VDL_RAPPORT_ANALYTIQUE_04_2023_03_07

319 DE SITZUNG VON MONTAG, DEM 3. JULI 2023 Bürgermeisterin Lydie POLFER leitet die Sitzung. Der Namens- aufruf ergibt die Beschlussfähigkeit des Gemeinderates. In öffentlicher Sitzung I. FRAGEN DER GEMEINDERÄTE 1) Frage von Rat Tom Krieps bezüglich des öffentlichen Zugangs zum Petruss-Tal im Rahmen der LUGA Rat Tom KRIEPS (LSAP): Auf welche Weise gedenkt die Stadt Luxemburg die Besucherströme der LUGA zu steuern, insbesondere den Zugang zum Petruss-Tal? Der Stadtgrund ist mit dem Auto über die Rue de Prague schwer zu erreichen und der Parkplatz Saint-Quirin verfügt nur über wenige Stellplätze. Ist der geplante Bau eines Aufzugs zur Verbindung des Petruss-Tals mit dem Place de la Constitution („Gëlle Fra“) noch aktuell? Schöffe Patrick GOLDSCHMIDT: Im Hinblick auf die LUGA, die ursprünglich für 2023 geplant war und letztendlich 2025 stattfinden wird, wird ein Mobilitätskonzept ausgearbeitet. Dieses sieht nicht etwa den Bau eines Parkhauses am Rande des Petruss-Tals vor, sondern setzt vor allem auf öffentliche Verkehrsmittel und sanfte Mobilität. Die P&R-Parkplätze sowie die bestehenden Parkhäuser werden jedoch verfügbar sein, einschließlich des Parkhauses „St. Esprit“, dessen Renovierungsarbeiten dann abgeschlossen sein sollten. Die Idee, einen Aufzug zu bauen, der das Petruss-Tal und den Place de la Constitution verbindet, wurde nicht aufgegeben. Ein Planungsbüro wird beauftragt, die Machbarkeit und den besten Standort zu analysieren. 2) Dringliche Frage von Rätin Linda Gaasch zu den Maßnahmen zur Einsparung von Trinkwasser und zur Anpassung an hohe Temperaturen Rätin Linda GAASCH (déi gréng): Am 14. Juni 2023 hatten das Umweltministerium und das Wasserwirtschaftsamt einen Aufruf zum Sparen von Trinkwasser in Luxemburg veröffentlicht. Die Grundwasserneubildung ist um 30 Prozent geringer als im vorangegangenen Zeitraum. Die Temperaturen sind hoch, die Niederschläge gering und die Vegetation leidet bereits unter der Trockenheit. Wie stellt sich die Trinkwassersituation in Luxemburg-Stadt derzeit dar? Wird die Stadt zusätzliche Maßnahmen ergreifen, um Trinkwasser zu sparen? Wird sie zusätzliche Maßnahmen für die Bevölkerung ergreifen, z. B. zusätzliche öffentliche Trinkwasserspender, Strukturen, die auf sonnigen Spielplätzen Schatten spenden, und Unterstützung für ältere Menschen bei Hitzewellen? Schöffin Simone BEISSEL: In der Woche vom 12. Juni 2023 lag der tägliche Trinkwasserverbrauch bei rund 29.000 m3. Dieser Verbrauch lag über der normalen Menge (ca. 21.000 m3 pro Tag), doch war im Jahr 2019 ein Wert von 31.000 m3 erreicht worden. Die Trinkwasserkapazitäten der Stadt sind auch bei anhaltender Trockenheit mehr als ausreichend. Dank der Anstrengungen der vergangenen Jahre sind 64 der 72 Quellen der Stadt betriebsbereit. Sieben der zehn Wasserreservoirs der Stadt sind zusätzlich an das SEBESTrinkwassernetz angeschlossen. Die Stadt hält sich an die Genehmigungen des Wasserwirtschaftsamtes bezüglich der maximalen Grundwasserentnahme. Derzeit nutzt die Stadt nur 70 Prozent der beim SEBES reservierten Kapazität. Es gibt 39 fest installierte Trinkwasserspender auf dem Stadtgebiet. Hinzu kommen vier mobile Trinkwasserspender, die auf dem Place d‘Armes, dem Place de Clairefontaine, auf dem Glacis und im Laval-Park aufgestellt sind. Bei Bedarf können weitere Trinkwasserspender hinzugefügt werden. Die Stadt hat in den vergangenen Jahren viel in das Trinkwassernetz investiert. Alte Leitungen wurden ausgetauscht und das System zur Verwaltung und Überwachung des Netzes verbessert, wodurch die Zahl der Lecks deutlich reduziert werden konnte. Der Service Eaux verteilte im März 2023 ein Faltblatt mit 15 goldenen Regeln zum Sparen von Trinkwasser (unter www. vdl.lu abrufbar). Der Service Parcs nutzt für die Bewässerung von Pflanzen alternative Wasserquellen, z.B. die Quelle unter dem ehemaligen Luxlait-Gelände, deren Wasser zu viele Mineralien enthält, um als Trinkwasser verwendet zu werden. Der Service Parcs greift auch zunehmend auf Pflanzen zurück, die weniger gegossen werden müssen. Bei der Errichtung neuer Gebäudekomplexe werden unterirdische Wassertanks angelegt, um Regenwasser zu sammeln. Es werden Studien durchgeführt, um das sogenannte Grauwasser bestmöglich zu nutzen. Satellitenbilder wurden analysiert, um Wärmeinseln in der Stadt auf wissenschaftlicher Grundlage zu identifizieren. Demnächst wird ein Netzwerk von drahtlosen Sonden im Stadtgebiet eingesetzt, um die Bodentemperaturen zu messen und so eine Feinabstimmung der Strategien gegen Überhitzung zu ermöglichen. Weitere Informationen können in einer Sitzung der zuständigen beratenden Kommission geliefert werden. 3) Frage von Rat Tom Krieps über Parkplätze für Teilnehmer an „Sports pour tous“-Kursen im Bambësch Rat Tom KRIEPS (LSAP): Wegen des großen Erfolgs des neuen Spielplatzes im Bambësch kommt es vor, dass Personen, die sich für „Sports pour tous“-Kurse angemeldet haben, auf dem Parkplatz im Bambësch keinen freien Stellplatz finden. Die Stadt hat einen Bus-Shuttle vom Bambësch zum Stadtzentrum eingerichtet, der jedoch auf der Rückfahrt nicht direkt über den Glacis fährt. Wie gedenkt die Stadt Luxemburg dieses Problem zu lösen? Denkbar wären Änderungen im Bereich der Parkplätze, der Busverbindungen oder der Organisation der „Sports pour tous“-Kurse. Zum Beispiel könnten auf dem Parkplatz im Bambësch Parkscheinautomaten aufgestellt werden, um zu verhindern, dass Personen ihr Fahrzeug dort abstellen und mit dem Pendelbus in die Stadt zur Arbeit oder zum Einkaufen fahren. Schöffe Patrick GOLDSCHMIDT: Der Shuttle-Bus wurde eingeführt, nachdem festgestellt wurde, dass der Parkplatz im Bambësch zu wenig Parkplätze (etwa 100) bietet, um allen Personen, die an den zahlreichen Aktivitäten teilnehmen, die Möglichkeit zu geben, mit dem Auto dorthin zu fahren. Der Shuttle-Bus fährt das Glacis sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg an, da es sich um eine Ringlinie handelt. Zwar fährt der Bus zunächst die Haltestelle bei der „Badanstalt“ an, fährt aber direkt zum Glacis weiter. Der Pendelbus fährt täglich ab 9 Uhr morgens alle 20 Minuten. Die Stadt Luxemburg wird analysieren, ob Änderungen bei den Anfangszeiten der „Sports pour tous“-Kurse möglich sind, was jedoch auch von der Verfügbarkeit der Kursleiter abhängt. Die Stadt hatte erwogen, einen zusätzlichen Parkplatz im Bambësch zu schaffen, doch das Umweltministerium würde ein solches Projekt nicht genehmigen. Daher empfiehlt es sich, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen.

RkJQdWJsaXNoZXIy NTkwNjU=