VDL_RAPPORT_ANALYTIQUE_07_2021_06_12

560 DE SITZUNG VOM MONTAG, DEM 6. DEZEMBER 2021 Eine lebenswerte Stadt ist eine Stadt, in der Leute sich begegnen. Demnach ist die Förderung der Begegnung der Bürger eine klare politische Priorität. Die Gestaltung von öffentlichen Plätzen, wie z.B. die Neugestaltung des Place de Paris, und die Schaffung von Grünflächen (Beispiel Parkanlage Gasperich) spielen hier eine wichtige Rolle. Die Kinder begegnen sich auf Spielplätzen. Verschiedene flotte Projekte, wie die Neugestaltung des Spielplatzes „Bambësch“ und des Spielplatzes im Park Merl oder die Renovierung des Piratenschiffes im „Stater Park“ werden umgesetzt. Die Stadt Luxemburg bietet neben dem großen kulturellen Angebot auch ein großes Animationsprogramm an. Im Respekt der sanitären Maßnahmen wird dafür Sorge getragen, dass Luxemburg eine lebendige Stadt ist: „Kiermes wéi fréier“, „d’Stad liest“, ..., für jeden ist etwas dabei. Die Stadt Luxemburg unternimmt große Anstrengungen im Sinne einer attraktiven Geschäftswelt. Mit der Förderung von Pop-up-Stores wurde eine neue Dynamik geschaffen und auch private Inhaber von Geschäftslokalen beschreiten immer mehr diesen Weg. Um den Geschäftsleuten in der sanitären Krise zu helfen, hat die Stadt Luxemburg nun bereits seit zwei Jahren auf die Einnahmen aus der Terrassentaxe (285 Terrassen) verzichtet. Im Jahre 2020 hat die Stadt Luxemburg eine Direkthilfe (4.000€ pro Geschäft), sowie über die Aktion „Akaafsbongen“ eine indirekte Hilfe in Höhe von 1.099.000 Euro bereitgestellt. Während des Lockdowns hat die Stadt auf Mieteinnahmen in Höhe von 330.000 Euro aus vermieteten Geschäftslokalen verzichtet. Und selbstverständlich ist uns auch das Wohlbefinden der Kinder sehr wichtig. Die Stadt Luxemburg investiert in den Ausbau der kommunalen Kinderkrippen: Bau einer Kinderkrippe im Stadtteil Cents, Planung einer Kinderkrippe in der Rue Pierre d’Aspelt. Die Kinderkrippen der Stadt Luxemburg zählen derzeit 416 Betreuungsplätze, doppelt so viel wie noch vor zehn Jahren. Auch am Ausbau des Angebotes an Schulfoyers und Schulen wird ständig gearbeitet. Selbst wenn es derzeit noch kein großes Projekt anzukündigen gibt, wird daran weiter gearbeitet, in der Zielsetzung die Wartelisten abbauen zu können. Im Stadtteil Dommeldingen soll ein großer Schulkomplex entstehen und im Bahnhofsviertel könnte eine Schule in der Rue Glesener gebaut werden. Die Stadt Luxemburg investiert auch in die Jugend. Es werden einerseits Subsidien ausbezahlt und andererseits werden Material und Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt. In diesem Zusammenhang sei an den Bau von zwei neuen Scouts Homes in der Rue Gibraltar und in der Rue de la Montagne erinnert. Eine lebenswerte Stadt ist zudem eine Stadt, in der Menschen, denen es weniger gut geht, geholfen wird. Die Dienststellen der Stadt Luxemburg sind ein wichtiger Akteur im sozialen Bereich. In diesem Zusammenhang seien rezentere Projekte, wie die Einführung des Konzeptes „Housing first“ oder die Zurverfügungstellung von gratis Hygieneartikel auf öffentlichen Toiletten erwähnt. Ganz aktuell ist auch die Zusammenarbeit mit der Vereinigung „Inter Actions“ mit der Dienstleistung „A vos côtés“, ein Projekt, das sowohl im Bahnhofsviertel als auch im Stadtteil Bonneweg umgesetzt wird, in der Zielsetzung, vor Ort Konflikte zu entschärfen und den Bürgern zur Seite zu stehen, wenn sie Hilfe brauchen. Wie wir vergangene Woche feststellen konnten, ist das Thema „Sicherheit“ nach wie vor in verschiedenen Stadtteilen sehr aktuell. Untätigkeit kann man der Stadt Luxemburg sicherlich nicht vorwerfen. Im Gegenteil, die Stadt Luxemburg unternimmt alles in ihrer Macht Stehende, um die Situation in den Griff zu bekommen und die Einwohner des Bahnhofsviertels zu unterstützen. Allein kann sie dies jedoch nicht erreichen. In diesem Zusammenhang kommt auch der Urbanisierung eine wichtige Rolle zu: die Neugestaltung des Place de Paris, der Rue de Strasbourg und der Rue de Hollerich sollen dazu beitragen, dass sich wieder mehr Menschen im Viertel aufhalten und niederlassen. Eine lebenswerte Stadt ist auch eine Stadt, in der die Menschen sich sicher, schnell und einfach fortbewegen können. Um hier Verbesserungen herbeizuführen, hat die Stadt Luxemburg die nötigen Schritte zur Erstellung eines Verkehrsentwicklungsplanes in die Wege geleitet. Der Bau einer Fußgänger- und Radfahrerbrücke, die über das Viertel Neudorf führen soll, wird zur Verbesserung der Mobilität beitragen. Der Fokus im Bereich Mobilität soll auf der Gewährleistung eines effizienten öffentlichen Transportes, von sicheren Wegen für die Fußgänger und sicheren Radwegen liegen. Die Installation von LED-Leuchten im Bereich der Fußgängerüberwege wird konsequent vorangetrieben. Der Verkehrsdienst führt derzeit eine Überprüfung der verschiedenen Fußgängerüberwege durch, um zu prüfen, wie sich die Sichtbarkeit der Fußgänger weiter verbessern lässt. Die Installation von versenkbaren Pollern im Stadtzentrum wird die Sicherheit der Fußgänger weiter verbessern. Auch die Absicherung von Radwegen muss weiter vorangetrieben werden. Verschiedene Routen, welche in die Stadt hinein und aus der Stadt hinausführen, wie z.B. die Avenue Marie-Thérèse, müssen in diesem Zusammenhang oberste Priorität genießen. Im Rahmen von Baustellen zur Erneuerung von unterirdischen Netzen soll auch geprüft werden, welche Verbesserungen im Interesse der Radfahrer unternommen werden können. Was den öffentlichen Transport angeht, müssen wir uns Gedanken darüber machen, wie wir die neuen Technologien bestmöglich nutzen können. Die Stadt Luxemburg hat sich bereits an einem Testprojekt mit Wasserstoff-Bussen beteiligt. Die Technologie der Wasserstoffmotoren hat sich seither weiterentwickelt. Es würde demnach Sinn machen, sich erneut mit dem Thema Wasserstoff-Busse zu beschäftigen. Auch auf Ebene der individuellen Mobilität sollte man schnellstmöglich die Planung einer Wasserstofftankstelle auf dem Territorium der Stadt Luxemburg angehen. Eine lebenswerte Stadt ist eine umweltfreundliche Stadt. Die Reduzierung von Müll bzw. die Wiederverwertung von Müll spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. 8,3 Millionen Euro sind für den Beitritt der Stadt Luxemburg zum Syndikat „Minettkompost“ vorgesehen. Damit wird den Bürgern der Stadt Luxemburg eine breitere Palette an Möglichkeiten, Abfall zu recyceln, geboten. In diesem Zusammenhang macht es auch Sinn, darüber nachzudenken, wie weitere Prinzipien der Kreislaufwirtschaft umgesetzt werden können. So könnte man beispielsweise das Projekt eines „Repair Café“ in der Stadt Luxemburg umsetzen. Wieso nicht das frühere Feuerwehrgebäude gelegen Route d’Arlon hierfür nutzen, bis der Teilbebauungsplan „Route d’Arlon“ konkret wird? Die Stadt Luxemburg muss auch intern Anstrengungen unternehmen, um ihren Konsum an Energieressourcen zu reduzieren. Die energetische Renovierung von kommunalen Gebäuden kann hierzu maßgeblich beitragen. Der Schöffenrat hat zudem den Entschluss gefasst, Bürger der Stadt Luxemburg, die auf diesen Weg gehen wollen, finanziell zu unterstützen. Im Budget sind hierfür 1 Million Euro eingeschrieben. Ich gehe davon aus, dass wir hierzu bald weitere Einzelheiten erhalten werden.

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