391 DE SITZUNG VOM MONTAG, DEM 26. SEPTEMBER 2022 Schöffin Colette MART: Es wurde auf einen momentanen Mangel an Betreuungsplätzen im Schulfoyer hingewiesen. Wir hoffen, dass sich diese Situation bald bessern wird. In der alten Dommeldinger Schule sind die zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten begrenzt. Mit dem zusätzlichen Gebäude haben wir diesem Platzmangel Rechnung getragen. Die Dienststelle des Architekten entwickelt das Bauprogramm eines Projektes stets auf der Grundlage der Bedürfnisse, die ihr vom Schuldienst und vom „Service Foyers scolaires“ mitgeteilt wurden. Sollte sich in diesem Fall zeigen, dass in der Modularstruktur nicht genügend Schulfoyer-Betreuungsplätze zur Verfügung stehen, könnten wir noch immer die Entscheidung treffen, z.B. die Kinder des Schulzyklus 4 weiterhin im Foyer des alten Gebäudes zu betreuen. Das Hauptproblem der Schulfoyers sind nicht Raumprobleme. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit der Schaffung zusätzlicher Räumlichkeiten vor Ort gut über die Runden kommen werden. Partizipation liegt mir sehr am Herzen. Das Thema beschäftigt mich, seit ich mein Amt als Schulschöffin angetreten habe. Partizipation wird von den Eltern, vom Lehr- und Erziehungspersonal gefordert. Die Dienststelle des Architekten hat als bevorzugte Ansprechpartner die anderen Dienststellen - in diesem Fall die Herren Honoré Gregorius (Service Enseignement) und Björn Poels (Service Foyers scolaires), wobei sie sich insbesondere auf die technischen Fragen und Herausforderungen konzentriert, wie in diesem Fall die begrenzte Fläche des Grundstücks und die Orientierung der Fenster, um zu hohe oder zu tiefe Temperaturen zu verhindern. Die Erfahrungen, die ich mit der Schule in der Rue Aloyse Kayser sammeln konnte, haben mir gezeigt, dass wenn man Eltern und Schulpersonal einbindet, dies einerseits gut ist, es andererseits, wenn viele verschiedene Partner mit den verschiedensten Bedürfnissen rund um an einen Tisch sitzen, aber auch schwieriger wird, einen Konsensus zu finden, was zu langen Verzögerungen bei der Umsetzung eines Projektes führen kann. Eine optimale Lösung konnte bisher nicht gefunden werden. Nichtsdestoweniger ist es eine Überlegung wert, und es ist sicherlich gut, das jeweilige Schulkomitee und die Direktionsbeauftragten der Schulfoyers einzubinden. Die EDIFF (« éducation différencieé ») hatte den Wunsch nach einer Schule für Kinder mit besonderen Bedürfnissen auf dem Territorium der Stadt Luxemburg geäußert, wenn möglich auf einem Grundschulcampus. Ich habe diese Idee unterstützt. Das Zusammenbringen von Kindern mit besonderen Bedürfnissen mit anderen Kindern schärft die Sensibilität füreinander. In der Zwischenzeit sind Büros und auch EDIFFKlassen im Gebäude an der Avenue du Dix Septembre untergebracht. Im temporären Gebäude in Dommeldingen sind aus Raumgründen keine speziellen Räume für die EDIFF vorgesehen. Es sei daran erinnert, dass viele behinderte Kinder auch normale Grundschulklassen besuchen. Dies wird auch in der neuen Schule in Dommeldingen der Fall sein. In älteren Schulgebäuden, wo es keinen Aufzug gibt, wird stets dafür Sorge getragen, dass Klassen mit einem behinderten Schüler im Erdgeschoss des Gebäudes untergebracht werden. Rätin Correia Da Veiga hat sich nach der Nutzungsdauer der temporären Schulinfrastruktur erkundigt. Leider nimmt die Umsetzung eines Projektes oft länger als vorgesehen in Anspruch, weshalb es wichtig ist, dass die Bauqualität der Übergangsstruktur gut ist und sie programmatisch gut durchdacht ist. Man hat sich Gedanken darüber gemacht, wie der Schulhof möglichst schön und naturverbunden gestaltet werden kann. Nach Fertigstellung der neuen Schule werden wir die temporäre Infrastruktur weiter nutzen können, sei es an diesem oder an einem anderen Standort. Rat François BENOY (déi gréng): Den Ausführungen entnehmen wir, dass an der Planung der temporären Infrastruktur nicht nachgebessert werden soll, dass nicht mit den Partnern vor Ort geredet wurde und es sich dabei um die normale Prozedur handelt. Bürgermeisterin Lydie POLFER: Mir scheint, dass Rat Benoy nicht richtig zugehört hat. Der Schuldienst ist der Partner des Schulkomitees. Der Schuldienst übermittelt der Dienststelle des Architekten das auszuarbeitende Programm und steht mit dem jeweiligen Schulkomitee im Kontakt. Rat François BENOY (déi gréng): Das ist genau so, wie ich es verstanden habe. Die Frage ist, ob man das so gut findet oder nicht. Wir sind der Meinung, dass die Architekten ohne Umwege direkt mit den Betroffenen vor Ort reden sollten. Ich hatte drei konkrete Fragen gestellt, auf die ich keine Antwort erhalten habe. Sind die Brachen in Dommeldingen Teil des Areals, auf dem ein neues Gebäude für 400 Schüler plus 200 Schulfoyer-Betreuungsplätze entstehen soll? Wird nachträglich ein Aufzug eingebaut? Schöffe Wilmes hat davon gesprochen, dass die temporäre Infrastruktur zu einem späteren Zeitpunkt an das Fernwärmenetz angeschlossen werden soll. Warum nicht sofort? Bürgermeisterin Lydie POLFER: Die Brachen sind nicht Teil des Areals, auf dem die neue Schule entstehen soll, aus dem einfachen Grund, weil der Boden derzeit noch verseucht ist. Die Brachen zu sanieren, wird lange Zeit in Anspruch nehmen und mit hohen Kosten verbunden sein. Unser Flächennutzungsplan sieht derzeit keine Bebauung der Brachen vor. Schöffe Serge WILMES: Im Kommissionsbericht vom 19. September ist zu lesen: „Die Nutzung des provisorischen Gasheizkessels ist jedoch nur während der Dauer der Baustelle des neuen Campus vorgesehen. Im Falle einer Verlängerung der Nutzungsdauer des temporären Gebäudes würde dessen Wärmeversorgung durch die neue Fernwärmezentrale erfolgen […].“ Schöffin Simone BEISSEL: Die klassische Kraft-WärmeKopplung mit Naturgas war in den 1990er Jahren der große Hit, wird aber in der Zwischenzeit von der Regierung nicht mehr finanziell bezuschusst, dies nicht zuletzt aufgrund der hohen CO2-Emissionen. Da der Holzpreis gerade explodiert und die Nutzung von Holzpellets dadurch uninteressanter wird, sind wir dabei, auf den Brennstoff Biomasse - und warum nicht sogar auf Miscanthus, ein Brennstoff mit hohem Potenzial - umzuschalten. Hierfür müssen die Brennkessel umgerüstet werden. Beim Bau des neuen, definitiven Schulgebäudes in Dommeldingen wird eine zukunftsträchtige Kraft-Wärme-Kopplung vorgesehen. Das definitive Projekt für den Bau eines temporären Schulgebäudes in Dommeldingen wird bei Enthaltung der Vertreter von déi gréng und LSAP gutgeheißen. V. URBANISMUS Neuordnung von Bauland Der Gemeinderat ist aufgerufen, folgende Anträge zur Neuordnung von Bauland gutgeheißen: –– 34, Rue Jean-François Boch: Aufteilung der Parzelle 622/2173 zwecks Schaffung von zwei Losen, von denen ein Los später mit der Parzelle 613/1337 zusammengeführt wird, um einen Bauplatz zu bilden;
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