389 DE SITZUNG VOM MONTAG, DEM 26. SEPTEMBER 2022 Landschaftsgestaltung in drei Ebenen wird diese Neigung verringern, so dass die Kinder auf einem für das Spiel besser angepassten Grundstück spielen können. Die Arbeiten werden Ende 2023 abgeschlossen séin und die Inbetriebnahme des Gebäudes ist für April 2024 geplant. Rat Claude RADOUX (DP): Die „Commission du développement urbain“ und die Schulkommission haben sich in einer gemeinsamen Sitzung mit dem Projekt des temporären Schulgebäudes in Dommeldingen befasst. Es ist das erste Mal, dass beide Kommissionen zusammen getagt haben. Für die Mitglieder der Schulkommission ist eine gemeinsame Kommissionssitzung sicherlich von Interesse, gleichzeitig hat sich jedoch gezeigt, dass die Zuständigkeitsbereiche der Schulkommission andere sind als die der „Commission du développement urbain“. Zudem handelt es sich bei der Schulkommission nicht um eine normale beratende kommunale Kommission. Wenn ein Mitglied der Schulkommission nicht an einer Sitzung teilnehmen kann, gibt es kein beigeordnetes Mitglied, das einspringen kann. Auch ist die politische Zusammensetzung der Schulkommission eine andere als die der beratenden kommunalen Kommission. Ich würde dazu tendieren zu sagen, dass die Schulkommission bei solchen Projekten separat tagen sollte, um darüber informiert zu werden, oder dass im Falle einer gemeinsamen Sitzung die Vertreter der Schulkommission nicht an der Abstimmung teilnehmen. In der heutigen Gemeinderatssitzung steht der Kostenvoranschlag zur Abstimmung. Ausgeschrieben wurde das Projekt demnach noch nicht. Auch wenn es sich um einen temporären Bau handelt, ist er deswegen nicht weniger umfangreich, geht es doch darum, sämtliche Klassen der Grundschule Dommeldingen vorübergehend unterzubringen, um die Realisierung eines neuen Schulcampus zu ermöglichen. Im Lastenheft wird nicht vorgegeben, ob es sich z.B. um einen Holz- oder einen Stahlbau handeln soll. Lediglich die Nutzung und das Kriterium der temporären Nutzung des Gebäudes sind vorgegeben. Die Entscheidung, ob das temporäre Gebäude in den Besitz der Stadt Luxemburg gehen wird oder nur angemietet werden soll, wurde noch nicht getroffen. Es ist jedoch anzunehmen, dass die Entscheidung in Richtung Kauf gehen wird, denn erfahrungsgemäß werden temporäre Gebäude länger als vorgesehen für die Bedürfnisse der Schule genutzt. In der Kommission wurde über das energetische Konzept des Projektes diskutiert. Nicht nur das Gebäude, auch das energetische Konzept ist temporär, weshalb sich für eine Gasheizung entscheiden wurde. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der aktuellen Energiekrise hat sich die Kommission dennoch dafür ausgesprochen, dass die technischen Dienststellen in den kommenden Monaten die Möglichkeit einer nachträglichen Einbindung alternativer, nachhaltigerer energetischer Konzepte zu prüfen, ohne, dass sich die Umsetzung des Projektes dadurch verzögern würde. Die Energiekrise hat sich derart zugespitzt, dass wir alle Möglichkeiten nutzen sollten, um Energie einzusparen bzw. zu erzeugen. Rat François BENOY (déi gréng): Eine gemeinsame Sitzung der Schulkommission und der „Commission du développement urbain“ ist meiner Ansicht nach der richtige Weg. Denn wer ist - neben der Urbanismuskommission - besser aufgestellt als die Schulkommission, um ein Gutachten abzugeben, wenn es um den Bau eines Schulgebäudes geht? Ich meine, man sollte auch in Zukunft die Meinung der Personen, die nahe am Schulgeschehen dran sind (Schulkommission, Elternvertretung, Lehrpersonal...), einholen. Das temporäre Schulgebäude stellt eine Zwischenphase bis zur Fertigstellung des neuen Schulcampus in Dommeldingen dar. In der Schulkommission haben wir erfahren, dass das temporäre Gebäude rund 400 Kinder in der Schule und 200 Kinder im Schulfoyer wird aufnehmen können. Werden die Brachen, die hoffentlich in den kommenden Jahren urbanistisch entwickelt werden, Teil des Projektes zur Schaffung eines neuen Schulcampus sein? Für die Kinder der Früherziehungsklassen fehlt es an Platz im aktuellen Schulfoyer. Wird die temporäre Schulinfrastruktur genügend Platz bieten, um auch die Kinder der Früherziehungsklassen im Schulfoyer aufnehmen zu können? Rund 10 Millionen Euro für eine temporäre Struktur sind nicht wenig. Wir meinen, dass in verschiedenen Punkten noch Verbesserungsbedarf besteht. Im Vergleich zu früheren Situationen wie etwa in Kiem wo die Schüler während der Umbauarbeiten im Gebäude blieben, ist eine provisorische Struktur während des Neubaus des Campus sicherlich der bessere Weg. Begrüßenswert ist auch die räumliche Nähe von Schule und Schulfoyer. Das Lehr- und Erziehungspersonal ist nicht in die Ausarbeitung des Lastenheftes eingebunden worden. Wir meinen, dass es wichtig ist, die Meinung des Personals zu hören, damit ihre Bedürfnisse in das Projekt einfließen können. In der Kommission wurde uns mitgeteilt, dass dafür die Zeit fehle. Partizipation ist nie Zeitverlust. Partizipatives Planen trägt zur Verbesserung eines Projektes bei und führt dazu, dass das Projekt den Bedürfnissen der Nutzer besser entspricht. Partizipation sollte sowohl bei der Planung einer definitiven als auch einer temporären Schulstruktur erfolgen. Da abzusehen ist, dass Kinder zumindest die Hälfte ihrer Grundschuljahre oder sogar ihre gesamte Grundschulzeit in dem temporären Schulgebäude verbringen werden, sollte in einigen Punkten allerdings nachgebessert werden. Die Räumlichkeiten im temporären Bau werden auf drei Stockwerke verteilt sein. Es entsteht ein länglicher Bau mit einem langen Flur, was wegen des Lärms und des Fehlens ruhiger Plätze nicht von Vorteil sein wird. Die Architektur trägt demnach nicht unbedingt dazu bei, dass ein optimales Schulklima entstehen kann. Hinzu kommt, dass das jetzige Projekt keinen Aufzug vorsieht, ein wichtiges Element, um Inklusion in einem Schulgebäude gewährleisten zu können. Die Wichtigkeit des Schulhofs braucht nicht mehr unterstrichen zu werden. Hier wird gespielt, hier findet soziales Leben statt. Die Gestaltung des temporären Schulhofes fällt sehr rudimentär aus. Auch hier gibt es noch Luft nach oben. Die Diskussion um das energetische Konzept ist bereits angesprochen worden. Gerade bei Containerbauten muss besonders darauf geachtet werden, dass der Bau gut isoliert ist. déi gréng haben sich wiederholt dagegen ausgesprochen, dass künftig noch Gasheizungen installiert werden. Es sei daran erinnert, dass der Einbau von Gasheizungen in Neubauten ab dem kommenden Jahr gesetzlich nicht mehr erlaubt sein wird. Inwieweit die Regelung auch für temporäre Bauten gilt, weiß ich nicht. Wir können nicht nachvollziehen, warum nicht eine Photovoltaikanlage installiert wird, denn es auch möglich, diese wieder abzubauen und anderwärtig zu nutzen. Soweit zu den Punkten, bei denen unserer Ansicht noch nachgebessert werden muss. Sollte es keine Nachbesserungen geben, können wir das Projekt nicht mittragen. Rätin Cathy FAYOT (LSAP): Der Kostenvoranschlag für dieses temporäre Schulgebäude liegt bei voraussichtlich 10,5 Millionen Euro. Da die Ausschreibung des Projektes noch nicht erfolgt ist, sprich noch nicht feststeht, aus welchem Material der Bau sein wird, bleibt offen, ob es bei diesem Betrag bleiben wird. Beim Bau von provisorischen Schulbauten ist immer Vorsicht angesagt. Es sei auf den
RkJQdWJsaXNoZXIy NTkwNjU=