VDL_RAPPORT_ANALYTIQUE_07_2021_06_12

574 DE SITZUNG VOM MONTAG, DEM 6. DEZEMBER 2021 bei ihrer Ministerin zu verwenden. Die Kosten für ein solches Projekt werden hoch ausfallen, Kosten, welche die Stadt allein nicht stemmen kann. Die Frage nach dem Kosten-NutzenVerhältnis taucht in fast jeder Kommissionssitzung auf. Nun, bei einem solchen Projekt wird diese Herausforderung richtig sportlich. Bürgermeisterin Lydie POLFER: Die Erklärungen von Schöffin Beissel waren ausführlich und präzise, sodass wir nun zum Votum übergehen können. Das Projekt betr. die Erneuerung der Quellwasserfassungen C03 bis C06 Glasbouren wird einstimmig gutgeheißen. 2) Infrastrukturarbeiten in der Rue de Reckenthal Der Gemeinderat ist aufgerufen einem Kostenvoranschlag in Höhe von 16.280.000€ zwecks Durchführung von Infrastrukturarbeiten in der Rue de Reckenthal zwischen der gemeinsamen Grenze der Gemeinden Strassen/ Stadt Luxemburg und der Kreuzung Rue de Reckenthal/ Rue du Rollingergrund gutzuheißen. Das Projekt sieht eine Erneuerung und Verstärkung der Infrastrukturen einschließlich einer Neugestaltung der Oberfläche vor. Dienststellen der Stadt Luxemburg Kanalwerk –– Erneuerung der Mischwasserkanalisation und Verlegen von neuen Abwasser- und Regenwasserkanalachsen; –– Erneuerung der Privatanschlüsse; Wasserwerk –– Erneuerung der bestehenden Trinkwasserleitung und Verlegen einer neuen Wasserrohrleitung; Öffentliche Beleuchtung –– Verlegen von neuen Leitungsrohren zwischen dem Vizinalweg und der gemeinsamen Grenze zwischen den Gemeinden Strassen/Stadt Luxemburg. Externe Akteure Stromnetz Creos S.A. –– Verlegen von neuen Nieder- und Mittelspan- nungsleitungen; Gasnetz Creos S.A. –– Erneuerung der Niederspannungsleitung Post Technologies –– Verlegen von vier Leitungsrohren zur Seite der ungeraden Hausnummern und von zwei Leitungsrohren zur Seite der geraden Hausnummern; Eltrona –– punktuelle Verstärkungen des Kabelfernsehnetzes und Installation von neuen Leistungsverstärker-Schränken. Die etappenweise Durchführung der Arbeiten wurde vom Verkehrsdienst der Stadt Luxemburg erarbeitet. Die Straßenarbeiten begreifen die Erneuerung der Fahrbahn und der Bürgersteige, die punktuelle Verengung der Fahrbahn auf 5,25 m in Höhe der Fußgängerüberwege, sowie das Anlegen von Parkstreifen. Ein Kredit in Höhe von 350.000€ wird im rektifizierten Budget 2021 eingeschrieben. Im außerordentlichen Budget 2022 wird ein Kredit in Höhe von 350.000€ verbucht. Die restlichen 15.580.000€ werden in den entsprechenden Artikeln der Dienststellen Kanalwerk, Wasserwerk und Öffentliche Beleuchtung für die Rechnungsjahre 2023 und folgende eingeschrieben. Rätin Linda GAASCH (déi gréng): Die geplanten Arbeiten werden in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Strassen durchgeführt. déi gréng begrüßen, dass das bestehende Mischsystem durch ein Trennsystem ersetzt wird. Einige Fragen bleiben aber offen. Wäre es möglich, zusätzliche Erklärungen zu erhalten, wieso hier ein Misch- und ein Trennsystem verlegt werden? Warum beides? Verhält es sich so, dass bei sämtlichen Gebäuden, die technisch an das Trennsystem angeschlossen werden können, d.h. auch Altbauten, welche die technischen Vorgaben hierfür erfüllen, ein solcher Anschluss erfolgen wird? Werden Altbauten, in denen erst Renovierungsarbeiten durchgeführt werden, später ohne Probleme an das Trennsystem angeschlossen werden können? Werden Bürger, die Renovierungen vornehmen, über die Möglichkeit eines Anschlusses ihres Hauses an das Trennsystem informiert? Unweit der geplanten Baustelle befinden sich die Gewächshäuser der Stadt Luxemburg. Werden die Pflanzen in diesen Gewächshäusern mit aufgefangenem Regenwasser gegossen? Wenn dem nicht so sein sollte, wäre es sinnvoll, ein Regenrückhaltebecken vorzusehen. Wo genau werden die Parkstreifen angelegt? Die Rue de Reckenthal ist relativ eng. Derzeit sind die Parkstreifen in der Rue de Reckenthal abwechselnd auf der rechten und linken Straßenseite eingezeichnet, was zu einer Senkung der Geschwindigkeit der Fahrzeuge beiträgt. Bleibt diese Funktion der Parkstreifen erhalten? Aktuell stehen die Autos häufig mit zwei Rädern auf dem Bürgersteig, wodurch das Vorbeikommen mit einem Kinderwagen schwierig ist. Was ist vorgesehen, um diese Situation zu verbessern? Wäre es z.B. möglich, die Parkstreifen so einzuzeichnen, dass die Abgrenzungen, die von den Autofahrern zu respektieren sind, gut sichtbar sind? Rat Guy FOETZ (déi Lénk): Im Rahmen der geplanten Infrastrukturen werden auch neue Gasleitungen verlegt. Es stellt sich die Frage, wie lange wir noch auf Gas als Ressource zurückgreifen wollen. Wenn man weiß, dass das Ziel darin besteht, die Treibgasemissionen im Vergleich zum Referenzjahr 2005 bis 2030 um 55 Prozent zu reduzieren, dass der nationale Klima- und Energieplan bis 2030 eine Reduzierung der Emissionen bei den Haushalten um 62 Prozent und bis 2040 eine Reduzierung um 96 Prozent anstrebt, und wenn man bedenkt, dass im Jahr 2018 der Anteil der fossilen Energien (Gas und Erdöl) bei 78,5 Prozent des Energieverbrauches der Haushalte lag (ohne Transportkosten), müssen wir uns irgendwann die Frage stellen, ab wann wir keine Gasleitungen mehr verlegen wollen. Die Antwort auf diese Frage verlangt nach politischen Entscheidungen. Bürgermeisterin Lydie POLFER: Die aufgeworfenen Fragen sind gerechtfertigt. Es dürfte Rat Foetz jedoch auch bekannt sein, dass das Verlegen von Gasrohren nicht im Kompetenzbereich der Stadt Luxemburg liegt. Daher mein Vorschlag, die aufgeworfenen Fragen, gestützt durch Zahlenangaben, an ihre Parteikolleginnen Nathalie Oberweis oder Myriam Cecchetti weiterzuleiten, damit sie diese Fragen als Abgeordnete auf nationaler Ebene thematisieren. Rat Claude RADOUX (DP): Unsere Fraktion unterstützt vorliegendes Projekt. Wir haben volles Vertrauen in unser Wasserwerk und die Serco-Dienststelle, dass wir überall dort, wo es Sinn macht und möglich ist, Trennsysteme verlegen - so

RkJQdWJsaXNoZXIy NTkwNjU=