VDL_RAPPORT_ANALYTIQUE_01_2022_31_01

6 DE SITZUNG VOM MONTAG, DEM 31. JANUAR 2022 möglich gesperrt werden und den Fußgängern so viel Raum wie möglich bleibt. Die temporären Reglements mit der Nummer 63e/2022/ 3-4-0001 werden bei Enthaltung der LSAP-Vertreter gutgeheißen. Alle übrigen Reglements werden einstimmig gutgeheißen. III. KONVENTIONEN 1. Die Stadt Luxemburg verkauft dem Luxemburger Staat ein Grundstück (4 Ar) in der Rue de Neudorf. Preis: 2.800€. Zweck: Vergrößerung eines technischen Lokals des Tunnels Cents (OA 1162). 2. Die Gesellschaft CENARO 58 STRASBOURG s.à r.l. tritt unentgeltlich einen Geländestreifen („place voirie“) (16 Zentiar) in der Rue de Strasbourg (Nr. 58) an die Stadt ab. Zweck: Regularisierung der Grund- und Bodensituation. 3. Die Stadt Luxemburg erwirbt von einem Ehepaar die ungeteilte Hälfte eines Grundstücks (2,61 Ar) im Ort genannt „In Dumericht“. Preis: 147.500€. Zweck: Durchführung von Projekten von öffentlichem Interesse. 4. Eine Einwohnerin tritt unentgeltlich einen Geländestreifen („place voirie“) (32 Zentiar) in der Rue des Aubépines an die Stadt ab. Zweck: Regularisierung der Grund- und Bodensituation. Diese Konventionen werden einstimmig gutgeheißen. IV. URBANISMUS 1) Teilbebauungsplan NQ „Dernier Sol CH“ im Stadtteil Bonneweg Die Stadt Luxemburg ist befasst mit dem Teilbebauungsplan NQ „Dernier Sol OH“, ausgearbeitet vom Architektenbüro „UMA Architectes s.à r.l.“, das im Auftrag der Gesellschaft „Bro Invest S.A.“ arbeitet, begreifend Grundstücke (19,80 Ar) innerhalb des Loses, welches durch die Route de Thionville und den Standort genannt „Dernier Sol“ abgegrenzt wird. Im Flächennutzungsplan der Stadt Luxemburg sind genannte Grundstücke in einer „zone mixte urbaine [MIX-u]“, überlagert von einer „zone soumise à un plan d’aménagement particulier ‘nouveau quartier’ “ gelegen (COS-0,60; CUS-1,85; CSS-1,00; DL-200). Das Projekt sieht die Bebauung eines einzigen Loses auf einer Bruttobaufläche von 3.670 qm vor (Untergeschoss inbegriffen). Eine Fläche von ungefähr 280 qm, welche in etwa 14% der Bruttofläche des Teilbebauungsplanes NQ entspricht, wird unentgeltlich an die Stadt abgetreten. Nettobaufläche: 1.700 qm. Das Projekt eignet sich besonders gut, um hier verschiedene Arten von Wohnungen und Wohnungen von verschiedener Größe zu schaffen. Der Anteil der Bruttobaufläche, welche dem Wohnungsbau vorzubehalten ist, kann nicht weniger als 50% betragen. Handel und Geschäfte, Freizeitaktivitäten, Verwaltungsdienstleistungen oder professionelle Dienstleistungen sind ebenfalls zugelassen. Es sind keine Beschwerden gegen das Projekt eingereicht worden. Die Sanitärinspektion hat ein positives Gutachten erteilt. Um den im Gutachten der „Cellule d’évaluation“ vorgebrachten Bemerkungen zum Teil Rechnung zu tragen, schlägt der Urbanismusdienst verschiedene Anpassungen und Erläuterungen im schriftlichen und im graphischen Teil des Projektes vor. Das Projekt entspricht der Vision der Stadt Luxemburg für die Entwicklung des Stadtteils Bonneweg. Bürgermeisterin Lydie POLFER: Ein erster Teil des Teilbebauungsplanes „Dernier Sol“ wurde bereits im April 2019 vom Gemeinderat gutgeheißen. Damals hatte sich ein Besitzer geweigert, seine Grundstücke in den Teilbebauungsplan einfließen zu lassen. Er ist nunmehr bereit, seine Parzellen für eine Bebauung bereitzustellen. Rat François BENOY (déi gréng): Der Teilbebauungsplan „Dernier Sol“ wird so umgesetzt, wie es die urbanistischen Bestimmungen der Stadt Luxemburg vorsehen. Unserer Ansicht nach reicht das jedoch nicht, denn an diesem Standort hätte man ambitiöser sein müssen. Der zurückbehaltene Parkraumschlüssel von einem Stellplatz pro Apartment ist zu hoch angesetzt - nicht nur wegen der unmittelbaren Nähe zu einer Tram-Haltestelle und zum Hauptbahnhof, sondern auch vor dem Hintergrund der aktuellen Bauschuttproblematik und der Notwendigkeit, Ressourcen zu sparen. Während das Projekt zu viele Autostellplätze vorsieht, fehlt es an Fahrradstellplätzen: In den Kellern der Gebäude ist nur ein Fahrradabstellplatz pro Wohnung vorgesehen. Aus urbanistischer Sicht ist dies nicht zeitgemäß und ich möchte erneut betonen, dass die diesbezüglichen Bestimmungen der Stadt Luxemburg abgeändert werden müssen. Bei diesem Projekt könnte z.B. ein Parkraumschlüssel von 0,8 Parkplatz pro Apartment festgelegt werden. Die „Cellule d’évaluation“ teilt übrigens die von déi gréng vorgebrachten Bemerkungen. Bei diesem Projekt wird das maximal Zulässige ausgereizt und es wird nicht genug Wert auf die Schaffung von Grünzonen und Begegnungsplätzen zu legen. Es verdeutlicht die Schwachstellen der aktuellen urbanistischen Vorgehensweise der Stadt Luxemburg. Nachbesserungen sind dringend erforderlich, denn es wird nicht die Art von Mobilität gefördert, die wir brauchen, und es wird nicht angemessen auf die Klimakrise reagiert. déi gréng werden sich beim Votum enthalten. Rätin Cathy FAYOT (LSAP): Die Zahl der Stellplätze wurde in der beratenden Kommission thematisiert. In diesem Zusammenhang wäre es interessant zu erfahren, wie groß die verschiedenen Apartments sein werden. Rätin Héloïse BOCK (DP): Es ist zu begrüßen, dass das Projekt „Dernier Sol“ nun umgesetzt wird und eine Fläche von rund 20 Ar, die nicht Teil des initialen Projektes war, eingegliedert werden kann. Es ist davon auszugehen, dass die zukünftigen Einwohner erwarten, dass ihnen ein Parkplatz pro Apartment zur Verfügung steht, und ich weiß nicht, wer die Entscheidung treffen sollte, dass sie kein Anrecht auf einen Parkplatz hätten. Persönlich bin auch ich der Ansicht, dass man das Thema Parkplätze allgemein kritisch betrachten muss, doch wird die Zahl der Parkplätze in Zukunft wohl vor allem an der Oberfläche verringert, damit z.B. mehr Platz für das Anlegen von Radwegen zur Verfügung steht. Man kann jedoch nicht erwarten, dass Bürger sich ein Apartment ohne Autostellplatz kaufen. Im Rahmen des vorliegenden Teilbebauungsplanes ist die Größe der künftigen Apartments noch nicht definiert. Darauf wurde in der Kommission hingewiesen. Der festgehaltene Parkraumschlüssel - der übrigens nicht voll ausgeschöpft wird, denn zulässig wären maximal 1,2 Parkplätze pro Apartment - erscheint mir angemessen. Rätin Ana CORREIA DA VEIGA (déi Lénk): Im Flächennutzungsplan der Stadt Luxemburg sind die betreffenden Grundstücke in einer „zone mixte urbaine“ gelegen, wobei

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