P230681_VDL_RAPPORT_ANALYTIQUE_06_2022_26_09

390 DE SITZUNG VOM MONTAG, DEM 26. SEPTEMBER 2022 Schulpavillon in der Rue Adolphe Fischer hingewiesen - ein Provisorium, das seit nunmehr 40 oder 50 Jahren besteht. Das aktuelle Schulgebäude aus demJahr 1981 ist nicht mehr an die Bedürfnisse angepasst und ist zu klein geworden. Ein neuer Schulcampus ist in Planung. Leider liegen uns noch keine Pläne vor. Wir hätten uns gewünscht, dass der Bau einer temporären Schulinfrastruktur in die Planung des definitiven Projektes im Sinne eines Gesamtkonzeptes integriert worden wäre. Die Tatsache, dass erneut eine Gasheizung eingebaut wird, wo wir doch bei Wohnungsbauprojekten, die dem Gemeinderat in letzter Zeit unterbreitet wurden, immer wieder auf die Wichtigkeit, nach Alternativen zu suchen, hingewiesen haben, stimmt uns verdrießlich, zumal wir uns hier erst in der Planungsphase befinden und demnach eine Nachbesserung möglich wäre, ohne die Umsetzung des Projektes zu verzögern. Es sollte durchaus möglich sein, nachträglich die Installation von Solarpanels vorzusehen und diese später beim neuen Schulgebäude zu nutzen. Es ist zu bedauern, dass keine Klassenräume für das „Centre pour le développement intellectuel“ des Bildungsministeriums in der temporären Struktur vorgesehen sind. Auch scheint es so, dass keine Schulfoyer-Räumlichkeiten für die Kinder der Schulzyklen 2 bis 4 in der temporären Struktur vorgesehen sind und diese Kinder im Foyer Rue du Château betreut werden sollen. Unsere Fraktion spricht sich prinzipiell gegen temporäre Containerstrukturen aus. Es ist zu bedauern, dass es den Stadtverantwortlichen nicht gelingt, beim Bau von Schulen und Schulfoyers vorausschauend zu planen, zumal man doch auf der Basis der erteilten Baugenehmigungen weiß, wie viele Wohnungen wo gebaut werden. Schulbauten, Schulfoyers und Sportinfrastrukturen sollten gebaut bzw. ausgebaut werden, bevor in einem Viertel weitere Wohnungen entstehen. Es sollte auch bedacht werden, dass zusätzlicher Bauschutt entsteht, wenn provisorische Strukturen nicht mehr benötigt und abgerissen werden. Rätin Ana CORREIA DA VEIGA (déi Lénk): Die Fraktion déi Lénk begrüßt, dass die Schulkommission Gelegenheit erhalten hat, sich in einer gemeinsamen Sitzung mit der Urbanismuskommission mit dem vorliegenden Projekt zu befassen. Die Vertreter des Lehrpersonals haben erneut darauf hingewiesen, wie wichtig es ihnen ist, dass sie bei Schulbauprojekten eingebunden werden. Die Urbanismusdienststelle hat das technische Know-How. Das Lehrpersonal besitzt das Know-How des praktischen Schulalltags. Eine Zusammenarbeit kann nur beiden Seiten von Nutzen sein. Daher unser Appell, das Lehrpersonal systematisch in die Planungsarbeit - auch in die Planung von temporären Schulbauten - einzubinden. Partizipation sollte großgeschrieben werden. Warum nicht auch die Kinder in die Planung einbinden? Denn genau wie das Lehrpersonal verbringen auch die Kinder viel Zeit in den Schulgebäuden. Kinder haben eine andere Sichtweise als Erwachsene. 10,5 Millionen Euro für eine temporäre Schulinfrastruktur ist viel Geld. In der Kommissionssitzung haben wir nicht erfahren, wie lange das temporäre Gebäude als Schule genutzt werden soll, bzw. ob es später eine andere Zweckbestimmung erhalten soll. Da wir aus Erfahrung wissen, dass temporäre Strukturen oft über einen längeren Zeitraum gebraucht werden, sollten wir uns doch die Mühe geben, z.B. bei der Isolierung (thermische Isolierung, Schalldämpfung...) für mehr Qualität zu sorgen. Rat Radoux hat bereits erwähnt, dass die Kommission sich für die Durchführung einer Analyse ausgesprochen hat, um die Kosten einer Alternative zur Gasheizung zu berechnen. In der Kommission haben wir erfahren, dass die Kinder des Schulzyklus 1, wenn sie im Schulfoyer betreut werden, auch Schulräumlichkeiten des Schulzyklus 1 nutzen werden. déi Lénk begrüßen dieses ganzheitliche Denken ausdrücklich, handelt es sich doch um die gleichen Kinder und außerdem hilft es, Kosten einzusparen. Für das Mittagessen steht ein separater Raum zur Verfügung, um zu verhindern, dass es im Klassensaal nach Essen riecht. Es wäre sicherlich sinnvoll gewesen, wenn Schulfoyer und Lehrpersonal das Nutzungskonzept gemeinsam erstellt hätten und von Anfang in die Planung eingebunden worden wären. Rätin Fayot hat zurecht darauf hingewiesen, dass neue Denkweisen beim Bauen notwendig sind. Da wir wissen, dass temporäre Gebäude nicht für die Ewigkeit gebaut werden, wäre es sinnvoll, uns mehr in Richtung Kreislaufwirtschaft zu bewegen. Solarpanels könnten zu gegebenem Zeitpunkt abgebaut und auf Dächern anderer kommunaler Gebäude angebracht werden. Mich würde interessieren, welche Möglichkeiten allgemein bestehen, um abgebaute Panels erneut zu nutzen. Es wäre sinnvoll, beim Abbau von temporären Gebäuden dafür zu sorgen, dass auch andere Teile bzw. Materialien anderwärtig weitergenutzt werden können. Schöffe Serge WILMES: Eingangs möchte ich betonen, dass bei der Planung solcher Projekte die Dienststelle „ArchitecteBâtiments“ selbstverständlich Kontakt mit dem „Service Enseignement“ aufnimmt, um Informationen über die Bedürfnisse vor Ort zu erhalten. Erst dann wird ein Plan erstellt. Dies war auch die Vorgehensweise beim vorliegenden Projekt. Da Perfektion nicht von dieser Welt ist, ist es selbstverständlich angebracht, dass auch im Laufe der Planung weiterhin ein Austausch stattfindet. Es wird natürlich angestrebt, ein optimales Projekt zu entwerfen. Hauptprojekt ist und bleibt jedoch das neue Schulgebäude, das renoviert und ausgebaut wird. In der jetzigen Phase geht es darum, eine Übergangsphase zu überbrücken, sprich zu ermöglichen, dass der Schulbetrieb bestmöglich aufrechterhalten werden kann, an einem Standort, wo sämtliche Klassen untergebracht werden können, so dass die Baustelle „neues Schulgebäude“ so schnell wie möglich anlaufen kann. Das Grundstück, auf dem die provisorische Struktur errichtet wird, gehört der Stadt Luxemburg. Die Planung der provisorischen Struktur musste an die Ausrichtung des zur Verfügung stehenden Grundstücks angepasst werden. Es wurde auch darauf geachtet, eine Grünzone mit Bäumen zu erhalten. Fakt ist, dass die Nachfrage nach Modularstrukturen in Europa derzeit sehr hoch ist. Die Modularbauten von heute sind weit mehr als nur Modularcontainer. Wir versuchen, so schnell wie möglich auf dem Markt geeignete Produkte zu finden. Deshalb wurde das Lastenheft nicht zu restriktiv ausgearbeitet. Selbstverständlich haben auch wir uns mit Fragen über Isolierung, Nachhaltigkeit, recycelbares Material usw. beschäftigt. Prioritär ist, dass die Schule in Dommeldingen so schnell wird möglich um- und ausgebaut werden kann. Der Bau der neuen Schule wird den Kriterien der Nachhaltigkeit und der Kreislaufwirtschaft Rechnung tragen und wird an das Fernwärmenetz angeschlossen. Wenn wir die provisorische Struktur später erhalten wollen, wird auch sie an das Fernwärmenetz angebunden werden können. Lediglich in der ersten Phase soll das Gebäude mit einer Gasheizung geheizt werden. Dies geht aus den vorliegenden Unterlagen deutlich hervor. Ich kann nicht nachvollziehen, dass einzig und allein die Gasheizung Grund dafür ist, dass déi gréng das Projekt der provisorischen Struktur nicht unterstützen wollen. Wichtig ist doch, dass bis zur Fertigstellung des neuen Schulgebäudes ein provisorisches Schulgebäude zur Verfügung steht. Wir haben selbstverständlich in unserer Agenda stehen, dass die Stadt bei künftigen Projekten auf den Weg der Nutzung erneuerbarer Energien gehen will. Selbstverständlich werden die Schlussfolgerungen der Kommission berücksichtigt.

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