VDL_RAPPORT_ANALYTIQUE_07_2020_14_12

637 DE SITZUNG VOM MONTAG, DEM 14. DEZEMBER 2020 Verfügung steht, hat das MENJE auch die Nutzung eines angrenzenden Geländes ersucht. Laut einem Presseartikel wird diese Schule zum Beginn des kommenden Schuljahres eröffnet. Die Stadt wurde noch nicht darüber informiert, für wie viele Schüler die Schule vorgesehen ist. 6) Frage von Rätin Margue über Pop-up-Stores Rätin Elisabeth MARGUE (CSV) : Es ist kaum zu übersehen, dass im Bahnhofsviertel eine ganze Reihe von Gewerbeflächen leer stehen. Die Pandemie droht diese Situation noch zu verstärken : Mehrere Firmen haben bereits angekündigt, dass sie das Stadtzentrum verlassen wollen. Seit einiger Zeit nutzt die Stadt Luxemburg eigene leerstehende Geschäftslokale, um dort Pop-up-Stores unterzubringen. Die Stadt vermietet die Räume vorübergehend an Geschäfte, die durch ein Ausschreibungsverfahren ausgewählt werden. Dies ist eine wichtige Initiative, mit der die Vielfalt des kommerziellen Angebots unterstützt wird. Weiß die Stadt Luxemburg, wie viele Geschäftsräume es im Stadtzentrum gibt und wie viele davon genutzt werden? Wie viele Lokale werden derzeit Gewerbetreibenden als Pop-up- Store zur Verfügung gestellt ? Wie viele Gewerbetreibende haben dieses Angebot bisher genutzt ? Wie haben sie sich dazu geäußert ? Plant die Stadt, weitere Konzepte zu entwickeln? Hat sie vor, zusätzliche Gewerbeflächen anzumieten beziehungsweise zu kaufen? Wäre es denkbar, auf dem Wochenmarkt Flächen für Pop-up-Stores zu reservieren? Schöffe Serge WILMES : Laut dem Gewerbeverzeichnis, das 2018 erstellt wurde und jährlich aktualisiert wird, gibt es im Bereich der Hauptstadt 942 Geschäfte und 823 Unternehmen im Bereich des Hotel- und Gastronomiegewerbes (Horeca). Detailliertere Zahlen kann ich Ihnen in einer Sitzung der zuständigen beratenden Kommission nennen. Derzeit mieten wir zwei Lokale vom Staat in der Rue Philippe II zur Nutzung als Pop-up-Stores. Seit 2019 haben vier Gewerbetreibende von diesem Angebot Gebrauch gemacht (jeweils zwei pro Ausschreibung). Mit Freude haben wir festgestellt, dass eines dieser Geschäfte sich gerade in der Rue du Fossé fest niedergelassen hat. Ein anderes ist gerade dabei, in einem anderen Stadtviertel zu öffnen. Das ist auch das Ziel des Konzepts : Erfahrung sammeln, ausprobieren und sich dann definitiv niederlassen. Zu einem späteren Zeitpunkt werden wir auch über die Situation der beiden Geschäfte berichten, die die Räume im Anschluss an die ersten Pop-up- Store-Betreiber übernommen haben. Ein drittes Lokal, das sich in der Rue Chimay befindet und bis jetzt als Pop-up-Store genutzt wurde, wird ab 2021 langfristig vermietet. Wie wir bei einem „City Breakfast“ bereits mitgeteilt haben, haben wir einen Aufruf gestartet, und Besitzer leerstehender Verkaufsflächen gebeten, mit uns in Kontakt zu treten, damit weitere Pop-up-Stores entstehen können. Das Team der Cellule Développement économique et commercial (Referat Entwicklung von Wirtschaft und Handel) ist auch direkt an Eigentümer von Geschäftslokalen herangetreten. Bisher hat sich ein Eigentümer einer Geschäftsfläche im Bahnhofsbereich gemeldet, sich an der Aktion zu beteiligen. Ein entsprechender Vertrag wird gerade ausgearbeitet. Auch wurden auf Initiative und Kosten der Stadt vier Schaufenster von Geschäftslokalen in der Avenue de la Gare dekoriert – dies als Beitrag zu einer Aktion, für weihnachtliche Stimmung in dieser Straße zu sorgen. Sollte ein Eigentümer uns ein Gebäude zum Kauf anbieten, wären wir gesprächsbereit. Die Einrichtung eines Pop-up-Stores auf dem Wochenmarkt ist nicht vorgesehen. II VERKEHR Rat Guy FOETZ (déi Lénk) : Gestern wurden die neuen Haltestellen der Trambahn eingeweiht. Am Place de Metz gibt es keine überdachte Haltestelle. Uns wurde mitgeteilt, dass dies durch das Unesco-Weltkulturerbe bedingt sei. Dabei liegt die Avenue de la Liberté nicht im Zentrum der als Kulturerbe eingestuften Zone, sondern in einer Pufferzone. Wir sind der Ansicht, dass die Einrichtung einer überdachten Haltestelle die Sicht auf das Kulturerbe nicht stören würde, zumal die Verglasung der von der Gesellschaft Luxtram eingerichteten Haltestellen sehr dezent ist. Daher mein Appell an den Schöffenrat, beim Kulturministerium vorzusprechen und sich für die Einrichtung einer überdachten Haltestelle am Place de Metz einzusetzen. Bürgermeisterin Lydie POLFER : Rat Foetz hat den Grund, der dazu geführt hat, dass am Place de Metz keine überdachte Haltestelle eingerichtet wird, bereits genannt. Eine überdachte Haltestelle am Place de Metz würde sehr wohl den Blick impaktieren, blickt man doch vom Place de Metz direkt auf den Turm des Hauptbahnhofs. Es ist davon auszugehen, dass sehr viel mehr Personen am Place de Paris in die Trambahn bzw. aus der Trambahn steigen werden als am Place de Metz. Ich schlage vor, erst einmal abzuwarten, um zu sehen, wie die Haltestelle Place de Metz genutzt wird, und dann in einigen Monaten auf den von Rat Foetz aufgeworfenen Punkt zurückzukommen. Verschiedene temporäre Reglements werden einstimmig gutgeheißen. III FINANZEN DER STADT LUXEMBURG – STELLUNGNAHMEN DES SCHÖFFENRATES ZU DEN INTERVENTIONEN DER GEMEINDERÄTE Schöffe Maurice BAUER : Eingangs möchte ich allen Kolleginnen und Kollegen aus dem Gemeinderat für ihre Interventionen zum sozialen Bereich des Haushalts danken, ein Bereich, für den sich meistens ein parteibergreifender Konsensus findet, was letztlich eine der Stärken der Stadt Luxemburg ist. Rat Krieps hat uns auf Angaben im Bericht des „Service Logement“ hingewiesen. Es tut uns leid, dass diese zu Missverständnissen geführt haben. Die Angaben sollten rein informativ sein. Nichtsdestotrotz werden wir dafür sorgen, dass genannte Angaben in den kommenden Jahresberichten nicht mehr angeführt werden. Rat Benoy hat sich nach der Zusammenarbeit mit der AIS erkundigt. Die Stadt finanziert derzeit 4 Verwaltungsposten in der AIS, Posten, die es erlauben, dass damit im Rahmen ihres „Projet d’inclusion par le logement“ 100 Wohnungen verwaltet werden können. Es finden regelmäßig Gespräche zwischen der Stadt Luxemburg und der AIS statt. Erhält die Stadt Luxemburg Anträge für Sozialwohnungen, erkundigt sich unser Service Logement sowohl bei der AIS, als auch beim „Fonds du Logement“ und anderen Akteuren, ob dieselben Personen auch dort Anträge eingereicht haben. Weitere Schritte im Sinne einer noch engeren Zusammenarbeit sind derzeit nicht vorgesehen. Der Wohnungsbau auf dem Gebiet der Stadt Luxemburg zählt ganz klar zu den Prioritäten des amtierenden Schöffenrates. Wir wollen viel in die Schaffung von sozialen Wohnungen, aber auch in die Schaffung von erschwinglichem Wohnraum investieren. Ziel ist es, ein Angebot für Menschen zu schaffen,

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