VDL_RAPPORT_ANALYTIQUE_01_2022_31_01

10 DE SITZUNG VOM MONTAG, DEM 31. JANUAR 2022 vergangene Zeiten erinnern, so wie heute alte Bahnhöfe an die Zeit der Dampflokomotiven erinnern. Ist die Initiative, das Gebäude als nationales Denkmal einzustufen, spontan vom Ministerium ausgegangen, oder erfolgt der Vorschlag auf Anfrage des Besitzers? Ich habe bemerkt, dass diese Fassade vor kurzem renoviert wurde. Bürgermeisterin Lydie POLFER: Was diese Frage angeht, verfüge ich über keine Informationen. Rätin Ana CORREIA DA VEIGA (déi Lénk): Einen großen Teil meiner Kindheit haben ich in der Route de Thionville gewohnt und ich muss gestehen, dass ich mir nicht hätte vorstellen können, dass dieses Gebäude jemals als nationales Denkmal eingestuft wird. Das Gebäude weist keine gemeißelten Ornamente auf, wie sie an den Sandsteinfassaden alter Herrenhäuser zu finden sind. Es handelt sich vielmehr um ein modernes Gebäude, entstanden Mitte des 20. Jahrhunderts. Die Merkmale des Gebäudes - die Fassade, der Vorsprung mit den Löchern, der Keramikdekor des Künstlers François Gillen - können nicht als klassisch bezeichnet werden. Welche Teile dieses Gebäudes sind geschützt? Auch der Ausstellungsraum des Autohauses und das Atelier? Ich kann nur hoffen, dass die Werbetafel verschwinden wird. wenn das Gebäude als nationales Denkmal eingestuft ist. Bürgermeistermeisterin Lydie POLFER: Wenn ich das richtig sehe, wird nur der vordere Teil des Gebäudes unter Denkmalschutz gestellt. Die dahinter gelegenen Bereiche erfüllen zurzeit ihre Funktion als Autohaus. Solange diese Funktion erhalten bleibt, erfüllen die Werbetafeln der betreffenden Automarken ihren Zweck. Die Anbringung von Werbetafeln muss bekanntlich von der Stadt Luxemburg genehmigt werden. Der Gemeinderat erteilt einstimmig ein positives Gutachten. 5) Neuordnung von Bauland Der Gemeinderat ist aufgerufen, die Neuordnung folgender Baulandparzellen zu genehmigen: –– 87, Rue Jean-François Boch: Teilung der Parzelle 553 zwecks Schaffung eines Bauplatzes und eines Loses, das Teil einer späteren Bebauung sein wird; –– Rue de Beggen: Aufteilung der Parzellen 390/2876 und 390/2717 auf dem Arcelor-Mittal-Gelände im Hinblick auf den Ausbau des Lycée Privé Emile Metz; –– 310, Route de Longwy: Aufteilung der Parzellen 496/5710 und 496/6882 zwecks Schaffung eines Bauplatzes und von drei Losen, die Teil einer späteren Bebauung sein können; –– 234, Rue de Rollingergrund: Aufteilung der Parzellen 424 und 425 zwecks Schaffung eines Bauplatzes, eines Loses, das in den öffentlichen Besitz zu integrieren ist und eines Loses, das Teil einer späteren Bebauung sein wird; –– 8 und 10, Rue Henri M. Schnadt: Zusammenführung der Parzellen 310/2224 und 310/2225 zwecks Schaffung eines Bauplatzes; –– 40, Rangwee: Aufteilung der Parzellen 105/10658, 105/9849, 106/9848 und 106/9020 zwecks Schaffung von zwei Bauplätzen, zwei Losen, die in den öffentlichen Besitz zu integrieren sind und eines Loses, das Teil einer späteren Bebauung sein wird; –– 48, Rue de la Montagne : Teilung der Parzelle 488/3557 zwecks Schaffung von vier Bauplätzen, eines Loses, das in den öffentlichen Besitz zu integrieren ist und eines Loses, das Teil einer späteren Bebauung sein wird; –– 52 und 54, Avenue de la Faïencerie: Zusammenführung der Parzellen 53/1525 und 53/1526 zwecks Schaffung eines neuen Bauplatzes. Rätin Ana CORREIA DA VEIGA (déi Lénk): Im Hinblick auf den Ausbau des „Lycée privé Emile Metz“ ist vorgesehen, mehrere Parzellen in der Rue de Beggen aufzuteilen. déi Lénk halten dies für bedenklich, da die betreffenden Parzellen kontaminiert sind. Die Stadt Luxemburg verfügt leider nicht über Informationen, mit welchen Giftstoffen der Boden kontaminiert ist und inwiefern Sanierungsarbeiten vorgesehen sind. Sie werden mir wahrscheinlich antworten, dass die Prozeduren noch nicht ausreichend fortgeschritten sind, um mit diesbezüglichen Informationen dienen zu können. Doch solange wir nicht über diese Informationen verfügen, werden wir keiner weiteren Entscheidung im Hinblick auf den Ausbau des „Lycée privé Emile Metz“ zustimmen. Bürgermeisterin Lydie POLFER: Bevor es zu einem Ausbau kommt, müssen selbstverständlich vorab die nötigen Studien durchgeführt werden - und selbstverständlich wird keine Schule auf verseuchtem Boden errichtet. Die Vertreter von déi Lénk enthalten sich bezüglich der Neuordnung der Parzellen in der Rue de Beggen. Die übrigen Anträge zur Neuordnung von Grundstücken werden einstimmig gutgeheißen. V. MEHRJAHRESFINANZIERUNGSPLAN (PRÄSENTATION) Schöffe Laurent MOSAR: Der Mehrjahresfinanzierungsplan wird von Jahr zu Jahr aktualisiert. Der vorliegende Mehrjahresfinanzierungsplan bezieht sich auf die Rechnungsjahre 2023-2025. Bei der Aufstellung haben wir uns strikt an den Vorgaben und Prognosen des Innenministeriums orientiert. Das Ministerium geht davon aus, das die Inflationsrate in den kommenden Jahren relativ stabil bleibt: 1,70% im Jahr 2022, 1,60% im Jahr 2023 und 1,70 bzw. 1,80% in den Jahren 2024 und 2025. Beim Bevölkerungswachstum wird mit einer Progression von 1,81% pro Jahr gerechnet. Die jährliche Progression bei den Einnahmen aus der Gewerbesteuer wird mit 2,19% pro Jahr chiffriert und die Progression der Einnahmen aus dem „Fonds de dotation globale des communes“ (FDGC) werden mit 5,67% pro Jahr. Auf der Ebene der ordentlichen Einnahmen wird ein Anstieg um 2% der Eigeneinnahmen erwartet. Bei den Einnahmen aus Funktionssubventionen für Schulfoyers, Kinderkrippen und das Konservatorium werden wir voraussichtlich mit einer Progression von 3% pro Jahr rechnen können. Die Einnahmen aus Dividenden werden für das Jahr 2022 mit 7,9 Millionen Euro und für 2025 mit 8,7 Millionen Euro veranschlagt. Die Zinseinnahmen liegen derzeit bei 2,8 Millionen Euro. Bis 2025 rechnen wir nur noch mit Zinseinnahmen in Höhe von 1,9 Millionen Euro. Die Personalkosten steigen derzeit um 4% pro Jahr (durchschnittliche Progression berechnet auf drei Jahre). Die übrigen Betriebskosten werden um 2,5% pro Jahr steigen. Auf der Ebene der außerordentlichen Einnahmen wird sich an der staatlichen Subventionsrate momentan nichts ändern. 2023 ist ein Wahljahr, weshalb nicht auszuschließen ist, dass eine neue Regierung vielleicht andere Wege gehen wird. Der

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