VDL_RAPPORT_ANALYTIQUE_02_2022_22_04

139 DE SITZUNG VOM FREITAG, DEM 22. APRIL 2022 Bürgermeisterin Lydie POLFER leitet die Sitzung. Der Namens- aufruf ergibt die Beschlussfähigkeit des Gemeinderates. In öffentlicher Sitzung Zur Tagesordnung Bürgermeisterin Lydie POLFER: Da viele von uns später noch andere Verpflichtungen haben, schlage ich vor, dass wir heute bis 11.50 Uhr tagen. Mit allen bis dahin nicht behandelten Punkten werden uns in der Sitzung vom 2. Mai befassen. I. KOSTENVORANSCHLÄGE 1) Umgestaltung des Gebäudes Nr. 1, Rue Pierre d’Aspelt, und Einrichtung einer Kinderkrippe Der Gemeinderat ist aufgerufen, einem Kostenvoranschlag in Höhe von 9.252.440,36 € zur Umgestaltung des Gebäudes gelegen 1, Rue Pierre d’Aspelt zwecks Einrichtung einer Kinderkrippe zuzustimmen. Das Projekt wurde vom Architektenbüro A+T Architecture, HLG und Goblet Lavandier&Associés ausgearbeitet. Das Gebäude-Ensemble im Bereich des Park Monterey besteht aus einer Villa aus dem Jahr 1886 und einem Anbau aus dem Jahr 1956. Die Villa und der Anbau sind geschützt und im geschützten Sektor von kommunalem Interesse „environnement construit“ eingestuft. Im Hauptgebäude soll der Sitz des „Service Crèches“ eingerichtet werden. Die Kinderkrippe für 54 Kinder (davon 24 Kinder im Alter von 0 bis 2 Jahren und 30 Kinder im Alter von 2 bis 4 Jahren) wird im Anbau entstehen. Zwischen den beiden bestehenden Gebäudeteilen entsteht ein Neubau mit Aufzug und Treppe, die als Notausgang dient. Der Haupteingang zur Kinderkrippe, ausgestattet mit einer Rampe und einer Treppe, befindet sich im Neubau. Ein gesicherter Kinderspielplatz befindet sich auf Ebene des Gartens. Die Kinderkrippe ist in unmittelbarer Nähe zum Park Monterey gelegen. Die Villa erfährt eine sanfte Renovierung, wodurch die vorhandenen architektonischen Elemente hervorgehoben werden. Der Anbau wird konsequenter umgebaut. Der Zugang zum Anbau wird behindertengerecht gestaltet. Im Erdgeschoss des Anbaus sind ein Raum für Kinder von 0 - 2 Jahren mit Schlafraum, ein Raum für Kinder im Alter von 2 - 4 Jahren, gemeinsam genutzte Sanitäranlagen (WCs, eine Dusche, ein Wickeltisch, eine Baby-Küche und ein Lagerraum) vorgesehen. Im ersten Stockwerk des Anbaus befinden sich ein Raum zum Austoben, eine pädagogische Küche, eine Küche zur Erwärmung von Speisen, zwei Umkleideräume (für Männer und für Frauen) für das Personal, ein Büro für das Erziehungspersonal, eine Kitchenette, ein Elternraum bzw. ein Raum zum Stillen, ein behindertengerechtes WC sowie die WCs für das Personal. Im Erdgeschoss der Villa befindet sich ein Versammlungsraum für 16 Personen. Der Kamin und die Deckenverzierungen bleiben erhalten. Hier befinden sich außerdem ein Büro (2 Personen) und Sanitäranlagen. Im ersten Stockwerk der Villa befindet sich ein „Open Space“- Büro für 8 Personen, ein Büro für 2 Personen und eine Kitchenette. Im zweiten Stockwerk befinden sich technische Lokale, sowie ein Notausgang, der auf eine Terrasse führt. Im Untergeschoss befinden sich Abstellräumlichkeiten, der Heizraum, die Zähler sowie eine Waschküche und ein Raum zur Lagerung von Reinigungsmaterial. Die Arbeiten sollen im Frühjahr 2023 beginnen und im Herbst 2025 abgeschlossen sein. Rat Claude RADOUX (DP): Die Büros für den „Service Crèches“ werden in der Villa eingerichtet, während die Kinderkrippe im modernen Anbau untergebracht wird. Die Kinderkrippe am Place du Théâtre hat ihre Türen geschlossen. Es ist daher zu begrüßen, dass wir mit dem Gebäude in der Rue Pierre d’Aspelt ein geeignetes und zentral gelegenes Gebäude finden konnten. Die Räumlichkeiten werden optimal genutzt. In der beratenden Kommission wurde uns erklärt, dass dort Kinder betreut werden, die in der Umgebung wohnen, aber auch Kinder, deren Eltern in der Stadt arbeiten. Da die Kinder nicht, wie in der Schule, alle zur gleichen Zeit von den Eltern dorthin gebracht werden und manche Eltern den Weg zu Fuß zurücklegen werden, wird davon ausgegangen, dass nicht zu viel Autoverkehr generiert wird. Anlass zur Diskussion hat die Rampe gegeben, da diese nicht gerade durch Eleganz besticht. In der Kommission wurde erklärt, dass es anders nicht machbar gewesen sei, da man eine alte Linde erhalten wollte. In der Kommission wurde bedauert, dass im Schuppen, in dem die Kinderwagen unterstellt werden, keine Heizung vorgesehen ist. Die Architekten haben uns erklärt, dass es im Gebäude selbst keinen Raum mehr gebe, der zum Abstellen der Kinderwagen dienen könnte. Sollte man nach der Inbetriebnahme feststellen, dass der Schuppen zu kalt ist, lässt sich immer noch nachbessern. Die Kosten werden mit 9.252.440 € veranschlagt. Sicherlich ein teures Projekt, doch gilt es zu bedenken, dass Renovierungen von bestehenden Bauten immer kostspieliger ausfallen als Neubauten. Wir sind uns alle einig, dass das Gebäude Nr. 1, Rue Pierre d’Aspelt erhalten bleiben muss. Rätin Christa BRÖMMEL (déi gréng): Die Villa wurde 1886 errichtet und 1956 durch einen Anbau ergänzt. Im Anbau war früher eine Schule untergebracht. Die Kinderkrippe, die nach einer Modernisierung im Anbau untergebracht wird, kann 54 Kinder aufnehmen. Die Lage ist ideal, da das Gebäude nahe am Park und doch zentral gelegen ist. Im Sommer werden die Bäume Schatten spenden. Das Projekt wurde den Mitgliedern der „Commission du développement urbain “ und der „Commission de l’enfance et de la jeunesse “ in einer gemeinsamen Sitzung vorgestellt. Ich würde es begrüßen, wenn ähnliche Projekte, die den Kompetenzbereich verschiedener Kommissionen berühren, auch in Zukunft in gemeinsamen Kommissionssitzungen behandelt werden könnten. Die Rampe war Diskussionsthema in der Kommission. Schön wird sie nicht werden, was wir jedoch wohl oder übel in Kauf nehmen müssen, geht es doch darum, einen bestehenden Bau an eine neue Zweckbestimmung anzupassen. Anlass zur Diskussion hat auch der Schuppen zum Abstellen der Kinderwagen gegeben. Es ist zu bedauern, dass kein geeigneter Raum im Gebäude gefunden werden konnte. Ich sehe vor allem Schwierigkeiten im Winter, wenn es im Schuppen sehr kalt ist. Ich würde es begrüßen, wenn nachträglich eine Heizung installiert werden könnte, sollte sich die Kälte als Problem herausstellen. Nicht gut finde ich, dass sich der Elternraum im zweiten Stockwerk befindet. Ein kürzerer Weg, um dorthin zu gelangen, wäre besser gewesen. Doch auch hier gilt, dass man sich den Gegebenheiten anpassen muss.

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