VDL_RAPPORT_ANALYTIQUE_04_2023_03_07

322 DE SITZUNG VON MONTAG, DEM 3. JULI 2023 Trinkwasserversorgungskette durch mikrobiologische Echtzeitüberwachung mit mikrobiologischen Sensoren. Die Stadt Luxemburg leistet Unterstützung bei: – der Implementierung, dem Betrieb und der Wartung der Technologien zur Online-Überwachung; – dem Betrieb der mobilen Einheit im Netzwerk; – der Entnahme von Proben; – der gemeinsamen Nutzung von Langzeitdatensätzen zur Wasserqualität und der kommunalen Wasserversorgungsinfrastrukturen. Der Vertrag wird für eine Laufzeit von 30 Monaten geschlossen, die am 30. September 2025 endet. Die Stadt zahlt dem LIST einen finanziellen Beitrag von 58.429 € (plus Mehrwertsteuer) für die Durchführung des Projektes. Rätin Claudine KONSBRUCK (CSV): Dieses neue Forschungsprojekt namens „Smartwater“ wird von der Stadt Luxemburg zusammen mit dem LIST und dem Wasserwirtschaftsamt durchführt. Das Programm wurde uns in der beratenden Kommission eingehend vorgestellt. Die Laufdauer des Projektes beträgt 30 Monate. Das Ziel besteht darin, die mikrobiologische Dynamik der Trinkwasserquellen in Luxemburg besser zu verstehen. Für das Gebiet der Hauptstadt wurden zwei Quellen zur Durchführung des Projektes bestimmt. Vor Ort wird eine mobile Online-Kontrolleinheit eingesetzt. Langfristig denkt die Stadt Luxemburg daran, ein solches Gerät zu erwerben, um es vor Ort in den Quellgebieten einsetzen zu können. Es handelt sich demnach um ein sehr wichtiges Projekt, das ein weiteres Puzzle-Teil zur Verbesserung der Wasserqualität darstellt. Rätin Linda GAASCH (déi gréng): Rätin Konsbruck hat bereits auf die Wichtigkeit des Projektes für die Trinkwasserqualität hingewiesen. Die Kontrolle des mikrobiellen Risikos in der gesamten Trinkwasserversorgungskette durch Echtzeitüberwachung mit mikrobiologischen Sensoren erlaubt es, schnell auf eine Kontaminierung des Wassers reagieren zu können, wogegen vorher Wasserproben zur Untersuchung ins Labor geschickt werden mussten. Dieses Kontrollsystem kann uns z.B. auch Aufschluss über saisonale mikrobielle Qualitätsänderungen geben. Die Laufdauer des Projektes beträgt 30 Monate. Ergebnisse sind erst in drei Jahren zu erwarten. In der beratenden Kommission wurde uns versichert, dass uns die Ergebnisse nach Abschluss des Projektes vorgestellt werden. Bezüglich der Belastung des Quellwassers mit Mikroplastik wurde uns mitgeteilt, dass für die Ermittlung dieser Werte nach wie vor Wasserproben entnommen und ins Laboratorium geschickt werden müssen. déi gréng werden die vorliegende Konvention unterstützen. Bürgermeisterin Lydie POLFER: Es handelt sich in der Tat um ein wichtiges Projekt, das auch den Willen der Stadt Luxemburg unterstreicht, alles zu tun, um die Qualität unseres Trinkwassers auf dem höchsten Qualitätsniveau zu halten. Dies lässt sich am besten erreichen, indem wir mit Wissenschaftlern und allen, die als Vertragspartner in der Konvention aufgeführt sind, zusammenarbeiten. Selbstverständlich werden den zuständigen beratenden Kommissionen die Ergebnisse des Forschungsprojektes vorgestellt. Sollten wir kontaktiert werden, um an weiteren Projekten teilzunehmen (z.B. im Zusammenhang mit der Problematik des Mikroplastiks im Trinkwasser), werden wir uns einer Teilnahme nicht verschließen. Die Konvention wird einstimmig gutgeheißen. IV. KOSTENVORANSCHLÄGE 1) Stabilisierungsarbeiten und Absicherung eines Weges im Bereich der Montée Saint-Crépin Der Gemeinderat ist aufgerufen, einem Kostenvoranschlag in Höhe von 1.154.213 € zur Durchführung von Stabilisierungs- und Sicherungsarbeiten im Bereich der Montée Saint-Crépin in der Côte d’Eich zuzustimmen. Der Weg ist seit mehreren Jahren gesperrt, da er sich allmählich senkt. Das Straßenbauamt plant folgende Arbeiten: – kompletter Abriss des Weges; – Stabilisierung des Weges durch eine Gabionenmauer (Natursteine); – Sicherung des Fußwegs gegen Steinschlag durch eine Holzpalisade; – vollständiger Wiederaufbau des Wegoberbaus entlang der initialen Katastergrenzen der betreffenden Parzellen; – Instandsetzung bzw. Austausch des Geländers entlang des Weges; – neues Stadtmobiliar (Bank, Abfallbehälter). Darüber hinaus wird der Service Eaux die Hauptwasserleitung erneuern, die Dienststellen „Eclairage public“ und TIC werden die Verkabelung der öffentlichen Beleuchtung und der Straßenleuchten ersetzen und die Firma Creos (Strom) wird ein Kabel verlegen, um die Côte d’Eich mit der Montée SaintCrépin zu verbinden. Die Kosten des Projektes wurden ursprünglich auf weniger als eine Million Euro geschätzt. Die Finanzierung des Projekts erfolgt durch Mittelübertragungen auf die jeweils zu schaffenden Artikel der betroffenen Dienststellen im außerordentlichen Budget für das Haushaltsjahr 2023. Rätin Claudine KONSBRUCK (CSV): Der Weg Montée SaintCrépin ist seit 2016 aufgrund eines Hangrutsches gesperrt. Es geht darum, den Hang zu stabilisieren und eine Mauer wiederaufzubauen. Im Auftrag der Stadt Luxemburg, des Hausbesitzers, dessen Haus vom Hangrutsch betroffen war, und des Nachbarn wurden Studien durchgeführt. Ich möchte unterstreichen, dass die vom Besitzer des Hauses und vom Besitzer des Nachbarhauses eingegangenen Verpflichtungen auch eingehalten werden müssen. Rätin Linda GAASCH (déi gréng): Wir hätten den Bau einer Trockenmauer ohne Drahtkorb bevorzugt. In der Kommission wurde uns jedoch erklärt, dass dies technisch schwieriger zu bewerkstelligen gewesen wäre als eine Gabionenmauer. Rätin Ana CORREIA DA VEIGA (déi Lénk): Wie hoch werden die Kosten für die privaten Besitzer ausfallen? Dass dies im Verhältnis der Besitzanteile berechnet wird, ist uns klar. Gibt es Besitzer, die sich weigern, Kosten zu übernehmen? Sowohl die Stadt Luxemburg als auch die verschiedenen Eigentümer müssen einen fairen Beitrag leisten. Schöffin Simone BEISSEL: Im Bereich dieses Weges bestand eine akute Steinschlaggefahr. Wegen der Gefahr für die Fußgänger wurde der Weg 2016 gesperrt. Für die Côte d’Eich bzw. das Haus, wo damals eine Stützmauer gebaut wurde, besteht keine Gefahr. Ein Hausbesitzer hat sich gegen alle Lösungsvorschläge der Stadt gestellt. Gerichtsverfahren haben die Arbeiten verzögert. Heute, sieben Jahre später, ist immer noch nicht alles geklärt. Die Stadt Luxemburg hat jedoch

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