RAPPORT_ANALYTIQUE 14_06
152 DE SITZUNG VOM FREITAG, DEM 14. JUNI 2019 dauert, können die Kinder das Foyer besuchen. Ein Besuch des Foyers ist jedoch keine Pflicht. Die Umsetzung des Projektes war mit viel Arbeit und Engagement verbunden. Mein Dank geht an das Team von Liz Paulus, an Herrn Dunkel vom Schuldienst, an alle Lehrerinnen, die das Projekt ins Rollen gebracht haben, sowie an den städtischen „Service Foyers scolaires“. Die Regionaldirektion hat dabei ebenfalls eine konstruktive Rolle gespielt. Die „Bëschklassen“ in Gasperich und Clausen werden auch 2019/2020 angeboten. Da das Interesse an einem Angebot solcher Aktivitäten im Wald groß ist, wollen wir es auch auf andere Stadtteile ausdehnen. Entsprechende Ausbildungskurse für das Lehrpersonal und Erzieher sollten angeboten werden. Bericht zur Kooperation von Grundschulen und Schulfoyers Frau Simone Loutsch, Heilpädagogin, hat im Auftrag des Schöffenrates eine Bestandsaufnahme der Abstimmungspro- zesse zwimschen Schulen und Betreuungseinrichtungen der Stadt Luxemburg durchgeführt. Aus den zahlreichen Gesprächen, die ich mit Frau Loutsch geführt habe, ist hervorgegangen, dass die Durchführung der Bestandsaufnahme beim Lehrpersonal und Personal der Schulfoyers allgemein begrüßt wurde. Das Personal war froh, sich mitteilen zu können, und es wurde begrüßt, dass wir uns für die Kommunikationsprobleme zwischen Schule und Schulfoyer interessieren. Ziel ist es, eine Kultur der Kommunikation zu schaffen, obschon während Jahren immer wieder gesagt wurde, bei Schule und Foyer handele es sich um zwei verschiedene Kulturen. Wir haben es in der Tat mit einem formalen Bildungskontext einerseits und mit einem non-formalen Bildungskontext andererseits zu tun. Auch wenn die Ausbildung des Personals verschieden ist, bin ich der Ansicht, dass es wichtig und richtig ist, Schritt für Schritt in der Gemeinde einen Kommunikationsrahmen zu schaffen und eine Kultur des Dialogs zu fördern. Seit zehn Jahren werden Anstrengungen unternommen, um in den Gebäuden Schule und Foyer einander näher zu bringen. Es werden PEP-Berichte redigiert, was dazu geführt hat, dass Schulen und Foyers sich Gedanken zum Thema Kommunikation untereinander machen müssen. Es sei daran erinnert, dass der nationale Rahmenplan zur non-formalen Bildung im Rahmen des neuen Jugendgesetzes vom 24. April 2016 eingeführt wurde. Aufgrund der Tatsache, dass sich die Luxemburger Schule schwer damit tut, soziale Ungleichheiten auszubügeln, wurde ein größerer Akzent auf die non-formale Bildung gelegt. Letztere soll eine tragende Säule bei der Schaffung einer besseren Chancengleichheit sein. Im non-formalen Bildungskontext sind wir auf den Weg des sogenannten „Open Space“ gegangen. Ein solches System beinhaltet, das die Kinder prinzipiell freier darüber entscheiden können, an welchen Freizeitangeboten sie teilnehmen. Die Qualitätssicherung in der non-formalen Bildung hat an Bedeutung gewonnen und es freut mich, dass sich die Stadt Luxemburg mit dem Bericht von Frau Loutsch an der Debatte um die formale und die non-formale Bildung beteiligt hat. Vor kurzem haben mir Eltern mitgeteilt, dass sie der Ansicht sind, dass sich in Sachen Annäherung Schule-Foyer in den letzten Jahren vieles getan hat, dass Vorurteile abgebaut werden konnten, mehr Bewusstsein entstanden sei, wobei in einer Wechselbeziehung einer den anderen brauche und eigentlich jeder der Partner der Bildung des Kindes zuarbeite. Es freut mich sehr, dass es uns in der Stadt Luxemburg gelungen ist, die Kommunikation zwischen Schule und Schulfoyer zu fördern und zu verbessern. Zu Beginn meines Mandates war dies ein Punkt, an dem wir nur langsam vorangekommen sind, und die Trennung von Schule und Schulfoyer schien unüberbrückbar zu sein. Die strikte Trennung ist nunmehr überwunden, und der Schuldienst und der „Service Foyers scolaires“ arbeiten gut zusammen. Aus genanntem Dokument, dessen Lektüre ich sehr empfehle, geht hervor, dass in den kommenden Jahren noch vieles zu tun bleibt, um die Kooperation noch weiter zu verbessern. Im Folgenden werde ich auf einige der im Dokument erläuterten Probleme eingehen. Für das Schulpersonal und das Personal in den Foyers ist es wegen der unterschiedlichen Arbeitszeiten schwer, gemeinsame Zeitfenster für Gespräche zu finden. Die Kommunikation gestaltet sich umso schwerer, je weiter das Schulfoyer von der Schule entfernt gelegen ist. Das Thema Hausaufgabenhilfe ist ein viel diskutiertes Thema, da viele Kinder eine Unterstützung bei den Hausaufgaben brauchen. Die Hausaufgabenhilfe zu organisieren, ist allerdings nicht so einfach. Die Kinder müssen von einem Ort zum anderen gebracht werden und auch die Begleitung der Kinder zu den Aktivitäten der lokalen Vereine muss organisiert werden. Die Inklusion von behinderten oder auch chronisch kranken Kindern ist ein wichtiges Thema. Es muss sichergestellt sein, dass diese Kinder von Personal begleitet werden. Die Koordination von Schule und Foyer bei der Organisation kultureller Aktivitäten muss vor dem Hintergrund, dass sich verschiedene Aktivitäten zeitlich überschneiden können, geprüft werden. Ein wichtiges Thema bleibt die gemeinsame Nutzung von Räumen, dies im Sinne eines vernünftigen Umgangs mit öffentlichen Geldern und mit den zur Verfügung stehenden Bauflächen. Das Ganze auch im Respekt des Funktionierens von Schule und Schulfoyer. Zudem ist es wichtig, dass Schule und Foyer über eine einheitliche Technologieausstattung verfügen. Auch wenn Schulpersonal und das Personal in den Foyers unterschiedliche Arbeitgeber haben, so stehen wir als Gemeinde doch im Kontakt mit beiden Seiten und sehen es als unsere Aufgabe, die Probleme, denen sie im Alltag begegnen, lösen zu helfen. Im Laufe der Diskussion werden wir Gelegenheit erhalten, noch eingehender auf die verschiedenen im Bericht angesprochenen Aspekte einzugehen. Ein weiteres Ziel ist es, die Kommunikation über alle Fragen und Themen rund ums Kind auszubauen und noch sichtbarer zu machen. In der vorliegenden Broschüre findet sich zum ersten Mal ein Bericht der Dienststelle „Relations publiques“. Wir wollen, dass Familien, die sich neu in der Stadt Luxemburg niederlassen, sich einfach und schnell über die öffentliche Schule und die außerschulische Betreuung der Kinder informieren können. Es sollen auch Informationen über unser Schulsystem, sowie über das Angebot an Aktivitäten
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