RAPPORT_ANALYTIQUE 14_06
148 DE SITZUNG VOM FREITAG, DEM 14. JUNI 2019 Bürgermeisterin Lydie POLFER leitet die Sitzung. Der Namensaufruf ergibt die Beschlussfähigkeit des Gemeinderates. In nichtöffentlicher Sitzung : I SCHULPERSONAL – ERNENNUNGEN (LISTE 1) In öffentlicher Sitzung : II FRAGEN DER GEMEINDERÄTE 1) Frage von Rätin Elisabeth MARGUE (CSV) über die Nutzung und Taktfrequenzen der Tram Rätin Elisabeth MARGUE : Im Zusammenhang mit der Trambahn möchte ich dem Schöffenrat die folgenden Fragen stellen : –– Aus den offiziellen Zahlen, die auf der Website „Portail Transports“ veröffentlicht wurden, geht hervor, dass die Tram jeden Tag von mehr als 20.000 Menschen genutzt wird. Verfügt die Stadt Luxemburg über zusätzliche Informationen zu diesem Thema, insbesondere über die Anzahl der Personen, die zu den Haupt- und Nebenverkehrszeiten mit der Tram befördert werden? –– Werden regelmäßig Zählungen durchgeführt, um sicherzustellen, dass die Fahrzeiten der Tram an die Nachfrage der Nutzer/innen angepasst sind? –– Ist die Stadt Luxemburg aufgrund der ihr zur Verfügung stehenden Informationen der Ansicht, dass die Kapazität der Tramwagen sowie die Taktfrequenzen zu den Hauptverkehrszeiten ausreichend sind, um die Nachfrage zu decken? –– Kann die Stadt Luxemburg bestätigen, dass die Tram immer Vorrang gegenüber den anderen Nutzern der öffentlichen Verkehrswege hat ? –– Kann die Stadt Luxemburg bestätigen, dass die Fahrzeiten der Tram im Allgemeinen eingehalten werden? Gibt es Pläne, die Fahrzeit, welche die Tram benötigt, um die Strecke zwischen der Haltestelle Luxexpo und der Haltestelle Place de l‘Etoile zurückzulegen, mittel- oder langfristig zu reduzieren? Schöffe Patrick GOLDSCHMIDT : Den Statistiken von Luxtram zufolge wird die Tram auf ihrer derzeitigen Strecke täglich von 22.000 Personen genutzt. Während der Hauptverkehrszeiten, also zwischen 8 und 9 Uhr morgens sowie zwischen 17 und 18 Uhr abends, nehmen jeweils 3.100 bzw. 2.500 Personen die Tram. Zwischen 10 und 11 Uhr wird die Tram am wenigsten genutzt. Die Tram fährt derzeit oft genug, nämlich alle paar Minuten. Luxtram führt eine monatliche Erhebung zu den Bedürfnissen der Nutzer/innen durch. Seit dem 3. Juni fährt die Tram nicht mehr nur alle 6 Minuten, sondern alle 5 Minuten, um der höheren Nachfrage gerecht zu werden. Die Haltestellen werden nun von zwölf statt zehn Trams pro Stunde bedient. In Bezug auf den Vorrang der Tram gegenüber den restlichen Verkehrsteilnehmern ist festzustellen, dass diese Regel zunächst nicht gut funktioniert hat, da die Tramwagen zuerst entsprechend ausgestattet werden mussten, um ein Signal aussenden zu können. Derzeit wird das Ziel verfolgt, dass die Tram nur noch an den vorgesehenen Haltestellen halten muss und die Signale, insbesondere die Lichtsignale, so gesteuert werden, dass die Tram stets Vorrang hat. Die Tram hat derzeit keinerlei Verspätungen gegenüber den vorgesehenen Fahrzeiten. Bei 50% der Fahrten weicht die Abfahrts- bzw. Ankunftszeit etwa 30 Sekunden von den Fahrplänen ab, und bei 80% liegt die Abweichung bei maximal einer Minute. Zur Frage der Fahrzeit pro Strecke und der Möglichkeit, die Geschwindigkeit der Tram zu steigern, ist darauf hinzuweisen, dass Luxtram die Geschwindigkeit der Tram auf demAbschnitt Luxexpo - Place de l‘Etoile seit dem 8. April 2019 erhöht hat. Dadurch konnte allerdings nur eine Minute gewonnen werden : Die Fahrzeit sank von 17 auf 16 Minuten. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Tram eine Entfernung von 5,6 km zurückzulegen hat und dabei 11 Haltestellen bedient sowie Ein-/Ausfahrten zu Privatgrundstücken passiert. Deshalb ist es sehr schwierig, die aktuelle Fahrzeit noch weiter zu verkürzen. Nach der Verlängerung der Tramstrecke bis zum Bahnhof muss jedoch geprüft werden, ob diese Fahrzeit weiter verkürzt werden kann, denn die Stadt Luxemburg möchte die Bürgerinnen und Bürger dazu motivieren, die Tram möglichst oft zu nutzen. 2) Frage von Rat François BENOY (Déi Gréng) zur Vermietung von Sozialwohnungen Rat François BENOY : Die Vermietung von Sozialwohnungen ist ein wirksames Instrument, um unbewohnten Wohnraum zu mobilisieren, erschwinglichen Wohnraum für bedürftige Menschen zu schaffen und so die soziale Vielfalt in den Stadtteilen zu fördern. Zu diesem Zweck hat die Stadt Luxemburg mit der Agentur für Sozialwohnungen (Agence immobilière sociale – AIS) eine Vereinbarung getroffen. In Anbetracht dessen möchte ich dem Schöffenrat folgende Fragen stellen : –– Was ist der Gegenstand der Vereinbarung zwischen der Stadt und der AIS? Seit wann ist diese Vereinbarung in Kraft ? Wurde sie im Laufe der vergangenen Jahre Änderungen unterzogen? –– Wie viele Wohnungen konnte die AIS seit ihrem Bestehen pro Jahr auf dem Gebiet der Stadt Luxemburg mobilisieren? –– Sollte diese Zusammenarbeit angesichts der Wirkkraft der AIS bei der Mobilisierung von Wohnungen nicht ausgebaut werden? –– Nach der Mobilisierung leerstehender Wohnungen hat die AIS die Idee vorgebracht, leerstehende Baugrundstücke zu mobilisieren, um dort Modulhäuser zu bauen. Was halten Sie von diesem Konzept ? Könnte dies nicht eine Idee für ein neues Pilotprojekt in der Stadt Luxemburg sein? Schöffin Isabel WISELER-LIMA : Gemäß der 2013 geschlossenen Vereinbarung zur Durchführung von Projekten zur sozialen Eingliederung durch die Bereitstellung von Wohnungen (Projets d‘inclusion sociale par le logement – PISL) wurden zwei Personen, die ihr Einkommen von der Stadt Luxemburg beziehen, von der AIS eingestellt. Nach zwei Jahren (im Jahr 2015) waren 50 Projekte für die Zielgruppe durchgeführt. Seit 2015 sind insgesamt vier Personen für die bisher 100 Begünstigten von PISL- Projekten zuständig. Im Zeitraum 2009 bis 2015 konnte die AIS jedes Jahr Sozialwohnungen für zwei bis sieben Familien finden. In den
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