VDL_RAPPORT_ANALYTIQUE_02_2022_22_04

151 DE SITZUNG VOM FREITAG, DEM 22. APRIL 2022 Menschen gemacht. Es ist wichtig, dass wir uns immer wieder vor Augen halten, dass der Wald nicht nur wirtschaftlichen Zwecken dienen sollte, sondern auch ein Ort der Ruhe und Erholung ist. In der Kommission wurden den Vertretern der Forstverwaltung viele Fragen gestellt. Die Kompetenz, mit der die Fragen beantwortet wurden, hat mich beeindruckt. Vor dem Hintergrund, dass die Mehrheit der Bäume krank ist, war eine meiner Fragen, ob wir vor allem auf das Prinzip der Selbstverjüngung des Waldes setzen oder ob wir auch durch gezielte forstwirtschaftliche Maßnahmen eine Verjüngung des Waldes anstreben. Uns wurde erklärt, dass man auch gezielt klimaresiliente Baumarten anpflanze. Bei einer nachhaltigen Forstbewirtschaftung sollten nur so viele Bäume wie notwendig gefällt werden, um sicherzustellen, dass das natürliche Gleichgewicht - es sollten wieder gleich viele Bäume nachwachsen - erhalten bleibt. Warum werden so viele gesunde Bäume so früh gefällt? Warum lässt man gesunde Bäume nicht länger wachsen und fällt sie erst im Alter von 150 oder 200 Jahren? Fakt ist, dass derzeit mehr Bäume gefällt werden als junge Bäume nachwachsen. déi Lénk erachten es als nicht mehr zeitgemäß, dass Holz aus den Wäldern der Stadt Luxemburg nach China exportiert wird. Wir sollten auf den Weg gehen, unser Holz regional zu verkaufen und auch für eigene Zwecke zu nutzen. Es wäre interessant zu diesem wichtigen Punkt mehr Informationen zu erhalten. Es wäre wichtig, über Daten zu den in unseren Wäldern lebenden Tieren zu verfügen. Außerdem wäre eine Diskussion über die Jagdmethoden und den Jagdschein angebracht. Schöffe Patrick GOLDSCHMIDT: Der Forstbewirtschaftungsplan für das Rechnungsjahr 2022 wurde uns im September 2021 vorgelegt. Dass der Punkt erst heute auf der Tagesordnung steht, hat auch damit zu tun, dass die Gemeinderatssitzungen oft lange dauern und aus Zeitgründen nicht immer alle auf der Tagesordnung stehenden Punkte abgehandelt werden können. Wie vielerorts in Westeuropa, ist der Wald auch bei uns nicht in einem guten Gesundheitszustand. Der Forstbewirtschaftungsplan wird von der Forstverwaltung erstellt. Diese staatliche Verwaltung hat das große Glück, dass die Stadt Luxemburg über einen „Service Forêts“ verfügt, welcher eng mit der nationalen Verwaltung zusammenarbeitet. Manche Mitarbeiter werden vom Ministerium eingestellt, aber von der Stadt entlohnt. Die Wälder der Stadt Luxemburg werden so minimal invasiv verwaltet wie nur möglich. Nur die kranken Bäume werden gefällt. Es wurde zurecht darauf hingewiesen, dass für uns Laien oft nicht zu erkennen ist, wenn Bäume krank sind. Bäume können auch z.B. nicht mehr standsicher sein, wodurch sie zu einer Gefahr werden können und deshalb gefällt werden müssen. Im Rahmen der Veranstaltungen, die anlässlich des Internationalen Tages des Waldes in der Stadt Luxemburg stattgefunden haben, haben wir erfahren, dass pro Sekunde 216 Kubikzentimeter Holz im Wald nachwächst. Neue Methoden der Bewirtschaftung geben Anlass zur Hoffnung, dass wir erreichen können, dass sich der Waldbestand trotz der Herausforderung der Klimakrise erholt. Wir alle sind aufgerufen, unseren Wald zu respektieren und Anstrengungen zu unternehmen, um der Klimakrise entgegenzuwirken. Zusammen mit der nationalen Forstverwaltung soll im Rahmen einer Kick-off-Versammlung eine Umfrage durchgeführt werden, um zu erfahren, wie die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Luxemburg den Wald nutzen oder nutzen wollen. Der Wald ist auch für den Menschen da. Er kann hier Ruhe und Erholung finden. Diese Umfrage wird in Zusammenarbeit mit der Universität Freiburg durchgeführt. Ich bin überzeugt, dass diese Analyse interessante Ergebnisse bringen wird. Mit dieser Umfrage erreichen wir auch eine zusätzliche Sensibilisierung der Bürger für den Wald und seinen Nutzen. Zusammen mit dem „Service Parcs“ können wir gerne analysieren, wo sich in den verschiedenen Stadtteilen noch mehr Bäume anpflanzen lassen. Es liegt in der Tat eine Anfrage des Ministeriums für einen asphaltierten Radweg vor. Dieser soll im Bereich des „Juegdschlass“ beginnen. Für den Bau der Strecke wäre die staatliche Straßen- und Brückenbauverwaltung verantwortlich, während die Stadt Luxemburg den Unterhalt übernehmen müsste. Die zuständige kommunale Dienststelle sieht das Projekt jedoch insofern als problematisch an, als unsere Fahrzeuge breit sind und wir an verschiedenen Stellen Holz lagern. Die Dienststelle und auch der Schöffenrat stehen dem Projekt daher a priori eher negativ gegenüber, was wir der staatlichen Verwaltung auch mitgeteilt haben. Wir haben dagegen festgestellt, dass verschiedene Straßen nicht stark befahren werden und sich dort ein Radweg anlegen ließe, der sich in das nationale Radwegenetz integrieren würde. Wir wären bereit, ein solches Projekt zu begleiten. Abschließend möchte ich allen Mitarbeitern der Forstverwaltung und der zuständigen Dienststelle der Stadt Luxemburg für ihren täglichen Einsatz danken. Rat Guy FOETZ (déi Lénk): Schöffe Goldschmidt ist nicht auf die Jagd in den Wäldern der Stadt Luxemburg eingegangen. Bürgermeisterin Lydie POLFER: Dieses Thema steht heute nicht zur Debatte. Wir können uns aber gerne in der Kommission damit befassen. Der Forstbewirtschaftungsplan 2022 für die Wälder der Stadt Luxemburg wird einstimmig gutgeheißen. IV. - IX. Die Punkte 4 bis 9 werden auf die Sitzung vom 2. Mai vertagt. X. SCHAFFUNG / STREICHUNG VON POSTEN A. Schaffung von Posten Der Gemeinderat ist aufgerufen, die Schaffung von Posten bei folgenden Dienststellen zu genehmigen: Service Communication et Relations publiques (1 Posten), Service Crèches (2 Posten), DRH (7 Posten), Service Impositions communales (3 Posten), Service Sports (16 Posten). Die Schaffung dieser Posten wird einstimmig genehmigt. B. Streichung von Posten Der Gemeinderat ist aufgerufen, die Streichung von Posten bei folgenden Dienststellen zu genehmigen: Service Communication et Relations publiques (1 Posten), Service Crèches (2 Posten), DRH (4 Posten), Service Impositions communales (2 Posten), Service Sports (8 Posten). Die Streichung dieser Posten wird einstimmig genehmigt.

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