeit eignet, dass die Anwesenheit der Beschäftigten für die Erbringung hochwertiger Dienste und die Aufrechterhaltung des sozialen Zusammenhalts oftmals unerlässlich ist, und dass das Einverständnis der Beschäftigten eine unbedingte Voraussetzung für die Telearbeit darstellt, würde ich gerne wissen, wie die Stadt Luxemburg das Thema Telearbeit im Rahmen der Coronavirus-Pandemie gehandhabt hat und in Zukunft handhaben will. In Anwendung von Artikel 9 der Geschäftsordnung des Gemeinderats möchte ich dem Schöffenrat deshalb folgende Fragen vorlegen: –– In welchen städtischen Dienststellen und bei welchen Tätigkeiten wurde 2020 die Möglichkeit der Telearbeit in Anspruch genommen? –– Wurden die nötige Ausstattung sowie die nötige Software zur Verfügung gestellt? –– Inwieweit waren die Bediensteten der Stadt Luxemburg in Telearbeit tätig und welches Feedback hat die Stadt von den Betroffenen erhalten? –– Waren Frauen und Männer in gleichem Ausmaß im Homeoffice tätig? –– Konnten bereits erste Lehren aus der Telearbeit während der Pandemie gezogen werden? Wenn ja, welche? –– Will die Stadt Luxemburg auch nach der Gesundheitskrise verstärkt auf Telearbeit setzen? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht?“ Antwort von Bürgermeisterin Lydie Polfer „Sehr geehrter Gemeinderat, ich antworte gerne auf Ihr Schreiben vom 2. Februar 2021, in dem Sie mehrere Fragen zur Telearbeit bei der Stadt Luxemburg während der Coronavirus-Pandemie und zum künftigen Umgang mit diesem Thema gestellt haben. Nachdem ich mich bei der Direction Ressources humaines erkundigt habe, kann ich Ihnen Folgendes mitteilen: Die Stadt Luxemburg verfügt seit 2014 über eine Dienstordnung, die es Verwaltungsangestellten unter bestimmten Bedingungen und unter der Voraussetzung, dass sich die jeweilige Tätigkeit für Telearbeit eignet, ermöglicht, ihre Tätigkeit im Homeoffice zu verrichten. An der Ausarbeitung dieser Dienstordnung waren mehrere Verantwortliche der Gemeindeverwaltung und der Direction Ressources humaines sowie Vertretern beider Stellen beteiligt. Damit Beschäftigte, die ihren Wohnsitz in den Nachbarländern haben, die Möglichkeit der Telearbeit ebenfalls in Anspruch nehmen können, wurde die Dienstordnung 2020 angepasst – selbstverständlich unter Einhaltung der geltenden Steuergesetze und Rechtsvorschriften zur sozialen Sicherheit. Während des Lockdowns von Mitte März bis Ende Juni 2020 waren zahlreiche Beschäftigte im Homeoffice tätig. Dadurch konnte gewährleistet werden, dass unsere Dienste auch während der Pandemie aufrecht erhalten bleiben. Durch diesen Ausnahmezustand entstand ein umfangreicher und höchst interessanter Informations- und Erfahrungsschatz, der als Möglichkeit wahrgenommen wurde, ein umfassenderes Verständnis für die Herausforderungen und Chancen der Telearbeit zu gewinnen. Deshalb beauftragte der Schöffenrat im Juni 2020 das interne Krisenreferat mit der Durchführung einer Umfrage unter den Beschäftigten der Stadt, deren Ziel darin bestand, die Erfahrungen der Beschäftigten mit der Telearbeit im Detail zu erfassen und auszuwerten.

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