102 DE SITZUNG VOM MONTAG, DEM 28. MÄRZ 2022 Eine der beiden Pförtnerwohnungen ist zurzeit belegt. Was die Renovierungen betrifft, wurden die Fenster der Grundschule renoviert und die Klassensäle neu gestrichen. Es müssen Isolierungsarbeiten am Dach durchgeführt werden und die Kellerfenster zur Seite der Rue de Gasperich müssen ersetzt werden. Die Eingangstüren der „Spillschoul“ (19, rue Verdi) werden ersetzt und die Toiletten renoviert. Dieses Gebäude Nr. 19, Rue Verdi, wird innerhalb von fünf Jahren durch ein neues Gebäude für den Zyklus 1 ersetzt. Errichtet wird dieses auf einer Parzelle neben dem Scouts-Chalet in der Rue Kemmer. Eine Erweiterung des Schulgebäudes in der Rue de Gasperich ist für das Jahr 2026 geplant. Es stimmt nicht, dass die Zahl der Schüler des Zyklus 1 in Gasperich gestiegen wäre. Nur wenige Kinder, die in anderen Gemeinden wohnen und in privaten Tagesfoyers eingeschrieben sind, besuchen die Schule in Gasperich. Diese Kinder werden bei der Schulorganisation der Stadt Luxemburg nicht berücksichtigt. Zurzeit gibt es keine freien Plätze in der Früherziehung in Gasperich, doch ist wegen der ungenügenden Zahl an Einschreibungen nicht vorgesehen, eine dritte Klasse hinzuzufügen. Vier Kinder, die in Gasperich wohnen, sind in der Früherziehung in Cessingen eingeschrieben, dies auf ausdrücklichen Wunsch ihrer Eltern. Es wird kein Schülertransport zwischen Gasperich und Cessingen organisiert. Es befinden sich noch vier Kinder auf der Warteliste für die Früherziehung in Gasperich. In diesen vier Fällen hatten die Eltern den Antrag nach Ablauf der Anmeldefrist gestellt. Kinder aus anderen Gemeinden werden in der Früherziehung nicht aufgenommen, sodass es falsch wäre, zu behaupten, dass Kinder aus Gasperich wegen Kindern aus anderen Gemeinden keinen Platz in der Früherziehung fänden. 3) Frage von Rat Benoy (déi gréng) über den ökologischen und sozialen Fußabdruck der Berufskleidung der Mitarbeiter der Stadt Luxemburg Rat François BENOY (déi gréng): Die Textilindustrie hat viele negative Auswirkungen, insbesondere durch CO2-Emissionen sowie die Verschmutzung von Gewässern und Böden. Kinderarbeit ist in diesem Industriezweig weit verbreitet. Jeder Einwohner Luxemburgs entsorgt pro Jahr im Durchschnitt 12,26 Kilogramm Textilien. Zur Bekämpfung der zahlreichen negativen Folgen der Textilindustrie im Sozial- und im Umweltbereich ist es wichtig, auf Kleidung zurückzugreifen, die über ein Gütesiegel verfügt und aus Rohstoffen aus der Bio-Landwirtschaft sowie aus dem fairen Handel hergestellt wurde, doch es ist ebenfalls wichtig, Kleidung länger zu benutzen bzw. wiederzuverwerten. Bei welchen Dienststellen der Stadt Luxemburg wird den Mitarbeitern Berufskleidung zur Verfügung gestellt? Wie viele Mitarbeiter sind betroffen? Wie oft wird diese Berufskleidung ausgewechselt, und was passiert mit der nicht mehr genutzten Kleidung? Kauft die Stadt Luxemburg Berufskleidung aus fairem Handel und aus Rohstoffen, die aus der BioLandwirtschaft stammen? Um welche Gütesiegel handelt es sich gegebenenfalls? Gedenkt der Schöffenrat, in Zukunft ausschließlich Kleidung zu erwerben, die aus der Bio-Landwirtschaft und aus dem fairen Handel stammt oder sogar aus wiederverwerteten Materialien, die im Sinne des Upcycling aufgewertet wurden? Schöffe Patrick GOLDSCHMIDT: 27 Gemeindedienste verwenden Berufskleidung, was etwa 1.700 Mitarbeitern entspricht. Die Kleidung wird ersetzt, wenn die Größe nicht mehr passt, wenn sie so abgenutzt ist, dass sie nicht mehr repariert werden kann, oder wenn der jeweilige Mitarbeiter die Dienststelle verlässt (weil er in Rente geht oder den Arbeitsplatz wechselt). Von der nicht mehr benutzten Kleidung werden die Logos entfernt und die Kleider werden von sozialen Strukturen (z.B. dem „Jongenheem“) gesammelt, die sich um die Wiederverwertung kümmern. So weit wie möglich werden nur solche Kleidungsstücke gekauft, die über ein Gütesiegel für Bio-Landwirtschaft bzw. fairen Handel verfügen (in diesem Fall Baumwoll-Produkte). Dies gilt nicht nur für Berufskleidung, sondern auch für Baumwolltaschen, Lauf-T-Shirts, Tücher und Bademäntel in den Schwimmbädern sowie für zahlreiche andere Produkte. Die Stadt Luxemburg ist eine « Fairtrade Gemeng » seit 2013. Die von der Stadt eingekauften fair gehandelten Produkte tragen meistens das Max-Havelaar-Gütesiegel. Dieses Label umfasst alle vom Europaparlament vorgeschlagenen Kriterien zur Definition des fairen Handels. Wenn keine Produkte mit Fairtrade-Label verfügbar sind, wird auf Produkte zurückgegriffen, die das „Fair Wear“-Gütesiegel tragen. Je nach Verfügbarkeit auf dem Markt können die Produkte auch das Bio-Label (auf europäischer Ebene anerkannt) und das Label „Oeko Tex 100“ tragen. Die Kleidung aus Polyester wird aus wiederverwertetem Polyester hergestellt. Für eine Gemeinde erweist es sich als schwieriger, Berufskleidung aus revalorisierten Materialien (Upcycling) zu verwenden, da diese Kleidung die Qualitätsvorgaben der Stadt Luxemburg nicht erfüllt. Die Berufskleidung mit Fairtrade-Gütesiegel ist von sehr guter Qualität und bietet mehr Komfort als die Kleidung, die vor der „Fairtrade Gemeng“-Zertifizierung genutzt wurde. Der höhere Preis dieser Kleidung wird durch eine längere Nutzungsdauer wettgemacht. 4) Frage von Rat Benoy (déi gréng) über die Place Jeanne d’Arc in Bonneweg Rat François BENOY (déi gréng): Die Place Jeanne d’Arc wird genutzt als Parkplatz sowie als Standort für eine „vel’OH !“-Station und Recyclingcontainer. Die Oberfläche dieses Platzes befindet sich in sehr schlechtem Zustand. Viele Kinder und Eltern durchqueren den Platz auf dem Weg zum nahe gelegenen Schulkomplex. Die Bürgersteige sind an drei Stellen des Platzes abgesenkt, damit die Autos von allen Seiten auf den Platz fahren können. Dies macht den Platz besonders gefährlich für die Kinder. Zur Seite der Schule gibt es nicht einmal einen Weg, der den Fußgängern vorbehalten ist. Wie gedenkt der Schöffenrat diesen Platz, der viel Potential für die Verbesserung der Lebensqualität der Bürger bietet, zu revalorisieren? Wie soll er sicherer für die Fußgänger gestaltet werden? Was wird getan, um die Sicherheit der Schüler auf dem Weg zum Schulkomplex zu verbessern? Welche anderen Plätze auf den Gebiet der Stadt Luxemburg werden in den kommenden Jahren aufgewertet, und wie sieht der jeweilige Zeitplan aus? Schöffe Serge WILMES: Es besteht ein Projekt zur Umgestaltung des Place Jeanne d’Arc. Dieses Projekt ist Bestandteil des Projektes zur Umgestaltung der Rue Nic Martha, ein koordiniertes Projekt, das sich in den Mehrjahresplan des „Service SERCO“ (Coordination des chantiers) einschreibt. Das Projekt, das in Abstimmung mit mehreren kommunalen Dienststellen (Service Hygiène, Service Espace public, Fêtes et Marchés, Service Circulation, Service Autobus sowie Service Éclairage public) ausgearbeitet wurde, sieht eine leichte Umgestaltung vor, insbesondere die Erneuerung des Straßenbelags mit einer Aktualisierung bzw. Anpassung der Parkplatz-Markierungen gemäß den aktuellen Normen, die Ausstattung der Bushaltestelle mit einem Bushäuschen und Bodenindikatoren (Noppenplatten) zur Führung von blinden und sehbehinderten Menschen, die Schaffung eines grünen Streifens entlang der Bushaltestelle, um den Bürgersteig und
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