VDL_RAPPORT_ANALYTIQUE_07_2020_14_12

636 DE SITZUNG VOM MONTAG, DEM 14. DEZEMBER 2020 3) Frage von Rätin Gaasch über die Beteiligung der Stadt Luxemburg am „Velosummer 2021“ Rätin Linda GAASCH (déi gréng) : Der „Vëlossummer 2020“ war ein Erfolg. Es handelt sich dabei um eine Sensibilisierungskampagne im Sommer zur Förderung der sanften Mobilität, vor allem durch neue, den Radfahrern vorbehaltene sichere Abschnitte, organisiert auf nationaler Ebene durch das Ministerium für Mobilität. Über 40.000 Personen nahmen daran teil. Bei der Vorstellung der Bilanz wurde bekannt gegeben, dass diese Veranstaltung im nächsten Jahr wiederholt wird und teilnahmebereite Gemeinden bis zum kommenden 15. Dezember Zeit haben, ihre Projekte für den Zeitraum vom 31. Juli bis 29. August 2021 einzureichen. Welche Maßnahmen hat die Stadt Luxemburg ergriffen, um den „Vëlossummer 2020“ zu unterstützen, und was ist das Fazit des Schöffenrats? Plant der Schöffenrat eine Teilnahme der Stadt Luxemburg am „Vëlossummer 2021“ ? Falls ja : Mit welchem Vorhaben hat er vor, sich zu beteiligen? Wird die Schließung bestimmter Straßen für den Kraftfahrzeugverkehr ins Auge gefasst ? Welche anderen Initiativen wären denkbar ? Stadtbesichtigungen mit dem Fahrrad, zum Beispiel ? Ist bei der Planung vorgesehen, die Bürgerinnen und Bürger, die NGOs und die Kommission für urbane Mobilität einzubeziehen? Schöffe Patrick GOLDSCHMIDT : Der „Vëlossummer“ ist eine Initiative des Ministeriums für Tourismus sowie des Ministeriums für Mobilität und öffentliche Arbeiten. Die Stadt Luxemburg wurde für die Ausgabe 2020 nicht kontaktiert. Für den „Vëlossummer 2021“ haben wir gerade am 19. November ein Schreiben erhalten. Die Stadt Luxemburg ist grundsätzlich zur Teilnahme bereit. Angesichts der Arbeitsbelastung unserer Dienststellen war es bisher nicht möglich, in so kurzer Zeit Vorschläge zu entwickeln. Auch wäre es sinnvoll, wenn die Ministerien, die den „Vëlossummer“ organisieren, Kontakt mit der Stadt Luxemburg aufnehmen würden – und mit den anderen Gemeinden, die sich ebenfalls daran beteiligen könnten. Gemeinsam könnte ein kohärentes Programm mit interessanten Angeboten für Einwohner und Touristen ausgearbeitet werden. 4) Frage von Rätin Reyland über Tanz- und Musikkurse für Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen Rätin Claudie REYLAND (déi gréng) : In der Stadt Luxemburg werden zahlreiche Musik- und Tanzkurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene angeboten, insbesondere vom Konservatorium. Im Sinne einer inklusiven Gesellschaft wäre es zu begrüßen, wenn sich das Musik- und Tanzangebot des Konservatoriums auch an Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen richtet. Mit dem Projekt „Karussell – Musek fir Jidderee“ bietet die regionale Musikschule der Stadt Düdelingen Musikkurse für Gruppen an, die sich an Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen richten, die sensorische, motorische und/oder kognitive Probleme haben. Musik und Tanz sind Quellen für soziale, kulturelle, sensorische und körperliche Erfahrungen. Sie tragen zum Wohlbefinden bei und bieten Gelegenheit, Gefühlen und Erlebtem künstlerisch Ausdruck zu verleihen. Schulen und Schülerhorte sind zunehmend gewillt, Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen zu integrieren. Das Lehr- und Erziehungspersonal engagiert sich sehr, damit diese Integration im Alltag möglich ist. Hat das Konservatorium der Stadt Luxemburg vor, Musik- und Tanzunterricht für Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen anzubieten? Findet der Schöffenrat, dass ein solches Kursangebot wie das der regionalen Musikschule von Düdelingen interessant wäre? Wäre es denkbar, solche Musik- und Tanzkurse in das Programm des Konservatoriums der Stadt Luxemburg aufzunehmen? Wäre es möglich, solche Kurse ab Beginn des nächsten Schuljahres anzubieten? Schöffe Patrick GOLDSCHMIDT : Die Frage überrascht mich ein wenig, denn die Stadt Luxemburg tut viel für die Inklusion von Menschen mit besonderen Bedürfnissen – ohne dass das Ganze in der Presse Beachtung findet. Ich möchte daran erinnern, dass es in der Stadt einen „Service Intégration et Besoins spécifiques“ (IBS, Dienststelle Integration und spezifische Bedürfnisse) gibt, der sich das ganze Jahr über sehr darum bemüht, den Betroffenen zu helfen. Gerade was das Konservatorium betrifft, setzen sich der Direktor Marc Meyers und Madeleine Kayser, Leiterin der IBS-Dienststelle , immer dafür ein, eine Lösung für die jeweils betroffene Person zu finden, d.h. die Kinder in die Kurse zu integrieren. Es ist zu berücksichtigen, dass es Hunderte von besonderen Bedürfnissen gibt : Jeder Fall ist einzigartig. Das Konservatorium ist eine strategische Partnerschaft mit dem „Centre pour le développement des compétences relatives à la vue“ (CDV, Zentrum für die Entwicklung von Kompetenzen für gutes Sehvermögen) eingegangen. In diesem Rahmen sind 10 Schülerinnen und Schüler des CDV für mehrere Kurse eingeschrieben, die das Konservatorium im Schuljahr 2020/2021 anbietet. Das Ministerium für Bildung überlegt, in den Konservatorien und Musikschulen jeweils eine eigene Abteilung für Schüler mit besonderen Bedürfnissen einzurichten. Die Gespräche dazu sollten in Kürze starten. Ich lade alle betroffenen Eltern, die ihr Kind mit besonderen Bedürfnissen anmelden möchten, ein, sich an den „Service Intégration et Besoins spécifiques“ zu wenden. Bürgermeisterin Lydie POLFER : Ich möchte in diesem Zusammenhang daran erinnern, dass Rätin Sylvia Camarda vor ein paar Jahren ein wunderbares Projekt mit Kindern mit besonderen Bedürfnissen initiiert hat. Die Aufführung im „Grand Théâtre“ war beeindruckend. Nochmals herzlichen Dank an Frau Camarda für diese Initiative ! 5) Frage von Rätin Brömmel über die Gründung einer europäischen Grundschule Rätin Christa BRÖMMEL (déi gréng) : Am 21. Oktober veranstaltete die Vereinigung ASTI eine Videokonferenz zum Thema „Quelles réponses aux défis de l’école au Luxembourg?“ („Wie gehen wir mit den Herausforderungen der Schule in Luxemburg um?“). Bildungsminister Claude Meisch hat bei dieser Konferenz mitgeteilt, dass zwischen dem Ministerium und der Stadt Luxemburg Gespräche im Hinblick auf die Gründung einer internationalen Schule auf dem Gebiet der Stadt geführt wurden. Es wird sich um eine öffentliche Schule handeln, die als „Europäische Schule“ anerkannt ist. Sie wird als Ganztagsschule funktionieren und mit parallelen Sprachsektionen arbeiten, nach dem Vorbild der Internationalen Schule Esch-Differdingen (EIDE). Kann der Schöffenrat diese Information bestätigen? Zu welchen Ergebnissen haben die Gespräche zwischen dem Bildungsminister und der Stadt Luxemburg geführt ? Falls der Schöffenrat die Eröffnung einer neuen internationalen Schule auf dem Gebiet der Stadt in Erwägung zieht : Kann er den Gemeinderat darüber informieren, in welchem Zeitrahmen und an welchem Standort das Vorhaben umgesetzt werden soll, und für wie viele Schüler die Schule ausgelegt sein soll ? Schöffin Colette MART : Das Bildungsministerium plant in der Tat, eine internationale Grundschule auf dem Gebiet der Stadt Luxemburg zu errichten. Das Ministerium (MENJE) ist auf uns zugekommen, weil es nach geeigneten Räumlichkeiten für die Schule gesucht hat. Wir haben ihm einen modularen Bau in der Rue Verte in Cessingen zur Verfügung gestellt, der vorübergehend zur Unterbringung von Schulklassen genutzt worden war, während die Schule in Cessingen renoviert wurde. Damit der zukünftigen Europäischen Schule mehr Platz zur

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