RAPPORT_ANALYTIQUE 14_06
151 DE SITZUNG VOM FREITAG, DEM 14. JUNI 2019 Rat Galles hat um Informationen über das Verkehrskonzept im Bereich des Place de la Gare gebeten. Die Baustelle wird sich weiter ausdehnen. Dies hat zur Folge, dass die Bussteige für die AVL-Busse verschwinden werden und die AVL-Busse in den kommenden Monaten die RGTR-Bussteige werden anfahren müssen. Sind die Arbeiten am Place de la Gare erst einmal abgeschlossen, wird sich die Verkehrssituation erheblich verbessern. Bis zum Abschluss der Arbeiten heißt es Geduld aufbringen. Die konstruktiven Kritiken, die im Zusammenhang mit der Radanbindung geäußert werden, sind gerechtfertigt. Unsere Dienststelle wird sofort vor Ort prüfen, wie sich die Situation für die Radfahrer auf der kurzen Strecke verbessern lässt. Zu diesem Zeitpunkt macht es allerdings wenig Sinn, auf der übrigen Strecke eine Radroute auszuweisen, da die Wegführung der Route aufgrund der steten Entwicklung der Baustelle ständig angepasst bzw. geändert werden müsste. Sind die Bauarbeiten erst einmal abgeschlossen, wird das Auto nur noch über eine Fahrbahn verfügen. Würden wir den Raum für das Auto in der Baustellensituation weiter einschränken, wären endlose Staus vorprogrammiert. Selbstverständlich versuchen wir, die Radfahrer so prioritär wie nur möglich zu behandeln, was jedoch aufgrund verschiedener Zwänge nicht immer möglich ist. Rat Bauer hat auf Gefahren für die Fußgänger im Bereich der Baustelle Avenue de la Faïencerie hingewiesen. Bei der Einrichtung von Baustellen gilt für alle Unternehmen, dass sie den Weg, den die Fußgänger benutzen sollen, deutlich ausschildern und sichern müssen. Ich werde dafür sorgen, dass unsere „agents municipaux“ sich die Situation vor Ort ansehen. Sollte die Fußgängerumleitung nicht klar ausgeschildert bzw. nur ungenügend gesichert sein, werden unsere Agenten umgehend eine Ermahnung an die für die Baustelle zuständigen Unternehmen schicken. Rat Delvaux hat auf die problematische Situation in der Rue du Fort Neipperg hingewiesen. Wegen der Bauarbeiten am Parkhaus ist die Situation momentan nicht ganz einfach. Die gute Nachricht ist die, dass das Parkhaus in spätestens zweieinhalb Monaten wieder öffnen wird. Im Parkhaus wird es dann auch zahlreiche Fahrradstellplätze geben, sodass wir hoffen, dass Radfahrer ihre Fahrräder künftig nicht mehr an Ampel- oder Beleuchtungspfosten festmachen werden, wo sie auf dem Bürgersteig eine Behinderung für Passanten darstellen. Unsere Dienststelle wird vor Ort prüfen, wie wir die Situation kurzfristig, bis zur Wiedereröffnung des Parkhauses, verbessern können. Bürgermeisterin Lydie POLFER : Die Bauarbeiten sind mit Unannehmlichkeiten für alle Verkehrsteilnehmer verbunden. Es bleibt uns allen nichts Anderes übrig als zu hoffen, dass wir die Zeit bis zum Abschluss der Arbeiten – voraussichtlich anderthalb Jahre – zusammen durchstehen werden. Alle Verkehrsteilnehmer sind gefordert und müssen einander respektieren. Die Situation ist sicherlich nicht einfach, doch eine Alternative gibt es nicht. Temporäre Verkehrsmaßnahmen und definitive Änderungen an der kommunalen Verkehrsordnung werden einstimmig gutgeheißen. IV VORSTELLUNG DER SCHULORGANISATION 2019/2020 Schöffin Colette MART : Es ist zum achten Mal, dass ich die Schulorganisation in diesem Gremium vorstelle. Für mich ist dies immer ein angenehmer Moment im Verlauf des Jahres. Es erlaubt einen Rückblick auf das, was zusammen mit den Dienststellen, der Schulkommission, den Schulkomitees und den Eltern an Arbeit geleistet wurde. Es bietet zudem die Möglichkeit einer Analyse über die Entwicklung der Situation des Kindes in der Stadt, über die verschiedenen Bereiche, in denen wir in unserer Arbeit gut vorangekommen sind, wo aber auch immer wieder neue Probleme auftauchen, denen wir uns stellen müssen. Bevor ich auf die Berichte der verschiedenen Dienststellen und auf die Zahlenangaben zur Schulorganisation 2019/2020 eingehen werde, will ich die für die Debatte neuen Elemente hervorheben : –– die Eröffnung der „Bëschspillschoul“ in Mühlenbach ; –– die von Heilpädagogin Simone Loutsch erarbeitete Bestandsaufnahme über die Kooperation von Grundschulen und Schulfoyers im Rahmen des „Plan d’encadrement périscolaire“ (PEP) ; –– die Kommunikation bezüglich der Schulen und Schulfoyers auf der Internetseite der Stadt Luxemburg wurde verbessert ; –– die Neustrukturierung des CAPEL ; –– die Neuaufstellung des Schuldienstes – es werden zwei Posten geschaffen –, nachdem Herr Christophe Dunkel die Entscheidung getroffen hat, wieder als Lehrer zu arbeiten. „Bëschspillschoul“ In Mühlenbach, in unmittelbarer Nähe zum „Baambësch“, wurde eine provisorische Struktur im Sinne einer Ganztagsbetreuung (Schule plus Foyer) errichtet, basierend auf dem Konzept der Waldpädagogik. Es handelt sich dabei um ein Projekt, das bereits unter dem vorangehenden Schöffenrat lanciert wurde – es sind demnach auch die Verdienste unserer Kollegen von Déi Gréng zu würdigen –, und das von der neuen Koalition unterstützt und weitergeführt wurde. In der neuen Struktur werden Kinder aus den Stadtteilen Eich, Mühlenbach, Rollingergrund und Limpertsberg aufgenommen. Wir haben uns in einer ersten Phase auf diese Viertel beschränkt, um zu lange Transportwege zu vermeiden. Es ist nicht auszuschließen, dass wir in einer zweiten Phase eine identische Struktur in einem anderen Stadtteil vorsehen. Es sind 14 Anmeldungen für die Früherziehung eingegangen, 12 für den Schulzyklus 1.1 und zwei für den Schulzyklus 1.2. Dies zeigt das Interesse der Eltern daran, dass ihr Kind den gesamten Schulzyklus 1 in der „Bëschspillschoul“ durchlaufen soll. Umgekehrt zeigen sich Eltern, deren Kinder eine traditionelle Vorschulklasse besuchen, weniger motiviert, einen Wechsel hin zur „Bëschspillschoul“ vorzunehmen. In der „Bëschspillschoul“ wird eine Früherziehungsklasse und eine Vorschulklasse (Schüler des ersten und des zweiten Jahres) funktionieren. Zwei Lehrerinnen und eine Erzieherin, die eine Spezialausbildung in Waldpädagogik haben, werden in der „Bëschspillschoul“ arbeiten. Dem Schulfoyer, das an das Foyer Eich gekoppelt ist, steht eine „chargée de direction“ vor. Die vier dort angestellten „éducatrices diplômées“ nehmen an einer von deutschen Fachleuten organisierten Spezialausbildung teil. Für alle Kinder, die in der „Bëschspillschoul“ eingeschrieben sind, steht ein Platz im Foyer zur Verfügung, d.h. dass sowohl die Ganztagsbetreuung als auch der Schultransport gewährleistet sind. Nach dem Unterricht, der bis 13 Uhr
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