VDL_RAPPORT_ANALYTIQUE_07_2021_06_12

575 DE SITZUNG VOM MONTAG, DEM 6. DEZEMBER 2021 wie wir dies bereits seit 20 Jahren handhaben. Dort, wo Gebäude nicht über einen Trennsystemanschluss verfügen, müssen wir Misch- und Trennsystem parallel vorsehen. Bei den Niederspannungsleitungen handelt es sich um alte Leitungen, die von der Firma Creos ersetzt werden. Solange Gasleitungen noch gebraucht werden, ist es wichtig, auch die veralteten Gasleitungen zu ersetzen. Schöffin Simone BEISSEL: In einem bestehenden urbanen Umfeld, wo ein Mischsystem existiert, kann, auch aufgrund von EU-Richtlinien und der Auflagen des Wasserwirtschaftsamtes, ein bestehendes Mischsystem nicht systematisch durch ein Trennsystem ersetzt werden. Im Rahmen des vorliegenden Projektes wird das bestehende Mischsystem durch ein neues Mischsystem ersetzt. Parallel dazu wird ein Trennsystem verlegt, was damit zu tun hat, dass es neue Teilbebauungspläne gibt. Um an ein Trennsystem angeschlossen werden zu können, sind zwei Leitungen im Haus erforderlich. Altbauten haben nur einen Rohrzugang. Wenn nun der Eigentümer eines Hauses gelegen Rue de Reckenthal, wo zusätzlich ein Trennsystem verlegt wird, Renovierungsarbeiten an einem Altbau durchführen lässt, kann er, wenn er die Kosten nicht scheut, eine zweite Leitung in seinem Haus verlegen lassen. Der Klimawandel und das Risiko immer längerer Dürreperioden im Sommer können für das Trennsystem katastrophale Auswirkungen haben. Mangelt es an Regen, können Teilchen in der Kanalisation hängenbleiben. In der Kommission haben unsere Fachleute klar und deutlich gesagt, dass das Trennsystem vor dem Hintergrund des Klimawandels kein Allheilmittel darstellt. Beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile. Das Mischsystem hat uns in Luxemburg seit 100 Jahren gute Dienste geleistet. Bei Neubauprojekten gilt, dass Trennsysteme verlegt werden. In Wohnvierteln mit Altbauten werden veraltete Mischsysteme ersetzt und im Rahmen des Möglichen wird, wie in dem vorliegenden Projekt, wo umliegend Neubauten entstehen, zusätzlich ein Trennsystem verlegt, so dass die Neubauten entsprechend den EURichtlinien an das Trennsystem angeschlossen werden. Die abwechselnd auf der rechten und der linken Straßenseite ausgewiesenen Parkstreifen in der Rue de Reckenthal tragen bereits seit Jahren zu einer Verkehrsberuhigung bei. Nach Abschluss der Arbeiten sollen die Parkstreifen exakt dort wieder eingezeichnet werden, wo sie vorher waren. Die Pflanzen in unseren Gewächshäusern werden bereits mit aufgefangenem Regenwasser gegossen. Rätin Linda GAASCH (déi gréng): Ist der Besitzer eines alten Gebäudes bei der Durchführung von Renovierungsarbeiten gehalten eine zweite Leitung für den Anschluss an das Trennsystem verlegen zu lassen? Im Dossier ist die Rede von der Schaffung zusätzlicher Parkstreifen. Bürgermeisterin Lydie POLFER: Am System eines abwechselnd rechts- linksseitigen Anlegens von Parkstreifen ändert sich nichts in der Rue de Reckenthal. Die Breite der Straße würde zudem nichts Anderes zulassen. Rätin Linda GAASCH (déi gréng): Ich habe nach wie vor keine Informationen darüber, wo genau die Parkstreifen hinkommen sollen. Eine Antwort auf die Frage nach dem störenden Parken von Autos auf dem Bürgersteig habe ich ebenfalls nicht erhalten. Bürgermeisterin Lydie POLFER: Ich lade Rätin Gaasch ein, sich den entsprechenden Plan in der Dienststelle anzusehen. Wenn Autofahrer ihr Auto teils auf dem Bürgersteig parken, handelt es sich klar um ein verkehrsordnungswidriges Verhalten, wie wir es leider Tag für Tag auf dem ganzen Gebiet der Stadt Luxemburg feststellen (Parken auf dem Bürgersteig, unberechtigtes Parken auf einem Behindertenparkplatz, zu schnelles Fahren, usw.). Wenn die Polizei Kontrollen durchführt, wird dieses Verhalten bestraft. Was die Frage nach den Renovierungen in und an Altbauten im Zusammenhang mit einem Anschluss an das Trennsystem angeht, wird die Antwort anders ausfallen, je nachdem ob es sich um Kernsanierungsarbeiten oder um leichte Renovierungsarbeiten handelt. Bei einer Kernsanierung wäre eine zweite Leitung für einen Anschluss an das Trennsystem vorzusehen. Das Projekt betr. Infrastrukturarbeiten in der Rue de Reckenthal wird bei Enthaltung der Vertreter von déi gréng und LSAP gutgeheißen. VI. URBANISMUS 1) Denkmalschutz für mehrere Gebäude in der Rue d’Eich, der Rue Auguste Laval und in der Rue Munchen-Tesch Das Kulturministerium beabsichtigt, die Gebäude Nr. 8, 10,12, 14, 16, Rue d’Eich, das Gebäude Nr. 3, Rue Auguste Laval, sowie das Gebäude Nr. 1, Rue Munchen-Tesch, als nationale Denkmäler einzustufen. Alle diese Gebäude gehören der Stadt Luxemburg, die aufgerufen ist, ein Gutachten zu diesem Vorhaben abzugeben. Nach Einschätzung des Service Urbanisme und des Service Bâtiments besitzen die Gebäude Nr. 10, 12, 14 und 16 (ehemalige Schule der Gemeinde Eich und heutiges Schulfoyer) einen hohen architektonischen Wert und sind bereits seitens der Stadt Luxemburg geschützt, sodass für diese Gebäude ein positives Gutachten vorgeschlagen wird. Das Gleiche gilt für das Gebäude Nr. 1, rue Munchen-Tesch, das den Scouts zur Verfügung gestellt wurde. Das Gebäude Nr. 8, rue d’Eich, eignet sich nach Ansicht der Gemeindeverwaltung dagegen nicht für eine Klassierung als geschütztes Denkmal. Die Fassade des Hauptgebäudes (Nr. 8a) hat zwar einen gewissen architektonischen und historischen Wert und ist bereits durch den Flächennutzugsplan geschützt, doch die beiden anderen Gebäudeteile (Nr. 8b und 8c) werden nach mehreren Umbauarbeiten nicht mehr als hinreichend authentisch und vollständig angesehen, um eine Klassierung zu rechtfertigen. Zudem befinden sie sich in einem sehr schlechten Zustand. Auch für das Gebäude Nr. 3, rue Auguste Laval, wird ein negatives Gutachten vorgeschlagen, da eine Klassierung dieses Gebäudes, vor dem sich ein großer Parkplatz befindet, jegliche urbanistische Umgestaltung dieses Teils des Viertels verhindern würde. Bürgermeisterin Lydie POLFER: In der Kommission wurden die nötigen Erklärungen hierzu gegeben. Im Flächennutzungsplan der Stadt Luxemburg sind die Gebäude 8, 10,12, 14, 16, Rue d’Eich und 1, Rue Munchen-Tesch in einem „secteur protégé des ensembles sensibles“ gelegen und sind damit bereits geschützt. Im Gebäude Nr. 8, Rue d’Eich, das sich im Besitz der Stadt Luxemburg befindet, war ein „Night Shelter“ des Luxemburger Roten Kreuzes untergebracht. Dass dieses Gebäude in einem „secteur protégé des ensembles sensibles“ gelegen ist, rechtfertigt sich aufgrund des Äußeren des Gebäudes. Die Absicht des Ministeriums, das Gebäude als nationales Denkmal einzustufen, schießt aber über das Ziel

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