115 DE SITZUNG VOM MONTAG, DEM 28. MÄRZ 2022 Für die Ausarbeitung des Berichtes werden Daten aus dem Jahr 2020 benötigt, Angaben, die erst im Jahr 2021 gesammelt werden können. Der Bericht ist am 15. November 2021 in Druck gegangen. Die Vorstellung der Dokumente im Gemeinderat musste aus verschiedenen Gründen zweimal vertagt werden. Dies erklärt, warum wir uns erst in der heutigen Sitzung damit befassen. Die Durchführung der im Bericht aufgeführten Aktionen erfolgt in der Kontinuität. Mit dem Sammeln der Umweltparameter wurde im Jahr 2017 begonnen. Die verschiedenen Umweltaktionen werden auf deren Grundlage geplant. Urbanismus, Biodiversität, Mobilität, Luftqualität, Lärm und Trinkwasser sind einige der Bereiche, mit denen sich befasst wird. In einer Stadt, die Jahr für Jahr um 2 bis 3% wächst, ist es wichtig, über ein solches Instrument zu verfügen. Der Umweltaktionsplan der Stadt Luxemburg ist einzigartig, werden doch auf exemplarische Art und Weise komplexe Zusammenhänge verschiedener Bereiche koordiniert. Alle Dienststellen arbeiten zusammen. Die verschiedenen Umweltaktionen tragen zu einer guten Lebensqualität bei. Rätin Wiseler hat einen guten Überblick gegeben und ist in ihren Ausführungen auf das, was in der Kommission besprochen wurde, eingegangen. Rätin Gaasch hat die Ressource Gas angesprochen, dies auch im Zusammenhang mit dem Gas, das die EU aus Russland bezieht. Bei neuen Teilbebauungsplänen, die in Planung sind, werden keine Gasheizungen mehr vorgesehen. In den kommenden drei bis fünf Jahren sollen Leistungen von 4.000 Kilowattstunden mit Photovoltaikanlagen auf den Dächern von Gebäuden der Stadt Luxemburg erzeugt werden, d.h. so viel Leistung wie bisher aus Photovoltaikanlagen, die verteilt auf dem Territorium der Stadt Luxemburg installiert sind, erzeugt wird. Rätin Gaasch hat bedauert, dass die Zahl der Landwirte, welche eine Beratung in Anspruch nehmen, leicht rückläufig sei. Ich werde mich bei der zuständigen Dienststelle über die Gründe erkundigen. Die Fraktion déi gréng schlägt vor, parallel zum Umweltaktionsplan ein kompaktes Dokument zu verfassen, in dem klare Zielsetzungen aufgeführt werden sollen. Es sei darauf hingewiesen, dass der Stand der jeweiligen Aktionen im Anschluss an die 10 Kapitel kurz und übersichtlich aufgezeigt wird. Nichtsdestoweniger werde ich den Vorschlag an die Dienststelle weiterleiten. Den Vorschlag, mehrere Kommissionssitzungen vorzusehen, um über dieses umfangreiche Dokument zu diskutieren, werde ich ebenfalls weiterleiten. Ich gebe zu, dass bei den Energiepässen Nachholbedarf besteht und eine Schippe nachgelegt werden muss. Rätin Bock hat verschiedene Verbesserungsvorschläge gemacht, die analysiert werden. Was die Einrichtungen zur Messung der Luftqualität betrifft, sei darauf hingewiesen, dass die Passivsammler durch elektronische Sensoren ersetzt werden. Uns scheint wichtig, die Luftqualität auch dort zu messen, wo wir meinen, bereits Verbesserungen erreicht zu haben, z.B. im Bereich der Avenue de la Liberté, um zu prüfen, ob tatsächlich Verbesserungen erzielt wurden. Wärmepumpen verursachen Geräusche. Die Bautenpolizei führt derzeit Messungen durch. Zu gegebenem Zeitpunkt werden wir auf diesen Punkt zurückkommen. Es wurde die Forderung nach noch mehr Bäumen im urbanen Raum laut. Bäume, die abgeholzt werden, müssen vor Ort durch neue Bäume ersetzt oder aber durch das Anpflanzen von Bäumen an einem anderen Standort kompensiert werden. Der Bericht gibt Aufschluss über diese Vorgehensweise. Dass die Kompensierungen nicht innerhalb desselben Jahres erfolgten, hat auch damit zu tun, dass es sich hier um Bäume handelt, die noch im neuen Park von Gasperich zu pflanzen sind. Rat Foetz hat die Notwendigkeit zur Reduzierung der CO2Emissionen angesprochen und sowohl Herr Foetz als auch Frau Wiseler sind im Zusammenhang mit Energieeinsparungen auf die Erarbeitung eines Subventionsprogramms eingegangen. Die Dienststelle hat dem Schöffenrat vergangenes Jahr eine Reihe von Vorschlägen unterbreitet. Die meisten dieser Vorschläge wurden zurückbehalten. Nun müssen die entsprechenden Texte juristisch sauber verfasst und dem Schöffenrat vorgelegt werden. In einem nächsten Schritt werden die zuständige Kommission und der Gemeinderat damit befasst. Im Budget 2021 waren mehr als eine Million Euro für Subventionen eingeschrieben - mit dem Ziel, dass Taten folgen. Und es werden Taten folgen! Das erarbeitete Energiekonzept mit den darin enthaltenen Zielsetzungen wird in der zuständigen Kommission vorgestellt. Rat Foetz meinte, dass die Stadt Luxemburg sich auch um den Energieverbrauch von Betrieben kümmern müsse. Sie alle wissen um die Schwierigkeiten, die wir haben, allein an die Daten für die Gebäude der Stadt Luxemburg heranzukommen. Das Datenschutzgesetz dürfte außerdem nicht dazu beitragen, dass es einfacher wird, an Daten über den Energieverbrauch von Betrieben heranzukommen. Selbst das nationale Wärmekataster hat seine Probleme, um an die verschiedenen Daten heranzukommen. Überschwemmungen fallen in den Kompetenzbereich des Wasserwirtschaftsamtes. In der Kommission wurde erklärt, dass Arbeitsgruppen eingerichtet wurden. Sie haben den Auftrag, den Ursachen für die Überschwemmungen nachzugehen. Die Sanierung des CASA-Geländes liegt im Kompetenzbereich der Umweltverwaltung. Es steht außer Frage, dass eine Sanierung erforderlich ist und ein Projekt erst angegangen werden kann, wenn die Sanierung abgeschlossen ist. Maßnahmen zur Reduzierung des Autoverkehrs wurden getroffen. Im Stadtzentrum ist der Verkehr zurückgegangen. Kommunales und nationales Ziel ist es, den Durchgangsverkehr so weit wie möglich einzuschränken, auch in der Oberstadt. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass die Zahl der neu immatrikulierten Autos jedes Jahr weiter steigt. Die Staus an Wochenenden auf verschiedenen Verkehrsachsen, die aus der Stadt hinausführen, zeigen, dass die Leute immer noch viel mit dem Auto unterwegs sind. Trotzdem erreicht die Nutzung des öffentlichen Transports ein Niveau, welches das Niveau vor Ausbruch der Pandemie übersteigt. Dies zeigt, dass die Einführung des gratis öffentlichen Transports und die Trambahn ihre Früchte tragen. Betreffend die Elektrifizierung unserer Busflotte würden auch wir gerne schneller vorankommen. Demnächst wird eine weitere Ausschreibung lanciert. Wir würden uns freuen, dieses Jahr nochmals 15 oder 20 Busse zu erhalten. Die nötigen Netzkapazitäten von Creos sind gewährleistet. Rat Radoux hat die Lichtverschmutzung angesprochen. Es wird versucht die Lichtverschmutzung über Satellitenbilder zu erfassen. Die Qualität dieser Bilder lässt jedoch noch zu wünschen übrig. Bei der öffentlichen Beleuchtung werden seit Jahren Bemühungen unternommen, um die Lichtverschmutzung einzudämmen. Die Maßnahmen, die in diesem Sinne getroffen werden, mögen in der Öffentlichkeit nicht so bekannt sein, weshalb es durchaus Sinn machen würde, mehr darüber zu kommunizieren. Herr Radoux hat auch auf die Rolle des Umweltdelegierten als Koordinator hingewiesen. Wichtig dabei ist, dass alle Dienststellen mitmachen. Da das alltägliche Arbeitspensum der Dienststellen groß ist, mag es nicht immer zu den
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