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SITZUNG VOM MONTAG, DEM 23. NOVEMBER 2015

DE

zu arbeiten. Das Konservatorium bietet Mini‑Musique -und

Eveil‑Kurse in den Viertel an. In Zusammenarbeit mit 7 städti‑

schen Schulfoyers (Bonneweg‑Gellé, Cents, Cessingen, Dom‑

meldingen, Gasperich, Hollerich, Rollingergrund) wurde ein

Pilotprojekt „Initiation à la musique“ (Trompete, Schlagzeug

und Gesang) lanciert. Aufbauend auf die gemachten Erfah‑

rungen, soll dieses Projekt auf andere Schulfoyers ausgewei‑

tet werden.

Madame Cathy FAYOT (LSAP):

Die Angaben zur Anzahl

der erwarteten Schüler waren in der provisorischen

Schulorganisation bereits recht präzise. Die Tatsache, dass

diese Angaben in der definitiven Schulorganisation mehr oder

weniger bestätigt werden, zeugt von einer guten Organisation.

Ich kann für die zügige Einschreibungsprozedur nur lobende

Worte finden.

Die Musikschulen in den verschiedenen Stadtvierteln liegen

auch mir sehr am Herzen. Das Pilotprojekt zusammen mit

den genannten Schulfoyers ist zu begrüßen. Wäre es möglich

nähere Informationen betr. die Umsetzung des Projektes zu

erfahren?

Abschließend möchte ich der Direktion des Konservatoriums

und auch der Überwachungskommission für die geleistete

Arbeit danken.

Madame Martine MERGEN (CSV):

Auch wir freuen uns, dass

es mit der Organisation so gut klappt und das Konservatorium

weiterhin einen großen Zulauf kennt. Der Bericht der

Kommission ist sehr ausführlich. Mich würde lediglich

interessieren zu erfahren, wie viele der 600 Kandidaten, die auf

einer Warteliste stehen, auf dem Gebiet der Stadt Luxemburg

wohnen? Wie soll das Pilotprojekt in den Schulfoyers

umgesetzt werden?

Herr Joël DELVAUX (d

éi

Lénk):

Eingangs möchte ich

der Direktion und dem ganzen Lehrpersonal, auf dessen

Engagement der Erfolg des Konservatoriums gründet, danken.

Auf unsere Fragen betr. die Kriterien zur Aufnahme der

Schüler im Zusammenhang mit den langen Wartelisten

und betr. die Zusammenarbeit zwischen den Schulfoyers

und dem Konservatorium haben wir seitens der Direktion

zufriedenstellende Antworten erhalten.

Wir begrüßen die Förderung von Musikalität und Kreativität

bei den Kindern in den Schulfoyers. Wir sind froh festzustellen,

dass die Zeitpläne der Foyers und des Konservatoriums

aufeinander abgestimmt werden konnten und die Begleitung

der Kinder vom Schulfoyer in die Musikschule durch das

Foyer‑Personal gewährleistet wird.

Der Probesaal der Musikgesellschaft Gasperich wird auch für

das Abhalten der Mini‑Musique -und Eveil‑Kurse genutzt. Wir

hoffen, dass der sich aufgrund dessen aufgetauchte Konflikt

gelöst werden kann.

Vor dem Hintergrund der Verlagerung von 200 Schüler aus

dem Konservatorium in die lokalen Musikschulen und einer

steigenden Schülerzahl ab 2016/2017, appellieren wir an

den Schöffenrat, die zusätzlich entstehenden Kosten im

Budgetentwurf 2017 vorzusehen.

Kritik äußeren wir weiterhin darüber, dass die Zahl der

Lehrbeauftragten die der Lehrer übersteigt. Auch wenn uns

bekannt ist, dass es Modetrends bei den Instrumenten gibt und

wir uns daher eine gewisse Flexibilität geben müssen, dass es

eine Reihe von Lehrbeauftragten gibt, die lediglich ein paar

Lehrstunden neben ihrer regulären Arbeit halten, und es für

eine ganze Reihe von Kursen keine Vollzeitstelle gibt, meinen

wir, dass die Anzahl der Lehrbeauftragten mit einem Anteil

von 56% - Tendenz steigend- zu hoch ist. Die Lehrbeauftragten

decken 47% der angebotenen Kurse ab. déi Lénk fordern eine

Aufstockung der Zahl der regulären Lehrkräfte. Es scheint,

dass der Vorschlag der Direktion, die Lehrbeauftragten mit

einem befristeten Vertrag künftig im „régime commun“ zu

führen, sprich sie nach 2 Verlängerungen des befristeten

Dienstvertrages einen unbefristeten Dienstvertrag erhalten

sollen, beim Schöffenrat Gehör gefunden hat. Wir hoffen, dass

dieser Vorschlag auch umgesetzt wird. Es gilt zu bedenken,

dass Lehrbeauftragten von den Banken keine Kredite gewährt

werden. Es sollte nicht, wie im Sekundarunterricht, zuerst zu

Prozessen kommen müssen, damit eine ungerechte Situation

bereinigt wird.

Madame Marceline GOERGEN (ADR):

Eingangs möchte ich

Herrn Meyers für die Antworten auf die von mir gestellten

Fragen danken, wobei ich darauf hinweisen möchte, dass

diese Fragen vom Personal des Konservatoriums an mich

herangetragen wurden. Verschiedene der Antworten, die

ich an das Personal weitergeleitet habe, haben letzteres

jedoch nicht zufrieden gestellt. Sie kritisieren, dass die Jury

in enger Verbindung zur Direktion bzw. zu den Personen, die

für die Posten vorgesehen sind, stehe. Ich nehme eine neutrale

Position ein und werde mich aus Respekt vor dem Personal

auch beim definitiven Votum enthalten.

Herr Claude RADOUX (DP):

Die DP‑Fraktion dankt der

Direktion, den Mitgliedern der Kommission und allen, die an

der Aufstellung der Schulorganisation des Konservatoriums

beteiligt sind, für ihre gute Arbeit. Wir freuen uns über

die steigenden Schülerzahlen und die steigende Zahl an

Kursen. Die Zusammenarbeit des Konservatoriums mit

verschiedenen Schulfoyers ist ausdrücklich zu begrüßen,

eine Zusammenarbeit, die hoffentlich auf weitere Schulfoyers

ausgedehnt werden kann.

Madame Bürgermeister Lydie POLFER

:

Madame Goergen

möchte ich sagen, Sie möge doch bitte dem Personal, wenn

es sich mit Anliegen an sie wendet, mitteilen, dass sie Kontakt

mit der Direktion aufnehmen sollen. Die Liste der Mitglieder

der Jury stellen wir gerne zur Einsicht zur Verfügung. Ich lege

meine Hand dafür ins Feuer, dass alles mit rechten Dingen

zugeht.

Auf den Wartelisten des Konservatoriums sind 593 Personen

eingeschrieben. Es ist davon auszugehen, dass wir ein

Verhältnis von 50 zu 50 (Einwohner – Nicht‑Einwohner)

haben. In den kommenden Monaten hoffen wir die Warteliste

weitestgehend abbauen zu können, wissend dass immer

Schüler nach einigen Monaten abspringen.

Bis 2018 sollen zwischen 500 und 600 Kinder in den

Schulfoyersmusikalisch betreut werden können, eine Initiative,

die auch dem Leben in den Stadtvierteln förderlich sein wird.

Nach einem Jahr Pilotprojekt wollen wir Bilanz ziehen. Ich

sehe keinen Einwand, dass sich die Kulturkommission vor

Ort ein Bild von der Umsetzung des Projektes machen kann.

Die nötigen Gelder zur Umsetzung des Projektes werden im

Budget vorgesehen.

Wir haben Verständnis für die Anliegen der Lehrbeauftragten.

Herr Delvaux hat die Gründe, warum es mehr Lehrbeauftragte

als Lehrer gibt, richtig beschrieben. Das Konservatorium bietet

einen fakultativen Unterricht an. Derzeit sind 63 Lehrer und 79

Lehrbeauftragte dort beschäftigt. In diesem Zusammenhang

sei darauf hingewiesen, dass Examen stattgefunden haben