330 DE SITZUNG VON MONTAG, DEM 3. JULI 2023 Mit der Renovierung des großen Saales soll im Jahr 2025 begonnen werden. Rätin Sylvia CAMARDA (DP): Es war mir eine große Freude, die Kommission zu leiten. Die Direktion des Konservatoriums arbeitet mit großer Leidenschaft und gibt ihr Bestes, um allen Interessenten, die Kurse im Konservatorium oder in der Musikschule belegen wollen, einen Platz anbieten zu können. Es ist wichtig, den Bürgerinnen und Bürgern, und vor allem den Kindern und Jugendlichen, zusammen mit den Schulen den Zugang zu Kultur, Musik, Theater und Tanz zu ermöglichen. Da es Jugendliche gibt, die noch Kurse bis 21 oder 22 Uhr belegen, sollten die Busfahrpläne überprüft werden, damit auch zu dieser Zeit noch Busse fahren und die Jugendlichen mit dem Bus gut nach Hause kommen können. Rätin Claudie REYLAND (déi gréng): Den Dankesworten an die Direktion des Konservatoriums kann ich mich nur anschließen. Einschreibungen für das Schuljahr 2023/2024 sind noch bis in den Herbst möglich, so dass wir nicht über genaue Zahlen verfügen. Es ist zu hoffen, dass die Wartelisten weniger lang als bisher sein werden. Mehr als 1.200 Personen standen dieses Jahr auf der Warteliste. Zu wissen, dass man junge Menschen ermutigt, Kurse am städtischen Konservatorium zu belegen, man ihnen dann jedoch vielleicht mitteilen muss, dass keine Plätze mehr frei sind, wäre frustrierend. Das Konservatorium ist Opfer seines Erfolges und platzt aus allen Nähten. Folglich muss sein Ausbau absolute Priorität genießen. Die Renovierungsarbeiten im großen Saal sind für 2025 vorgesehen und werden schätzungsweise neun Monate dauern. Der Verwaltungssitz der Musikschulen sowie weitere Proberäume werden im Michel-Rodange-Haus in Clausen untergebracht. Bei der Ausarbeitung des Projektes ist es zu Verzögerungen gekommen. Ich hoffe, dass die Arbeiten zügig voranschreiten können. Es sollte in jedem Stadtteil eine Musikschule geben. Im Stadtteil Kirchberg und im Bahnhofsviertel gibt es beispielsweise keine Musikschule. Dies ist bedauerlich, insbesondere in Bezug auf das Bahnhofsviertel, wissend, dass eine Musik- und Tanzschule Teil der Lösung für die sich im Viertel stellenden Probleme sein kann. Wichtig ist, dass die Kinder und Jugendlichen einfach und bequem zur Musikschule kommen und es auch abends noch Busse gibt, mit denen sie gut und sicher nach Hause kommen. Um dies zu gewährleisten, muss die Mobilität ausgebaut und angepasst werden. Zu begrüßen wäre ebenfalls, wenn die Zusammenarbeit zwischen Schulen, Schülerhorten und dem Konservatorium weiter verbessert und verschiedene Zeitpläne angepasst werden könnten. déi gréng unterstützen die provisorische Schulorganisation 2023/2024 des Konservatoriums. Rätin Cathy FAYOT (LSAP): Die definitiven Zahlen werden erst im September oder Oktober vorliegen. Es ist zu erwarten, dass die Zahl der Schüler weiter steigen wird. Im Bericht ist zu lesen, dass viele Lehrbeauftragte und Lehrer des Konservatoriums in Rente gehen werden. Ich gehe demnach davon aus, dass bereits Neueinstellungen vorgenommen werden. Ich hoffe, dass man genügend Lehrpersonal finden wird, um alle Kurse abhalten zu können und dadurch lange Wartelisten vermieden werden können. Die Renovierung des großen Saales ist für 2025 vorgesehen. Im Jahr 2026 wird das städtische Konservatorium sein 120-jähriges Bestehen feiern. Eine neue Herausforderung stellt auch die Frage nach der Unterrichtssprache in den Kursen des Konservatoriums dar, dies vor dem Hintergrund, dass immer mehr englischsprachige Mitbürger sich für ihre Kinder englischsprachige Kurse wünschen. Die Musikschulen liegen mir sehr am Herzen und es freut mich, dass 1.200 Kinder eingeschrieben waren. Nichtsdestotrotz gibt es noch Luft nach oben und ich würde mir wünschen, dass es in jedem Stadtteil eine Musikschule gibt. Selbstverständlich bedanken auch wir uns bei den Herren Meyers und Bausch sowie bei ihren Mitarbeitern für die geleistete Arbeit. Rätin Ana CORREIA DA VEIGA (déi Lénk): Auf der Internetseite des Konservatoriums ist zu lesen, dass die Einschreibungen bereits seit dem 16. Juni geschlossen seien. Es wäre schade, wenn sich Interessierte wegen eines Fehlers nicht mehr einschreiben könnten. déi Lénk sind gespannt, ob der kostenlose Musikunterricht eine Erfolgsgeschichte wird. Die Rolle der Aufsichtskommission im Zusammenhang mit der Reform des Musikunterrichts und der Umstrukturierung des Konservatoriums ist noch immer nicht geklärt. Wir hoffen, dass die Situation der Lehrbeauftragten demnächst gesetzlich geregelt wird. Rätin Camarda hat auf die Leidenschaft hingewiesen, mit der das Lehrpersonal am Konservatorium lehrt. Mit Leidenschaft allein können sie ihr Leben nicht meistern, weshalb wir hoffen, dass das neue Gesetz noch im Laufe dieses Jahres verabschiedet werden kann. déi Lénk setzen sich dafür ein, dass Lehrbeauftragte einen unbefristeten Arbeitsvertrag erhalten und sich nicht von befristetem Vertrag zu befristetem Vertrag retten müssen. Im Rahmen der definitiven Schulorganisation 2023/2024 des städtischen Konservatoriums sollten die Zahlen betr. das festangestellte Personal und die Zahl der Lehrbeauftragten vorliegen. In der beratenden Kommission haben wir erfahren, dass das Lehrpersonal des Konservatoriums sich für die Einführung eines internen Reglements ausspricht, da die Rolle der „chefs de section“ noch immer nicht ganz klar sei. Die Abteilungsleiter wünschen sich eine Klärung bezüglich ihrer Aufgaben und Pflichten. Ich würde mich freuen, wenn die von mir angeführten Punkte bis zur Abstimmung über die definitive Schulorganisation geklärt werden könnten. Bürgermeisterin Lydie POLFER: Ich stelle fest, dass die Arbeit, die im Konservatorium geleistet wird, allgemeine Zustimmung findet. Im Namen von uns allen möchte ich den Verantwortlichen des Konservatoriums erneut für ihre Arbeit und ihr Engagement danken. In verschiedenen Stadtteilen gibt es in der Tat noch keine Musikschule. Mir wurde soeben mitgeteilt, dass ab September dieses Jahres auch eine Musikschule im Bahnhofsviertel funktionieren wird. Musik und Tanz sind Aktivitäten, bei denen Kinder und Jugendliche sich entfalten können, und für Stadtteile, in denen sich möglicherweise mehr Probleme stellen, ist ein solches Angebot wichtig. Das neue Gebäude - das Grundstück ist im Besitz der Stadt Luxemburg - wird von der Stadt Luxemburg zusammen mit dem Luxemburger Staat geplant. In diesem Bau sind Räumlichkeiten für das Lycée Gaston Thorn und für das städtische Konservatorium vorgesehen. Es wird auch gemeinsam genutzte Räume geben. Bei Kosten, die höher als 40 Millionen Euro ausfallen, muss ein Finanzierungsgesetz verabschiedet werden. Die Diskussionen über die finanzielle Beteiligung der Stadt Luxemburg am Projekt sind noch nicht abgeschlossen. An der Ausarbeitung des Projektes wird bereits intensiv gearbeitet. Mit der Renovierung des großen Saales soll 2025 begonnen werden, damit er rechtzeitig für die Feierlichkeiten des 120-jährigen Bestehens des Konservatoriums fertig ist.
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