534 DE SITZUNG VOM MONTAG, DEM 4. DEZEMBER 2023 Der Sicherung von Fußwegen und Radwegen ist ein weiterer wichtiger Punkt. Zu nennen sind zudem die Aufzüge in Stadtgrund und Pfaffenthal. Die jährlichen Unterhaltskosten für die genannten Aufzüge liegen bei 318.000 bzw. 395.000 €. Im Haushaltsentwurf 2024 sind weitere Gelder für das Projekt einer Fußgänger- und Radfahrerbrücke Cents-Neudorf-Weimershof eingeschrieben. Im urbanen Raum sollen zusätzliche „boxes à vélo“ und Fahrradständer installiert werden. Das Projekt zur Schaffung einer Radverbindung zwischen dem Petruss-Tal und Pulvermühle wird mit 3,8 Millionen € zu Buche schlagen. Sport Die auf dem Gebiet der Stadt Luxemburg angesiedelten Sportvereine sind sehr aktiv und haben immer wieder neue Bedürfnisse. Die bestehenden Sportinfrastrukturen müssen an die geltenden Normen angepasst und renoviert werden. Die damit einhergehenden Kosten kennen eine lineare Aufwärtsentwicklung. Der Bau eines neuen Leichtathletik-Stadions ist in Hamm geplant. Das Projekt eines Freibades ist weiterhin aktuell. Die Eislaufpiste in Kockelscheuer kennt nach wie vor einen großen Erfolg. Die Zahl der Schlittschuhläufer wächst. Die Eislaufhalle in Kockelscheuer ist der einzige Standort, wo unsere EishockeyVereine ihren Sport ausüben können. Der Mehrjahresplan für Sportinfrastrukturen sieht neue Projekte in Cessingen, Dommeldingen und Kirchberg vor, wobei jedes dieser Projekte den Bau eines Schwimmbads umfassen wird. Neue Infrastrukturen für den Fußball werden in Bonneweg, Hamm, Merl und Neudorf geschaffen. In Gasperich wird das Clubhouse ausgebaut. Für Rugby werden die Infrastrukturen in Neudorf und Cessingen modernisiert. Des Weiteren sind eine Halle für Speerwerfen und eine BMX-Piste geplant. Die Tennisfelder in Mühlenbach und Belair werden modernisiert. Kultur Die Stadt Luxemburg legt großen Wert auf das Weltkulturerbe „Lëtzebuerg Alstad a Festung“. Im Flächennutzungsplan (PAG) stehen 5.924 Gebäude unter Schutz, womit die Stadt auf nationaler Ebene Musterschülerin ist. Geschützt sind auch 480 Gräber auf 13 Friedhöfen. Nach einer Anpassung an geltende Normen konnten die Kasematten im Petrusstal und „Um Bock“ wieder für die Besucher geöffnet werden. Die neue Radverbindung „Péitruss - Polvermillen“ führt durch eine historische Pforte der „Wenzelsmauer“, die man nun von der „Bisserbréck“ sehen kann. Die Stadt Luxemburg hat ihre Dienststelle Coordination culturelle und die Dienststelle des Architekten personell aufgestockt. Die Verwaltung der Stadt Luxemburg ist nunmehr so aufgestellt, dass sie den Ambitionen der Erklärung von Davos (Valorisierung der Rolle der Kultur für die Qualität der bebauten Umwelt) gerecht wird. Der „VOX-Saal“ am Place du Théâtre, das Auditorium des Konservatoriums und die Victor-Hugo-Halle sollen renoviert werden. Der Ausbau des Museums der Stadt Luxemburg wird mit dem Budget 2024 abgeschlossen. Das kulturelle Angebot der Hauptstadt ist vielseitig und von bester internationaler Qualität. Wir sind eine internationale Stadt und stehen in Konkurrenz mit anderen Städten, Finanzplätzen oder Europahauptstädten. Das Budget für die „Stater Theateren“ wird von 19,6 Millionen € auf 22,5 Millionen € steigen. 6,6 Millionen € dieses Betrages werden in den Kauf von kulturellen Produktionen fließen. Für seine Weltpremieren und modernen Inszenierungen wird Luxemburg in der internationalen Kulturpresse viel gelobt. Luxemburg hat sich auf der kulturellen Weltkarte positioniert. Zu begrüßen sind auch die Investitionen in Höhe von 250.000 €, um die Kollektionen der beiden Museen der Stadt Luxemburg auszubauen. Als Historiker bin ich besonders erfreut über die Aufwertung der Archive der Stadt Luxemburg. Das digitale „Research“-Programm und das Scannen von zahlreichen historischen Dokumenten suchen ihresgleichen. Die Unterbringung der Archive am Standort Place des Bains – in einem Gebäudeflügel der früheren Porte-NeuveKaserne - verschafft der Dienststelle Raum. Dass die Archive im Stadtkern angesiedelt sind, zeigt, dass die Stadt Luxemburg der Geschichte einen wichtigen Stellenwert beimisst. Andere Städte haben ihre Archive am Stadtrand untergebracht. Im Zusammenhang mit den großen Kulturprojekten ist unbedingt das Projekt „Schluechthaus“ zu nennen. Es handelt sich um ein spannendes architektonisches Projekt, geht es doch darum, geschützte Gebäude zeitgemäß aufzuwerten und einen Übergang zwischen der „Porte de Hollerich“ und dem Stadtteil Hollerich zu schaffen. Mit kulturellen Aktivitäten, urbanen Sportarten, Geschäftslokalen und Restaurants wird das Projekt inhaltlich nicht weniger interessant sein. Zu begrüßen ist, dass auch dem Graffiti Raum eingeräumt wird. In Clausen wird das Michel-RodangeHaus renoviert und valorisiert. Das Projekt „Park Mansfeld“ wertet das historische Erbe auf und trägt zur Valorisierung des Viertels bei. In Stadtgrund wird der Vorplatz der Kirche erneuert. Steht der Betrachter oben an der „Corniche“, blickt er nicht mehr auf Autodächer, sondern auf ein historisches Stadtviertel. Die Fotothek ist eine populäre Dienststelle: Ihre Ausstellungen sind ein kulturelles Highlight im kulturellen Kalender. Die Stadt Luxemburg organisiert nicht weniger als 60 Ausstellungen pro Jahr. Dem immateriellen Erbe kommt eine nicht weniger wichtige Bedeutung zu. Die „Schueberfouer“ und die Oktave sind im nationalen Inventar des immateriellen Kulturerbes eingeschrieben. Die Schobermesse zieht jedes Jahr rund 2 Millionen Besucher an. Im Jahr 2024 wird die Oktave ihr 400-jähriges Bestehen feiern. Es wäre gut, wenn die Stadt Luxemburg bei der Gesellschaft Luxtram dahingehend intervenieren könnte, dass der Bürgersteig im Bereich der Avenue de la Faïencerie seine definitive Gestaltung - so wie in den Plänen von 2017 ausgewiesen - erhalten könnte, so dass die Umrisse der früheren „Glaciskappell“ wieder sichtbar werden. Mit seinen 3.942 Klassen und 4.281 Schülern ist das Konservatorium die größte Kulturinstitution der Stadt Luxemburg. Für diese hochkarätige Schule sind 31.167.000 € im Budget 2024 eingeschrieben. Die Subventionsbeträge werden erhöht. Im Budget 2024 sind mehr als 4 Millionen Euro zur Unterstützung des OPL, des „Lux City Festival“, der „Luxembourg Art Week“, dem „Institut européen de chant choral“, des Betriebs der ALAC, der Rotunden und des CercleCité vorgesehen. Die Stadt Luxemburg ist ein touristisches Reiseziel. Nach der Pandemie erholt sich der Tourismus wieder. Die Einnahmen aus der Kurtaxe steigen von 2,6 Millionen € auf 3,3 Millionen € (2024). Auch die Einnahmen der Museen sind gestiegen. Das LCTO wird von der Stadt Luxemburg mit 4 Millionen € unterstützt, d.h. dass die finanzielle Unterstützung höher als die Einnahmen aus der Kurtaxe ausfallen. Die finanzielle Beteiligung der Stadt an GIE „Luxembourg for Tourism“ und „Luxembourg Convention Bureau“ liegen bei 1,3 Millionen €. Des Weiteren unterstützt die Stadt Luxemburg die „Union Commerciale“ und den „Luxembourg City Incubator“. Parks und Gärten Beim Service Parcs arbeiten 206 Personen. Ihrer Arbeit ist im Rahmen der Bekämpfung des Klimawandels, der Ästhetik des Stadtbildes, der Lebensqualität und der sozialen Kohäsion eine besondere Bedeutung beizumessen. Der Fuhrpark der Dienststelle zählt 1.395 Maschinen, Lastwagen und 61 große Fahrzeuge. Die Stadt Luxemburg unterhält 241 Spielplätze und Mehrzwecksportplätze. Im Haushaltsentwurf 2024 sind Kredite zur Neugestaltung von 13 Spielplätzen eingeschrieben. Das Projekt „Pirateschëff“ ist abgeschlossen und das Projekt zur Schaffung eines neuen Spielplatzes im Park Merl steht an. Es sei darauf hingewiesen, dass genannte Projekte im Rahmen einer Bürgerbeteiligung geplant wurden. Aus technischen Gründen können nicht alle öffentlichen Plätze zusätzlich begrünt werden, weil z.B. Transformatoren unter dem Platz installiert sind, sich unter der Oberfläche ein Parkhaus befindet oder der Platz für das Abhalten des Marktes frei bleiben muss. Um diese Plätze spontan begrünen zu können, verfügt die Dienststelle über 256 Blumenkübel und 105 andere Pflanzenbehälter. Im Jahr 2025 findet die LUGA statt und es ist daher verständlich, dass die Kosten für dieses Projekt im Budget steigen. Seit 2017 wurden rund 1.000 weitere Bäume gepflanzt. Im Baumkataster der Stadt Luxemburg sind 21.677 Bäume gelistet (Stand vom 10. November 2023). Zu den großen Projekten des Service Parcs zählt auch die Gestaltung der Parkanlage Gasperich. Im Budget sind 2,1 Millionen € für den Bau der Brasserie vorgesehen. Im Rahmen der Renaturierung der Petruss wurden 67 neue Bäume im Petrusstal gepflanzt. Neben der
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