VDL_RAPPORT_ANALYTIQUE_07_2021_06_12

566 DE SITZUNG VOM MONTAG, DEM 6. DEZEMBER 2021 Angebot von „Stëmm vun der Strooss“ ist sehr vielfältig und reicht von der „Kleederstuff“ und warmen Mahlzeiten über die Herausgabe einer Zeitung bis hin zur Begleitung und Unterstützung beim Wiedereinstieg ins soziale Leben und ins Berufsleben. In der Rue de Hollerich soll die „Kleederstuff“ untergebracht werden; es wird einen Aufenthaltsraum geben, es stehen Duschen zur Verfügung und die Klienten können eine warme Mahlzeit zu sich nehmen. déi Lénk wünschen der „Stëmm vun der Strooss“ viel Erfolg bei ihrer Arbeit. Die Stadt Luxemburg kann auf die Professionalität dieser Vereinigung zählen. Ihre Arbeit ist ein wichtiger Baustein im Puzzle. Es ist aber auch unerlässlich, dass die Kommunikation mit den Bürgern, die in der Nachbarschaft solcher sozialen Strukturen wohnen, verbessert wird. Diese Kommunikation sollte bereits im Vorfeld stattfinden und nicht erst, wenn die Strukturen funktionieren. Die Anrainer sollten bereits vor der Eröffnung eine Einladung erhalten, um sich ein Bild von den Räumlichkeiten machen zu können. Die Anwohner des „Foyer Ulysse“ wünschen sich, dass die Klienten auch tagsüber über Räumlichkeiten verfügen, wo sie sich aufhalten können, da manche Klienten tagsüber in den Eingangsbereichen von Gebäuden liegen. Hat die „Stëmm vun der Strooss“ auch einen Posten vorgesehen, um die Kommunikation mit den Anrainern zu pflegen? Gibt es einen direkten Ansprechpartner, an den sich die Anrainer mit ihren Anliegen und bei Problemen wenden können? Bürgermeisterin Lydie POLFER: Die Klienten des „Foyer Ulysse“ können sich tagsüber im „Bistrot social“ aufhalten, das seit mehr als fünf Jahren funktioniert und sich direkt gegenüber dem „Foyer Ulysse“ befindet. Das „Bistrot social“ wurde von der Stadt Luxemburg in einem ihr gehörenden Gebäude eingerichtet, damit die betroffenen Personen sich auch tagsüber nicht auf der Straße aufhalten müssen, damit sie sich im Bistrot treffen, ihre Kleider waschen und sich duschen können. Im Erdgeschoss des Gebäudes kann man einen Kaffee trinken und eine Kleinigkeit essen. Im Untergeschoss befinden sich Duschen und Waschmaschinen. In den oberen Stockwerken befinden sich möblierte Zimmer. Schöffe Maurice BAUER (CSV): Ich danke alle Fraktionen für ihre Unterstützung für dieses wichtige Projekt. Rätin Correia Da Veiga hat das Bild eines Puzzles gebraucht. In der Tat ist die Stadt Luxemburg bemüht, ein breit gefächertes Netzwerk von sozialen Dienstleistungen zu schaffen, um Menschen, die sich ihr Schicksal nicht ausgesucht haben, zu helfen. Es freut mich, dass wir der Vereinigung „Stëmm vun der Strooss“ und damit auch ihren Klienten helfen können, indem wir ihnen die Räumlichkeiten gelegen 24, Rue de Hollerich zur Verfügung stellen. Die „Stëmm“ leistet eine phantastische Arbeit. Die Menschen, welche sich an die Vereinigung wenden, werden aufgenommen und begleitet, ihnen wird ein warmes Essen gereicht, in der „Kleederstuff“ erhalten sie Kleider. Die Vereinigung begleitet die Klienten auf dem Weg der Eingliederung ins Berufsleben. Ich habe der Einrichtung in Schoenfels einen Besuch abgestattet und konnte mich von der guten Arbeit, die auch hier geleistet wird, überzeugen. In Zolver ist die Einrichtung einer Waschanlage geplant. Es gibt demnach Bemühungen, Angebote zu dezentralisieren. Die Dienstleistungen, die in der vorliegenden Konvention angeführt werden, sind als komplementär zum bestehenden Angebot in der Rue de la Fonderie zu verstehen. Im Gebäude gelegen 24, Rue de Hollerich wird auch ein 55 qm großer Ruheraum eingerichtet. Die Menschen, die hierherkommen, haben kein einfaches Leben, müssen überleben. Oft finden sie keine Ruhe, weshalb es wichtig ist, dass ihnen ein Raum zur Verfügung steht, in dem sie stressfrei ruhen können, ohne Angst, dass sie bestohlen oder belästigt werden. Ein wichtiger Aspekt der Sozialarbeit in der Stadt Luxemburg ist, dass wir auf ein gutes Netzwerk von sehr erfahrenen sozialen Akteuren zurückgreifen können, wir uns von ihnen beraten lassen können, um zu erfahren, wo es noch Bedarf an sozialen Angeboten gibt bzw. wo sie komplementär weiterhelfen können. In meiner Funktion als Sozialschöffe freut es mich, dass wir mit der vorliegenden Konvention einen weiteren Baustein in unserem sozialen Netz legen können. Die Konvention wird einstimmig gutgeheißen. 5. Die Stadt Luxemburg übernimmt von Privatpersonen ein Apartment mit Stellplatz in der Wohnresidenz gelegen 173, Rue de Merl. Die Stadt Luxemburg übt ihr Vorkaufsrecht aus. Der Preis wurde entsprechend den Bestimmungen der vorliegenden Erbbaurechtskonvention festgelegt. Verkaufspreis: 428.214,19€. Zweck: Inverkehrbringen von Wohnungen zu gemäßigten Preisen. Rätin Ana CORREIA DA VEIGA (déi Lénk): Grundsätzlich befürworten wir Erbpachtverträge, sind sie doch Teil der Lösung, um die Wohnungsmangelproblematik in den Griff zu bekommen. Nichtsdestotrotz können wir vorliegende Konvention nicht mittragen. Es fehlt nach wie vor an Sozialwohnungen. déi Lénk wünschen sich, dass die Stadt Luxemburg in Bezug auf Sozialwohnungen, die im Besitz der Stadt sind, eine Quote von 10 Prozent erreicht, aber auch Wohnungen zur Verfügung stellt, die von der Stadt vermietet werden. In der vorliegenden Konvention übt die Stadt Luxemburg ihr Vorkaufsrecht aus, geht jedoch erneut hin und verkauft die Wohnungen mit Erbbaurecht. Solange wir keinen Willen beim Schöffenrat ausmachen können, Wohnungen, bei denen die Stadt ihr Vorkaufsrecht geltend gemacht hat, als Mietwohnung auf den Markt zu bringen, werden uns beim Votum enthalten. Die Konvention wird bei Enthaltung der Vertreter von déi Lénk gutgeheißen. 6. Konvention zwischen der Stadt Luxemburg und der Vereinigung „ProActif“ betr. die Durchführung verschiedener Dienstleistungen für Menschen ab 60 Jahren sowie für Personen mit spezifischen Bedürfnissen, wohnhaft auf dem Territorium der Stadt Luxemburg. Die Dienstleistungen begreifen Garten-, Handwerks- und Haushaltsarbeiten sowie die Begleitung von Personen. Die Stadt Luxemburg beteiligt sich a) an den Betriebskosten, insbesondere: –– Fahrkosten, Unterhaltskosten, Versicherungskosten für zwei Lieferwagen und einen Personenwagen; –– Kosten für den Erwerb von Maschinen zur Durchführung von Gartenarbeiten und handwerklichen Arbeiten, wobei die Kosten für die Stadt Luxemburg: bei 25.560€ pro Jahr liegen (ohne Mehrwertsteuer/ gleitende Lohnskala: Index 834,76); b) an den Vorauszahlungen der den Kunden in Rechnung gestellten Gebühren, begrenzt auf 2 Stunden pro Arbeitsmannschaft, pro Kunde und pro Woche, an den Kosten zur Beseitigung organischer Abfälle und anderer Abfälle, den Materialkosten sowie den Parkgebühren. Die Rechnungen, deren Stundentarif für die geleisteten Dienstleistungen 10,50€ (ohne Mehrwertsteuer/gleitende Lohnskala: Index 834,76) beträgt, werden von der Stadt

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