VDL_RAPPORT_ANALYTIQUE_02_2022_22_04

143 DE SITZUNG VOM FREITAG, DEM 22. APRIL 2022 Die Kosten werden im außerordentlichen Budget 2022 und in den nachfolgenden Budgets verbucht. Der im Budget 2022 eingeschriebene Kredit in Höhe von 50.000 € wird um 65.000 € erhöht. Rat Claude RADOUX (DP): Beide Projekte wurden uns in der beratenden Kommission vorgestellt. Das Grundstück befindet sich in einer wundervollen, sonnigen Lage. Mit dem Bau von 5 Einfamilienhäusern und einer Wohnresidenz mit drei Apartments wird das Grundstück optimal genutzt. Ein Teil der vorhandenen Sandsteinmauer bleibt erhalten. Für den neuen Teil der Mauer werden ebenfalls Sandsteine benutzt. In den Gebäuden werden Gasheizungen installiert. Die Problematik der Abhängigkeit von russischem Gas und die Notwendigkeit, uns so schnell wie möglich von dieser Abhängigkeit zu befreien, wurde uns mit dem Krieg in der Ukraine noch stärker vor Augen geführt. Vor diesem Hintergrund liegen Gasheizungen sicherlich nicht mehr im Trend der Zeit, doch gilt es zu bedenken, dass die ersten Studien für diese Bauprojekte auf das Jahr 2014 zurückgehen. Heute würden andere Heizvorrichtungen vorgesehen. Eine Überarbeitung der Projekte würde jedoch zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Wir alle wissen, wie wichtig es ist, rasch neuen Wohnraum zu schaffen. Die vor und hinter den Gebäuden gelegenen Grünflächen sind den einzelnen Wohnungen zugeteilt, doch sollten die Bewohner später übereinkommen, diese Flächen gemeinschaftlich zu nutzen, wäre dies problemlos möglich. Die DP-Fraktion wird beide Projekte unterstützen. Rätin Christa BRÖMMEL (déi gréng): In der Kommission wurde die Hybridbauweise (Holz und Beton) begrüßt. Es wurde uns erklärt, dass diese Bauweise ein schnelleres Vorankommen ermögliche, sodass die Gebäude voraussichtlich bis Juni/Juli 2024 fertiggestellt werden könnten. Die Nutzung eines nachwachsenden Baustoffes möchten déi gréng ausdrücklich begrüßen. Sollen sowohl die Einfamilienhäuser als auch die Apartments im Besitz der Stadt Luxemburg bleiben? déi gréng sehen durchaus die Möglichkeit, den Ansatz einer gemeinschaftlichen Nutzung zu vertiefen: Installation von Infrastrukturen zur gemeinschaftlichen Nutzung (Spielfläche, Sitzmöglichkeiten, Grillplatz...). Wir bedauern, dass ein solcher Ansatz nicht zurückbehalten wurde und auch generell nicht in die Lastenhefte eingeschrieben wird. Die Fassaden der Gebäude sind nach Süden ausgerichtet. Die Küche des im Erdgeschoss der Wohnresidenz gelegenen Apartments sowie die Küchen von zwei Einfamilienhäusern liegen jedoch im Boden. Einer Architektin, der ich die Pläne gezeigt habe, rät dazu, bei den beiden Einfamilienhäusern zwischen Küche und Wohnraum große Glastüren einzubauen, damit der hintere Raum ebenfalls hell und angenehm ist. Was das Apartment angeht, meinte die Architektin, dass das Problem des Lichttransportes nicht gut gelöst worden sei, worunter die Wohnqualität leide. Daher mein Appell an den Schöffenrat, dies überarbeiten zu lassen. déi gréng bedauern die Entscheidung, Gasbrennwertheizungen zu installieren, wo doch die Ausrichtung der Gebäude optimal wäre, um Solarenergie zu nutzen. In der Kommission wurde darauf hingewiesen, dass die Planungsanfänge auf das Jahr 2014 zurückgehen. Bei einem bereits fortgeschrittenen Projekt mag es in der Tat umständlich sein, noch Anpassungen vorzunehmen. Dass Gas ein fossiler Energieträger ist und aus Klimagründen ersetzt werden muss, wissen wir jedoch nicht erst seit heute. Bereits vor Beginn des UkraineKrieges wurde in der beratenden Kommission auf Sinn und Zweck eines 100-prozentigen Rückgriffs auf erneuerbare Energien hingewiesen. déi gréng sehen eine Inkohärenz darin, wenn einerseits Energiezulagen beschlossen werden und andererseits die zukünftigen Bewohner der Apartments in der Rue de Laroche mit explodierenden Gasenergiepreisen konfrontiert werden. Ab dem 1. Januar 2023 wird auf kommunaler Ebene ein Reglement zu respektieren sein, das den Einbau von Gasheizungen praktisch nicht mehr erlaubt. Warum greifen wir diesem Reglement nicht vor? Bei Projekten, die bereits in Planung sind, kann und sollte umgehend nachgebessert werden. déi gréng geben sich nicht mit dem Argument zufrieden, dass eine Überarbeitung zusätzliche Kosten verursache. Nicht nachzubessern, generiert auch Kosten, wobei die Kosten in Form von hohen Energiepreisen vor allem zu Lasten der Bewohner gehen werden. déi gréng haben eine Motion ausgearbeitet, in welcher der Schöffenrat, mit Blick auf das großherzogliche Reglement vom 9. Juni 2021, aufgefordert wird, mit der Anwendung des Reglements nicht bis zum Januar 2023 zu warten und für alle Wohnungsbauprojekte, die bereits in Ausarbeitung sind, auf Heizungen mit fossilen Brennstoffen zu verzichten. Motion « Renonciation à l’installation des chaudières à gaz dans les projets de logements nouveaux exécutés par la Ville de Luxembourg Le Conseil communal de la Ville de Luxembourg, Considérant les dispositions du Règlement grand-ducal du 9 juin 2021 concernant la performance énergétique des bâtiments, entré en vigueur le 1er juillet 2021, déterminant les exigences minimales relatives aux coefficients de transmission thermique, Considérant la nécessité de réduire au plus vite possible les émissions de CO2, majoritairement responsables de la crise climatique; Considérant que des alternatives techniquement et économiquement fiables existent, en l’occurrence les pompes à chaleur alimentées par l’énergie solaire ainsi que les chaudières à copeaux de bois; Considérant que la Ville de Luxembourg est membre de l’Alliance pour le climat; Considérant les enjeux géopolitiques et environnementaux de l’approvisionnement en gaz; Considérant que la hausse des prix des énergies fossiles, dont le gaz naturel, a un impact plus important sur des ménages à faibles revenus, ces ménages étant prioritairement visés par la construction de logements sociaux ou à coûts modérés réalisés par la Ville de Luxembourg; invite le Collège échevinal –– à appliquer le Règlement grand-ducal du 9 juin 2021 dès maintenant et sans délai; –– à revoir tous les projets de construction de logements communaux actuellement déjà en cours et de les adapter de façon à ce que les systèmes de chauffage soient alimentés en énergies renouvelables à la place d’énergies fossiles. » déi gréng unterstützen grundsätzlich die Schaffung von Wohnraums, werden die beiden vorliegenden Projekte jedoch aus den soeben angeführten Gründen nicht mittragen können. Wir fordern eine Überarbeitung dieser Projekte im Sinne des Umwelt- und Klimaschutzes sowie im Interesse der künftigen Bewohner.

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