VDL_RAPPORT_ANALYTIQUE_02_2022_28_03

101 DE SITZUNG VOM MONTAG, DEM 28. MÄRZ 2022 ermöglichen, falls eine entsprechende Anfrage eingereicht würde. Was das höhere Abfallvolumen durch die höhere Bewohnerzahl betrifft, können Bürger, welche Flüchtlinge aufgenommen haben, sich bei der Stadt Luxemburg melden, damit eine Lösung für die Bereitstellung einer größeren Mülltonne gefunden wird. Die Frauen, die mit ihren Kindern in der SHUK untergebracht sind, haben allerdings derzeit andere Sorgen. Sie versuchen ständig, über Mobiltelefon Informationen über die Situation ihrer Angehörigen in der Ukraine zu erhalten. 60 iPads wurden an die Vereinigungen Caritas, Rotes Kreuz und ASTI verteilt, um den Kindern, die keinen Zugang zu einem Computer haben, zu ermöglichen, die von der ukrainischen Regierung organisierten Kurse zu verfolgen. Das ONA war auf der Suche nach Standorten, an denen eine große Zahl von Flüchtlingen beherbergt werden könnten, vor allem für den Fall, dass ein Teil der 600 Plätze in der SHUK nicht mehr verfügbar wäre. Zwei Strukturen werden derzeit zu diesem Zweck eingerichtet: eine auf Kirchberg mit 500 Plätzen und eine in einem ehemaligen Bürogebäude in Gasperich mit 200 Plätzen. Die Frage der Wohnstrukturen stand auch im Mittelpunkt einer Unterredung mit dem Syvicol. Die Vertreter mehrerer Gemeinden betonten dabei, dass sie über geeignete Standorte verfügen, um Strukturen dieser Art zu schaffen, dass der Staat diese Standorte aber noch nicht zurückbehalten habe. Das ONA erklärte dazu, dass es leichter sei, eine begrenzte Anzahl größerer Strukturen zu schaffen und zu verwalten als eine große Anzahl kleinerer Strukturen. Letztere sind besser geeignet als längerfristige Wohnstrukturen für Personen, die das Flüchtlingsstatut erhalten haben. Nach Angaben des Staates ist die Hilfe, welche den Flüchtlingen geboten wird, zurzeit die gleiche wie bei vorangehenden Flüchtlingswellen. Die in der SHUK untergebrachten Flüchtlinge erhalten kostenlose Mahlzeiten sowie rund 200 Euro pro Monate pro Erwachsener. Es handelt sich um eine Kompetenz des Staates, doch ist die Stadt Luxemburg bereit, zusätzliche Hilfestellung zu bieten, falls der Staat in diesem Bereich Änderungen planen würde. Die von den Fraktionen CSV und DP eingereichten Motion wird im Hinblick auf eine eingehende Diskussion an die zuständige beratende Kommission weitergeleitet. Der Schöffenrat verpflichtet sich, den Gemeinderat über die zukünftigen Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten. 2) Frage von Rätin Brömmel (déi gréng) über die Grundschule von Gasperich Rätin Christa BRÖMMEL (déi gréng): Bei der Generalversammlung des Interessenvereins Gasperich im Juni 2021 wurden mehrere Beschwerden über die Sicherheit und den Zustand der Schulgebäude, die sich auf einem eingezäunten Campus befinden, geäußert. Im Laufe der Zeit sind Schäden an verschiedenen Gebäuden aufgetreten. Stimmt es, dass mehrmals in die Grundschule von Gasperich eingebrochen wurde? Welche Schäden wurden dabei verursacht? Wurden die Schuldigen ausfindig gemacht? Hat die Stadt Luxemburg Maßnahmen ergriffen, um den Standort abzusichern und zukünftigen Einbrüchen vorzubeugen? Sind die beiden Hausmeisterwohnungen derzeit belegt, bzw. ist geplant, diese zu belegen? Könnte der Standort besser überwacht werden, wenn die Pförtnerwohnung in der ersten Etage des Vorschulgebäudes bewohnt wäre? Wurden auch an anderen Schulstandorten Einbrüche verübt? Gab es negative Auswirkungen auf den Unterrichtsablauf? Kann der Schöffenrat präzise Angaben über den Zustand des alten Gebäudes (rue de Gasperich) sowie der „Spillschoul“ (coin rue Verdi/rue Rossini) liefern? Werden zurzeit Renovierungsarbeiten durchgeführt? Wann sollen diese abgeschlossen sein? Stimmt es, dass eine gewisse Anzahl an Schülern, die in Gasperich wohnen, die Schule in Cessingen besuchen? Ist diese Situation dadurch bedingt, dass es an Klassensälen fehlt, dass die Schülerzahl gestiegen ist (vor allem im Zyklus 1) und durch den Umstand, dass Kinder aus anderen Gemeinden, die bei privaten Foyers im Viertel eingeschrieben sind, die Schule in Gasperich besuchen? Wird diese Situation von Dauer sein? Wie wird der Transport dieser Schüler sichergestellt? Verfolgt der Schöffenrat weiterhin das Projekt, südlich der neuen kommunalen Kindertagesstätte in der Rue de Gasperich ein neues Vorschulgebäude zu errichten? Wie gedenkt der Schöffenrat den Zustrom von Kindern in den bestehenden Gebäuden der Grundschule und des Schulfoyers von Gasperich zu verwalten, wenn diese neue Kindertagesstätte nicht gebaut wird? Sind weitere Infrastrukturprojekte auf dem gesamten Standort vorgesehen? Bürgermeisterin Lydie POLFER: Die Kompetenz, um die Einbrecher zu finden und zu bestrafen, liegt bei der Polizei und der Justiz. Schöffin Colette MART: Es gab vier Einbrüche in der Gaspericher Schule. Der erste Einbruch ereignete sich im Vorschulgebäude in der Rue Verdi. Dabei wurde nichts entwendet. Der zweite Einbruch wurde während des Osterwochenendes 2021 in der Grundschule verübt und am 6. April von der Hausmeisterin festgestellt. Die Eindringlinge haben die Nebentür zum Keller aufgebrochen, Computerausrüstung gestohlen und Wände mit Graffiti beschmiert. Zum dritten Fall kam es in der Nacht des 13. April 2021. Der Hausmeister stellte den Einbruch am 14. April morgens fest. Die Einbrecher hatten drei Eingangstüren aufgebrochen, um sich Zutritt zum Gebäude zu verschaffen. Sie hatten auch erfolglos versucht, mit Hilfe eines Feuerlöschers das Glas der Eingangstür des Sportzentrums zu durchbrechen. Bei diesem dritten Einbruch waren die Schäden größer: Beschädigung von Computermaterial, Aufbrechen von drei Außen- sowie von einer Innentür, Graffiti auf dem Fußboden von drei Klassensälen sowie auf zwei Türen von Klassensälen, Beschädigung von acht Türen von Klassensälen, Farbe auf einem Vorhang in einem Klassensaal und Entleerung aller Feuerlöscher, die in den Fluren im Untergeschoss installiert waren. Der bei diesen beiden Einbrüchen entstandene Schaden beläuft sich auf 104.115,94€. Die Versicherungen der Stadt Luxemburg übernehmen die Reparaturkosten. Der vierte Einbruch wurde in der vergangenen Nacht verübt. Details sind noch keine verfügbar. Es gab auch vier Einbrüche in die Schule von Hollerich, wo Computerausrüstung gestohlen bzw. beschädigt wurde, sowie zwei Einbrüche in die Schule Gaston Diderich in Belair. Der Schöffenrat hat auf diese Einbrüche reagiert, indem die PCs in den Schulen durch Laptop-Computer für das Lehrpersonal ersetzt wurden, die Lehrkräfte gebeten wurden, die Laptops abends mit nach Hause zu nehmen, und eine Ausschreibung lanciert wurde, um eine Wach- und Schließgesellschaft mit der Sicherheit der Gebäude zu betrauen. Die Schulgelände sind außerhalb der Schulzeiten nicht geschlossen, da der Zugang zu den Schulhöfen, die als Spielplätze dienen, gewährleistet sein muss. Ich möchte in diesem Zusammenhang daran erinnern, dass die Stadt Luxemburg Beschwerden erhielt, als der Schulhof in der Rue Demy Schlechter nach Schulschluss geschlossen wurde.

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