VDL_RAPPORT_ANALYTIQUE_03_2022_02_05

182 DE SITZUNG VOM MONTAG, DEM 2. MAI 2022 VII. MOTION: „FÖRDERUNG DES SCHUTZES DES KULTURERBES IN DER STADT LUXEMBURG“ (VORSTELLUNG) Diese Motion wurde von déi gréng eingereicht. Rat François BENOY (déi gréng): Das Thema Denkmalschutz im Allgemeinen und der Schutz unseres architektonischen Erbes im Besonderen steht oft im Mittelpunkt von Diskussionen, die wir im Gemeinderat führen. Ein vor einigen Monaten in der Abgeordnetenkammer votiertes Gesetz sieht vor, dass für jede Gemeinde ein Inventar von Gebäuden, die national geschützt werden sollen, erstellt wird. Mit dem Inkrafttreten des neuen Gesetzes sind Gebäude, die einem kommunalen Schutz unterliegen, Teil eines transitorischen Sicherheitsnetzes, bis die Gemeinde inventarisiert wurde. Neben dem nationalen Schutz gibt es nach wie vor den kommunalen Schutz, sodass Gebäude, die auf nationaler Ebene nicht unbedingt schützenswert sind, auf kommunaler Ebene geschützt werden können. In den kommunalen Flächennutzungsplänen, die periodisch überarbeitet und angepasst werden, können Gebäude als schützenswert eingeschrieben werden. Die letzte Überarbeitung des Flächennutzungsplanes der Stadt Luxemburg liegt sechs Jahre zurück. Das Gesetz sieht vor, dass alle sechs Jahre eine Überarbeitung erfolgt. Demnach sollte 2022 eine allgemeine Überarbeitung unseres Flächennutzungsplanes anstehen. Unabhängig davon können jederzeit punktuelle Anpassungen vorgenommen werden. In unserer Motion wird begrüßt, dass im Rahmen der in den Jahren 2015 und 2016 vorgenommenen Überarbeitungen des Flächennutzungsplanes weitere 3.500 Gebäude als schützenswert eingeschrieben wurden und die Zahl der geschützten Gebäude damit auf 7.100 gestiegen ist. Dies entspricht einem Drittel der auf dem Gebiet der Stadt Luxemburg bestehenden Gebäude. Verschiedene Vorschläge des „Service des sites et monuments nationaux“ konnten damals aus prozeduralen Gründen nicht zurückbehalten werden. Der Schöffenrat ist aufgerufen, auf der Grundlage der vom INPA (Institut national pour le patrimoine architectural) erstellten „listes de repérage“ zu prüfen, ob sämtliche Gebäude, die einen kommunalen Schutz verdienen, diesen Schutz auch im aktuellen Flächennutzungsplan genießen. Eventuell fehlende Objekte sollten im Rahmen der periodischen Überarbeitung des Flächennutzungsplanes aufgenommen werden. Der kommunale Schutz sollte von den sogenannten „ensembles architecturaux“ auch auf „objets individuels“ ausgedehnt werden. Es ist wichtig, dass wir uns auch einen kommunalen Schutz für Einzelgebäude geben. Wichtig wäre auch, dass wir die Bürger noch mehr für unser architektonisches Erbe sensibilisieren. Diese Information und Sensibilisierung kann über die Kommunikationskanäle oder über eine Subventionspolitik der Stadt erfolgen. Motion «Le Conseil communal de la Ville de Luxembourg, –– soulignant que le patrimoine culturel fait partie de la mémoire collective, de l’identité et partant du cadre de vie des citoyen-ne-s; –– rappelant que le repérage et la protection du patrimoine architectural bâti font partie des responsabilités des communes dans le cadre de la préparation des plans d’aménagement généraux (PAG); –– rappelant que les plans d’aménagement généraux sont sujets à révision à intervalles réguliers et qu’il existe la possibilité d’adaptations ponctuelles à tout moment, –– saluant qu’environ 3.500 bâtiments ont pu être mis sous protection lors des révisions du PAG de la Ville de Luxembourg effectuées en 2015 respectivement 2016, portant le total à au moins 7.100 des plus de 20.000 bâtiments qui existent sur le territoire de la Ville de Luxembourg; –– rappelant que lors de la première refonte du PAG de la Ville de Luxembourg, un certain nombre d’objets n’ont pas pu être retenus en raison de considérations procédurales; –– considérant la loi du 25 février 2022 relative au patrimoine culturel; –– soulignant que la protection communale du patrimoine architectural constitue la base du « filet de sécurité» transitoire destiné à éviter la perte d’éléments du patrimoine culturel durant période de mise en œuvre de la loi susvisée; –– rappelant que l’Institut national du patrimoine architectural (INPA, anc. Service des Sites et Monuments nationaux) a élaboré des dispositions types pour la protection communale du patrimoine bâti; –– rappelant que l’INPA a identifié pour le Luxembourg quelques 29.000 bâtiments comme ayant forgé l’identité et la mémoire de nos villes et villages, présentant au moins un intérêt local de sauvegarde; invite le Collège échevinal à –– vérifier, sur base des listes de repérage élaborées par l’Institut national du patrimoine architectural, si tous les éléments du patrimoine culturel dignes d’une protection communale bénéficient effectivement d’une telle protection dans le cadre du PAG actuel; –– mettre les objets éventuellement manquants sous protection dans le cadre de la révision périodique du PAG; –– mettre les objets menacés par la dégradation ou la destruction sous protection immédiate moyennant une révision ponctuelle du PAG; –– étendre la protection communale à des objets individuels, au lieu de les limiter aux ensembles architecturaux; –– vérifier si les dispositions régissant les servitudes devant greffer les immeubles protégés dans le cadre du PAG sont suffisamment claires et efficaces et si elles correspondent aux dispositions types élaborées par l’INPA; –– contribuer à l’information et à la sensibilisation des citoyen-ne-s à la protection du patrimoine culturel à travers les canaux de communication communaux et d’initiatives telles que des subsides, des prix ou des signes distinctifs. » Bürgermeisterin Lydie POLFER: Die Motion ist mir in vielen Punkten sehr sympathisch. Es freut mich, dass Sie die gute Arbeit, die wir gemeinsam im Rahmen der Erstellung des neuen Flächennutzungsplanes geleistet haben, würdigen und darauf hinweisen, dass von 20.000 Gebäuden auf dem Gebiet der Stadt Luxemburg 7.100 geschützt sind. Man kann immer etwas noch besser machen - und doch hat es damals Gründe

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