VDL_RAPPORT_ANALYTIQUE_03_2022_02_05

188 DE SITZUNG VOM MONTAG, DEM 2. MAI 2022 und so langfristig ein nachhaltiges Mobilitätsverhalten aufbauen können. Es geht auch um die Förderung von Verhaltenssicherheit, von Selbstständigkeit, um Kindern die Möglichkeit zu bieten, möglichst autonom, ihrem Alter angepasst, ihren Schulweg zu Fuß, mit dem Tretroller oder dem Fahrrad zurücklegen zu können. Kinder haben einen Bewegungsdrang. Es gilt, Bewegung auch im Sinne von Gesundheit und Wohlbefinden zu fördern. Voraussetzung und gleichzeitig Ziel ist es, die Verkehrsbelastung im Bereich von Schulen zu reduzieren und dort die Sicherheit für Fußgänger und alle anderen Bürgerinnen und Bürger zu verbessern, was auch zu einer höheren der Lebensqualität im Stadtteil beiträgt. Mobilität und Sicherheit müssen über die Straße, in welcher die jeweilige Schule sich befindet, hinausgedacht werden, weshalb wir die Chance ergreifen müssen, großflächigere Konzepte zu entwickeln. Es ist uns ein Anliegen, dass im Rahmen eines Kinderstadtplanes die für Kinder und ihre Familien relevanten Plätze und Infrastrukturen in ihrem Wohn- und Schulumfeld so miteinander vernetzt werden, dass sie für diese Zielgruppe zu Fuß, mit dem Roller oder mit dem Fahrrad sicher erreichbar sind. Die verschiedenen von der Verkehrsdienststelle getroffenen Maßnahmen wurden in der beratenden Kommission besprochen. Im Verlauf der Diskussion wurden zusätzliche Verbesserungsvorschläge eingebracht. Es steht nicht unbegrenzt Personal zur Verfügung, um Maßnahmen, wie z.B. die Sicherung von Fußgängerüberwegen zu gewährleisten oder den Pedibus zu organisieren, weshalb es wichtig ist, die Infrastrukturen so zu entwickeln, dass Kinder autonom mobil sein können. Die Anstrengungen, die der Schöffenrat unternommen hat, um den Pedibus zu fördern, sind absolut zu begrüßen. Allerdings handelt es sich dabei lediglich um eine Teillösung und nicht alle Stadtviertel haben einen Pedibus. In unserer Motion wird der Schöffenrat aufgerufen, die Verkehrssituation imUmfeld aller Schulgebäude zu prüfen, mit dem Ziel, die Sicherheit der Kinder, die ihren Schulweg zu Fuß, mit dem Roller oder dem Fahrrad zurücklegen, zu erhöhen. Für jede Schulgemeinschaft sollte in partizipativer Arbeit (Kinder in Begleitung des Lehrpersonals bzw. der Erzieherinnen und Erzieher sowie der Eltern) ein Kinderverkehrsplan entwickelt werden. Die zur Umsetzung des Kinderverkehrsplanes notwendigen verkehrsberuhigenden Maßnahmen sollen im Umfeld der Schulen (öffentliche und private Schulen, Schulfoyers) umgesetzt werden. Der Schöffenrat ist zudem aufgerufen, weiterhin die sanfte Mobilität auf dem Schulweg zu fördern, u.a. mithilfe der Projekte Pedibus und „Mam Velo an d’Schoul“. Den Mitgliedern der Schulkommission sollte jährlich ein Bericht über die erzielten Fortschritte unterbreitet werden. Motion «Le Conseil communal de la Ville de Luxembourg, Considérant le fait que les enfants en bas âge sont les personnes les plus vulnérables dans le trafic; Vu l’importance pour les enfants de pouvoir, en fonction de leur âge, se rendre en autonomie à l’école; Vu que les parents d’élèves demandent que leur/s enfants puissent accéder à l’école sans risque; Vu la nécessité de promouvoir la mobilité douce auprès des enfants et de leurs parents; Vu la demande des représentant.es de parents de voir le projet «Pédibus» généralisé; Vu l’opportunité d’améliorer par la même situation de circulation pour l’ensemble des habitant.es d’un quartier; invite le Collège échevinal • à étudier la situation de la circulation autour de chaque bâtiment scolaire en vue d’augmenter la sécurité des enfants se rendant à leur école, soit à pied soit en trottinette ou en vélo; • à élaborer pour chaque communauté scolaire un «Kannerverkéiersplang» du quartier où est situé le bâtiment scolaire respectif, et qui doit émaner d’un processus participatif avec les enfants, accompagnés par des pédagogues; • à réaliser les mesures d’apaisement et de réduction de trafic motorisé nécessaires pour transposer ce «Kannerverkéiersplang» dans l’entourage des bâtiments scolaires; • à continuer à promouvoir systématiquement et avec le plus grand effort la «mobilité douce» pour le trajet scolaire, notamment le pédibus et «Mam Velo an d’Schoul »; • à faire un rapport annuel aux membres de la commission scolaire sur le progrès fait en la matière. » Schöffe Patrick GOLDSCHMIDT: Die Sicherheit der Kinder auf dem Schulweg liegt uns allen am Herzen. In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Maßnahmen im Sinne einer Verkehrsberuhigung im Umfeld von Schulen getroffen (Einführung von Tempo-30- und Tempo-20-Zonen). In Gasperich, in der Rue de Cessange, in der Rue de Merl wurden Straßenabschnitte im Bereich der Schulen als Tempo30-Zonen ausgewiesen. Es stehen rund 30 Schülerlotsen zur Verfügung, die bei den verschiedenen Schulen im Einsatz sind. In enger Zusammenarbeit mit der Schulkommission, dem Schuldienst, der Verkehrsdienststelle und der Verkehrspolizei wird geprüft, wo noch Verbesserungen notwendig bzw. möglich sind. Vergangenes Jahr wurde der Pedibus erneut aktiviert. Er funktioniert derzeit in drei Stadtteilen. Demnächst soll eine erste Bilanz gezogen werden. Es ist auch Wunsch des Schöffenrates, das Projekt auf andere Stadtteile auszudehnen und weitere Verbesserungen herbeizuführen. Seit 2007, als der Kinderstadtplan ins Leben gerufen wurde, hat sich vieles verändert, weshalb klar ist, dass es einer Überarbeitung und Anpassung an die neuen Realitäten bedarf. Vor einigen Wochen hat der Schöffenrat grünes Licht für eine Aktualisierung des Kinderstadtplanes gegeben. Ein externes Fachbüro soll damit beauftragt werden. Die Erstellung eines Kinderverkehrsplanes für die verschiedenen Schulgemeinschaften soll Teil dieser Arbeit sein. Wir hoffen, dass ein aktualisierter Kinderstadtplan innerhalb der kommenden Monate für alle Stadtteile umgesetzt werden kann. Die Dienststellen der Stadt Luxemburg tun alles Mögliche, um die Sicherheit der Kinder und Eltern auf dem Schulweg zu gewährleisten und um die Eltern zu ermutigen, öfter auf die sanfte Mobilität umzusteigen. Alle Dienststellen - auch der „Service Circulation“ - reichen einen Jahresbericht ein, weshalb ich déi gréng bitten möchte, die letzte Forderung zu streichen. Rätin Christa BRÖMMEL (déi gréng): Das Thema Verkehrssicherheit wird regelmäßig von den in der Schulkommission vertretenen Eltern thematisiert. Das ist der Grund, weshalb ich diese Forderung in die Motion eingebaut habe. Schöffe Goldschmidt hat von einem Gremium gesprochen, das sich regelmäßig mit dem Thema Sicherheit auf dem Schulweg befasst. Weil davon auszugehen ist, dass Protokolle von den Sitzungen erstellt werden, sollte es möglich sein, der Schulkommission jährlich einen Bericht zukommen zu lassen, damit die Schulkommission diesen bei den Diskussionen über die Sicherheit auf dem Schulweg berücksichtigen kann.

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