VDL_RAPPORT_ANALYTIQUE_01_2022_31_01

8 DE SITZUNG VOM MONTAG, DEM 31. JANUAR 2022 ein neues Gebäude für das Lycée Michel Lucius und eine Sporthalle - sowie maximal 97 Wohnungen. Eine Fläche von ungefähr 160,60 Ar, welche in etwa 33,10% der Bruttofläche des Teilbebauungsplanes NQ entspricht, wird unentgeltlich an die Stadt abgetreten. Im Flächennutzungsplan der Stadt Luxemburg befindet sich das Areal in einer „zone de bâtiments et équipements publics [BEP]“, überlagert von einer „zone soumise à un plan d’aménagement particulier ‘nouveau quartier’ “ (COS-0,60; CSS-0,90; CUS-1,50; DL-20). Der nördliche Teil des Areals ist überlagert von einer Zone „couloir et espace réservés pour projets routiers - tram“ und der südwestliche Teil zum Teil von einer „zone de servitude urbanisation - corridor écologique (Cé)“. Für die Zone „couloir et espace réservés pour projets routiers - tram“ wird eine „étude pour voie de circulation“ durchgeführt. Für die „zone de servitude urbanisation - corridor écologique (Cé)“ werden „espaces à étude pour espaces verts publics et privés“ vorgesehen. Es sind keine Beschwerden gegen das Projekt eingereicht worden. Die Sanitärinspektion hat ein positives Gutachten erteilt. Um der im Gutachten der „cellule d’évaluation“ vorgebrachten Bemerkung Rechnung zu tragen, schlägt der Urbanismusdienst eine Anpassung von Artikel 5.2 des schriftlichen Teils vor. Rat François BENOY (déi gréng): Die Internetseite des Fonds Kirchberg liefert interessante Informationen zum Projekt, das am Standort „Kuebebierg“ entstehen soll. Das urbanistische Projekt hat Modellcharakter. Ich hätte mir gewünscht, dass wir bereits in den vergangenen Jahrzehnten solche Projekte realisiert hätten. Künftige Projekte sollten diesem Modell folgen. Auf der Internetseite ist von einer „integrierten Vision“ die Rede, dies in Bezug auf die Aspekte Mobilität, Umwelt und Lebensqualität. Die Tram wird als Hauptverkehrsmittel eingeplant. Es werden Sammelparkplätze entstehen, d.h. dass es einen Hauptzugang zum Viertel geben wird. Tram, Sammelparkplätze und Radwege werden dazu führen, dass viel Raum, der sonst für Straßen genutzt worden wäre, nun als qualitativ hochwertiger öffentlicher Raum zur Verfügung stehen wird. Der Parkraumschlüssel von 0,5 Parkplatz pro Wohnung hat Zukunftscharakter. Das Lyzeum wird sich urbanistisch in das Konzept einbetten. Der Standort „Lycée Kuebebierg“ soll stets zugänglich sein. Die Schüler werden mit der Trambahn - bis zur Fertigstellung der Traminfrastrukturen mit öffentlichen Bussen - zum Lyzeum fahren können. Es sind Verbindungswege für Fußgänger vorgesehen. Auch das Lehrpersonal des Lyzeums soll den Sammelparkplatz nutzen können. Fehlplanungen im Mobilitätsbereich, wie es sie für die Europaschule auf Kirchberg gegeben hat, sollen hier vermieden werden. Verfügt die Stadt Luxemburg über Informationen seitens des Bildungsministeriums, wie der jetzige Standort des „Lycée Michel Lucius“ nach dessen Umzug genutzt werden soll? Am Standort „Kuebebierg“ soll auch eine internationale Grundschule entstehen. Wie wird sich dies auf die öffentlichen Schulen auf dem Gebiet der Stadt Luxemburg auswirken? Rätin Ana CORREIA DA VEIGA (déi Lénk): Auf einer maximalen Bruttobaufläche von 72.785 qm sieht dieses Projekt öffentliche Gebäude und Einrichtungen vor, insbesondere die neuen Gebäude des Lycée Michel Lucius (mit Sporthalle und Sportplätzen im Außenbereich) sowie bis zu 97 Wohnungen für Studenten entstehen. Eine Fläche von ungefähr 160,60 Ar, welche in etwa 33,10% der Bruttofläche des Teilbebauungsplanes NQ entspricht, wird unentgeltlich an die Stadt abgetreten. Verglichen mit dem Teilbebauungsplan „Dernier Sol“ ist dies eine beachtliche Fläche. Sind die für die Außensportanlage benötigten Flächen in den 33,11% enthalten? Das neue Wohnviertel „Kuebebierg“ wird Akzente für die Zukunft setzen. So sind viele Grünflächen vorgesehen, die als grüner Korridor einen Übergang zum Natura-2000-Wald bilden werden. Diese Akzente, die der Bodenversiegelung entgegenwirken, sollten als best practices ihren Niederschlag bei der Planung zukünftiger Lyzeen, Grundschulen, Kinderkrippen und Schulfoyers finden. déi Lénk bedauern, dass nicht vorgesehen ist, das Dach der Schule für urbanen Gartenbau zu nutzen. Die Sportinfrastrukturen, insbesondere das Schwimmbad, sollten außerhalb der Schulzeiten für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Der „Plan sectoriel transports“ ist am 1. März 2021 in Kraft getreten. Die Schaffung von Sammelparkplätzen ist ein Schritt in die richtige Richtung. Diese Parkplätze müssen maximal ausgelastet werden. In der Kommission wurde darauf hingewiesen, dass Radwege, Fahrradstationen und die Tram dazu beitragen werden, dass Schüler und Lehrpersonal bequem zur Schule gelangen. Diese Aspekte muss die Stadt Luxemburg als Markenzeichen in die Planung künftiger Schulen einbeziehen. Rat Benoy hat bereits die Frage nach der zukünftigen Nutzung des jetzigen Standortes des Lycée Michel Lucius aufgeworfen. Es wäre in der Tat sinnvoll, sich bereits jetzt darüber Gedanken zu machen, da die Umsetzung von Plänen lange dauert. Bürgermeisterin Lydie POLFER: Der Fonds Kirchberg und die Stadt Luxemburg arbeiten seit Jahren an diesem Projekt, das es zusammen mit dem allgemeinen Teilbebauungsplan für diesen Sektor zu betrachten gilt. Dieser allgemeine PAP, der uns voraussichtlich im Laufe der kommenden Monate vorgelegt wird, sieht die Schaffung von Sammelparkplätzen vor. Denn ob man es will oder nicht: Parkplätze werden benötigt. Es ist nicht so, als ob hier ein Lyzeum ohne Parkplätze gebaut würde. Diese werden lediglich in Form eines Sammelparkplatzes auf einem angrenzenden Terrain geschaffen. Und bis zur Umsetzung des Sammelparkplatzes entsteht ein provisorischer Parkplatz gleich neben dem Lyzeum. Ich kann nur hoffen, dass dieser Sammelparkplatz so schnell wie möglich gebaut wird, damit nicht eine Situation entsteht, wie wir sie beim Bau des neuen Stadions in Kockelscheuer erlebt haben. Bekanntlich hatte sich gezeigt, dass das vom Staat zu errichtende Parkhaus neben dem Stadion nicht zur Inbetriebnahme des Stadions am 1. September 2021 fertig gestellt sein würde, sodass die Stadt auf einem gemeindeeigenen Grundstück für mehr als 2 Millionen Euro einen provisorischen Parkplatz schaffen musste. Neben dem Lyzeum ist der Bau einer öffentlichen und einer internationalen Grundschule geplant. Es laufen Unterredungen mit dem Bildungsministerium, wie sich hier eine Joint-Venture realisieren ließe. Es wäre im Sinne unserer multikulturellen Gesellschaft, wenn die Kinder beider Schulen z.B. gemeinsam Sport treiben oder die Kantine zusammen nutzen könnten. Diesbezüglich gibt es aber noch Überzeugungsarbeit zu leisten. 33,10% der Bruttofläche des Teilbebauungsplanes werden unentgeltlich an die Stadt abgetreten, was damit zusammenhängt, dass die Trambahnstrecke über den „Langfuur“ geführt wird. Die Trambahn soll dazu beitragen, dass die Stadtteile harmonisch zusammenwachsen können. Wir haben dies so geplant, und ich hoffe, dass die weiteren Planungen auch in diese Richtung gehen werden, denn wir sind erst im Stadium des Teilbebauungsplanes. Wann die Bauwerke verwirklicht werden, diese Frage wäre in der Abgeordnetenkammer an den Bautenminister zu richten.

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