384 DE SITZUNG VOM MONTAG, DEM 26. SEPTEMBER 2022 Kinder zu schaffen und die Schulfoyers und die Schulen näher zusammenzuführen. Auch wurde angekündigt, dass innovative Ansätze wie z.B. die Ganztagsschule umgesetzt würden, und dass die Hausaufgabenhilfe flächendeckend in allen Vierteln angeboten würde, um die Chancengleichheit aller Kinder zu gewährleisten. Inwiefern sind die Schulfoyers verpflichtet, diejenigen Kinder zu betreuen, deren Eltern keine Betreuungsalternative haben und die Prioritätskriterien erfüllen? Muss die Stadt Luxemburg jede Anfrage für kostenlose Dienstleistungen wie das Mittagessen und die Hausaufgabenhilfe annehmen? Sucht der „Service Foyers scolaires“ mit den Eltern nach alternativen Betreuungsmöglichkeiten (z.B. Tageseltern, wie in Beaufort), wenn das Schulfoyer des jeweiligen Viertels keine Verfügbarkeiten mehr hat? Ist der Transport der Kinder, die ein anderes Schulfoyer besuchen müssen, gewährleistet? Wie viele Posten waren zur „Rentrée“ 2022/2023 in den verschiedenen Schulfoyers nicht besetzt? Wie viele Plätze in den Schulfoyers konnten nicht besetzt werden, da die erforderlichen Posten nicht besetzt waren? Verfügt die Stadt Luxemburg über eine Strategie, um die Attraktivität der Erzieher-Posten in ihren Schulfoyers zu erhöhen? Viele Erzieher scheinen es vorzuziehen, in anderen Gemeinden zu arbeiten, wo ihre wöchentliche Arbeitszeit nicht auf 35 Stunden begrenzt ist. Bewertet der „Service Foyers scolaires“ die Zufriedenheit seiner Mitarbeiter? Führt er bei Kündigungen ein Gespräch durch, um die Beweggründe der jeweiligen Mitarbeiter besser zu verstehen? Schöffin Colette MART: Die Frage bezüglich der Warteliste der Schulfoyers wird jedes Jahr erneut gestellt. Sie wurde auch bereits in der Schulkommission thematisiert. Die Zahl von 108 Kindern stammt von Anfang September und ist nicht mehr aktuell. Eine erste Sitzung der „Commission de validation“ (eine Sitzung zwischen der Direktion und den Direktionsbeauftragten der Schulfoyers) fand Anfang Juni 2022 statt. Wie jedes Jahr hat die Kommission dabei analysiert, ob die im Februar/März eingereichten Einschreibungsdossiers vollständig sind, ob es sich um soziale Dossiers handelt oder nicht, und wie die jeweilige Familiensituation aussieht. Eltern ohne Betreuungsalternative für ihre Kinder haben immer Priorität, und die entsprechenden Dossiers werden bei der ersten Sitzung der Kommission angenommen. Eine zweite Sitzung der Kommission findet unmittelbar vor der „Rentrée“ statt. Analysiert werden dabei neue Dossiers sowie solche, deren Priorität geändert hat. Der „Service Foyers scolaires“ ist nicht verpflichtet, alle Anträge bezüglich kostenloser Dienstleistungen anzunehmen. Die Schulfoyers bieten den Familien oft eine teilweise Einschreibung der Kinder an, z.B. für dienstags und donnerstags nachmittags, weil die Foyers dann weniger stark besucht sind. Wenn kein Platz frei ist, übermitteln die Schulfoyers den betroffenen Eltern die Kontaktdaten privater Foyers in der Umgebung. Der „Service Foyers scolaires“ organisiert keine Transporte für Kinder, die in privaten Foyers eingeschrieben sind. Diese Transporte werden von den privaten Foyers organisiert. Zurzeit sind 28 Vollzeitposten beim „Service Foyers scolaires“ frei und etwa 300 Kinder können aus diesem Grund nicht aufgenommen werden. Die Warteliste umfasst derzeit 63 Kinder mit Priorität 1, d.h. ohne Betreuungsalternative. Die Stadt Luxemburg unternimmt große Anstrengungen, um schnellstmöglich zusätzliche Erzieher einzustellen. Sie nimmt an den „Job Days“ teil und hat einen Werbefilm gedreht. Der „Service Foyers scolaires“ führt regelmäßig Gespräche mit seinem Personal und die Direktion nimmt sehr regelmäßig an den „Team Sessions“, die an jedem Mittwochnachmittag stattfinden, teil. Der „Service Foyers scolaires“ führt auch Gespräche mit den Mitarbeitern, die ihre Kündigung eingereicht haben. Die Gründe der Abgänge werden der „Direction des Ressources humaines“ und dem Schöffenrat mitgeteilt. Meist geben die betreffenden Personen an, eine neue Herausforderung zu suchen. Bürgermeisterin Lydie POLFER: Die betreffenden Personen haben oft den Wunsch, näher an ihrem Wohnort zu arbeiten – ein Wunsch, der absolut nachvollziehbar ist. Rätin Konsbruck, wenn Sie einverstanden wären, würde der Schöffenrat schriftlich auf Ihre Frage vom 7. März 2022 über die Auswirkungen der Pandemie auf das Programm der Theater der Stadt Luxemburg antworten, denn die Antwort umfasst 3 Seiten Auflistungen und detailliertes Zahlenmaterial. Ich schlage vor, auch auf einige andere Fragen von Gemeinderatsmitgliedern – die meisten wurden im August eingereicht – schriftlich zu antworten, damit wir wieder zu einer schnelleren Antwortfrist zurückfinden. II. VERKEHR Rat François BENOY (déi gréng): Manche der zur Abstimmung vorliegenden Regelungen wurden - wie leider allzu oft - nicht zu Ende gedacht und werden den bestehenden Herausforderungen im Mobilitätsbereich nicht gerecht. Dies führt zu Unverständnis und unnötigen Frustrationen. Die sogenannte Fünf-Meter-Regelung bei den Zebrastreifen ist endlich dabei, umgesetzt zu werden - eine Maßnahme, die bereits viel früher hätte ergriffen und umgesetzt werden können. déi gréng haben sich auch den Mund fusselig geredet, um für die Avenue Pasteur eine bessere Lösung zu finden. Der Tageszeitung „Luxemburger Wort“ gegenüber hat Verkehrsschöffe Goldschmidt nun verlauten lassen, dass hier nachgebessert werden müsste. Ich war erfreut, dies zu hören, doch hätten die richtigen Maßnahmen sofort ergriffen werden mussen. Eine Reihe von Verkehrsregelungen betreffen den Bereich des Teilbebauungsplans „Rue des Aubépines“. Ich möchte daran erinnern, dass die Fraktionen déi gréng, déi Lénk und LSAP vor einigen Monaten eine Motion mit konkreten Vorschlägen zur Verbesserung der Verkehrssituation in der Rue des Aubépines eingereicht hatten. Wir würden es begrüßen, wenn diese Motion in einer nächsten Sitzung der zuständigen beratenden Kommission zur Debatte gestellt würde. Eine der Verkehrsregelungen, die heute zur Abstimmung stehen, scheint die Fahrradpiste entlang des Friedhofs zu betreffen. Bei der Erneuerung des Straßenbelags wurde die Gelegenheit verpasst, dort einen abgesicherten Radweg zu schaffen. Man hat sich mit ein paar Pinselstrichen auf der Straße begnügt, was unzureichend ist, da es sich hier um einen nationalen Radweg und um die Verlängerung einer Fahrradstraße handelt. Auf der Tagesordnung der heutigen Gemeinderatssitzung stand anfangs auch die von déi gréng eingereichte Motion zu den Fahrradstraßen. Da der Schöffenrat uns im Rahmen einer sehr konstruktiven Diskussion über diese Motion in der
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